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Dienstag, 16. Februar 2016

Film - "Deadpool" von Tim Miller




Titel: Deadpool
Schauspieler: Ryan Reynolds, Morena Baccarin, Ed Skrein uva.
Genre: Comicverfilmung
Regie: Tim Miller
Länge: 109 Minuten
FSK: 16










 Wade Wilson (Ryan Reynolds) ist ein Söldner, der seine Freizeit am liebsten im Puff verbringt. Als er von seiner Krebserkrankung erfährt, unterzieht er sich einem riskanten Experiment im Labor des skrupellosen Ajax (Ed Skrein). Danach hat er Selbstheilungskräfte, sieht aber hässlich aus – so will er seiner Freundin, der Prostituierten Vanessa Carlisle (Morena Baccarin), nicht mehr vor die Augen treten. Also schlüpft Wade in einen rot-schwarzen Anzug mit Maske und versucht als Deadpool, Ajax auszuschalten. Allerdings geht Deadpool dabei anders vor als andere Menschen mit Superkräften. Die offensichtlichsten Unterschiede sind sein pechschwarzer Humor, sein bissiges Mundwerk und seine Angewohnheit, sich direkt ans Filmpublikum zu wenden. Außerdem ist Freundin Vanessa keine passive Prinzessin, die auf Rettung wartet, sondern rettet sich wenn nötig ganz gut selber – ähnlich wie Deadpools Kumpanin Negasonic Teenage Warhead (Brianna Hildebrand), eine junge Frau mit explosiven Fähigkeiten… 


Deadpool!!!
*schreiend im Kreis renn*
Seit Wochen, nein, seit Monaten ist das Internet voll mit diesem Superhelden. Trailer, Teaser, Poster. Die Geek-Community bekommt einen Ausraster nach dem nächsten. Die Erwartungen an den Film waren echt groß. Technisch musste er mit Filmen wie Avengers oder Guardians oft he Galaxy mithalten. Die Fans wollten viel Action und Deadpool ist besonders bekannt für seinen krassen Humor und seine Brutalität. Weg von Mister Nice Guy, wie Captain America, hin zum lang ersehnten Antihelden.

Wade Wilson war noch nie einer von den braven Jungs, aber gerade als er um die Hand seiner Freundin Vanessa anhält, bricht seine Welt zusammen. Diagnose: Krebs im Endstadium. Wade ist am Boden zerstört, als ihn plötzlich ein geheimnisvoller Mann im Anzug ausfindig macht und von einem möglichen Gegenmittel erzählt, dass aus ihm zusätzlich noch einen Superhelden machen könnte. Wade lehnt erst ab, entschließt sich aber schließlich doch dazu. Was Wade nicht ahnt: Das Gegenmittel verunstaltet ihn und vernarbt ihn am ganzen Körper, dafür heilen seine Wunden relativ schnell. Wade beginnt Jagd zu machen auf die Peiniger, die ihm das angetan haben – ohne Rücksicht auf Konsequenzen.


Vorne weg: Die Erwartungen wurden erfüllt!
Der Film ist krank, abgedreht, wahnsinnig lustig, makaber, brutal und Actiongeladen. Ryan Reynolds erfüllt Deadpool mit Leben und macht ihn zu einer Rolle, die man lieben und hassen will. Es ist einfach großartig dargestellt und er geht in dieser Figur auch total auf. Nach seinem Flop als Green Lantern – über den er sich sogar im Film lustig macht – war man ja recht zwiegespalten. Aber die Sorge ist völlig unberechtigt. Die Darstellung der Figur war wirklich genial und das Einbinden des Publikums als Zeichen seines Wahns passte hervorragend. Die Animation seines Kostüms ist auch so gut gelungen, dass er trotz der Maske noch eine ausgeprägte Mimik hat.
Die Story hatte ein hohes Tempo. Der Film fängt mittendrin an und arbeitet dann mit Rückblenden. Dadurch bleibt es spannend und es entwickeln sich überhaupt keine Längen. Auch der Humor trägt viel dazu bei. Eigentlich kann man keine Szene wirklich ernst nehmen. Egal, in welcher Situation er steckt, Wade hat immer den passenden Spruch auf Lager. Eigentlich kann man nie eine ernste Reaktion von ihm erwarten.
Dadurch ist der Film aber natürlich auch recht speziell. Während andere Marvel-Filme auch schon actiongeladen waren, setzt Deadpool noch einen drauf und ist schon recht brutal. Man sieht verdammt viel Hirnmasse durch die Gegend fliegen. Ich habe da persönlich kein Problem mit, aber Leute, die das nicht mögen, sollten einen Bogen um den Film machen. Auch der Humor ist speziell und trifft nie den guten Ton. Besonders schön ist dabei, dass Ryan Reynolds echt alles und jeden verarscht – besonders die X-Men (Wolverin) und seine eigene Rolle als Green Lantern. Natürlich darf auch ein schrulliger Cameo von Stan Lee nicht fehlen.

Besonders erwähnen möchte ich an dieser Stelle noch Ed Skrein, der die Rolle des Bösewichts Francis gespielt hat. Ich fand, er hatte eine genial Ausstrahlung, obwohl er einen Charakter gespielt hat, der nichts mehr fühlt. Oder vielleicht auch gerade deswegen, denn das ist bestimmt auch nicht leicht. Er spielt das Arschloch auf jeden Fall richtig gut und man konnte ihn schön hassen.

Echten Marvel-Fans muss ich es nicht sagen, aber bleibt bitte beim Abspann sitzen. Es folgt noch eine Szene.


Was sitzt ihr noch hier??? Ab ins Kino! Marvel hat da wieder einen ganz krassen Film abgeliefert, der von der ersten bis zur letzten Minute mitreißt. Ein Deadpool wie man ihn sich gewünscht hat und nicht verweichlicht für Hollywood. Krasser Humor, jede Menge Action und ein Ryan Reynolds, der doch noch den richtigen Superhelden für sich gefunden hat.
Von mir volle Punktzahl!
 

Kommentare:

  1. Ich bin kein Marvel Experte, aber jetzt will ich auch ins Kino!!!! Sofort, auf der Stelle! =)

    LG
    Anja

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  2. Hallo Mendea,

    mein Bruder schwärmte letztens schon total von dem Film, den er gerade erst im Kino gesehen hatte. Mh, seine Beschreibungen und nun auch deine Rezi machen echt neugierig.
    Mein Mann würde den Film sogar auch gern im Kino sehen wollen, obwohl er Kinos hasst. Vielleicht sollte ich mal meinen Terminkalender durchflöhnen. :)

    LG Steffi

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  3. Ave,
    normalerweise interessieren mich Superhelden eher weniger - aber um Deadpool kam man im Vorfeld ja nicht herum und irgendwie hat mich das, was ich gesehen habe, so sehr gereizt, dass ich meinen Freund mit ins Kino geschleift habe. Der Film hat uns beide zufrieden gestellt. Allerdings ärger ich mich gerade etwas, dass wir vom Hunger getrieben nicht lang genug sitzen geblieben sind.

    Gezeichnet Seitenfetzer

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