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Samstag, 5. September 2015

Geistesblitz - "Skargat" von Daniel Illger




Titel: Skargat - Der Pfad des schwarzen Lichts
Autor: Daniel Illger
Genre: High-Fantasy
Verlag: Klett-Cotta
Seiten: 568
Preis: 17,95€ Broschiert
-> Amazon



»Du kennst den Preis?«, fragte der Schwarze Jäger. »Ja«, flüsterte der Mann. »Das Leben!«

Schatten über Ahekrien. Die Gespensterhorde des Schwarzen Jägers reitet durch die Nacht. Das Böse erwacht, und in dem skrupellosen Rudrick hat es einen Handlanger gefunden. Es bedroht nicht nur das Dorf, in dem die Freunde Mykar und Cay aufwachsen, sondern das ganze Land.

In einem abgelegenen Dorf lebt der Außenseiter Mykar. Vom eigenen Vater und allen Bewohnern verachtet, hat er nur einen Freund: Cay, den Sohn des Dorfpriesters. Als eine Reihe grauenvoller Verbrechen geschieht, machen die verzweifelten Bauern Mykar zum Sündenbock. Sie knüppeln ihn nieder und verscharren ihn im Wald – alle halten ihn für tot. Als Jahre später Cay des Mordes an einem Adligen beschuldigt wird, ist für Mykar die Zeit gekommen zurückzukehren. Verbündete findet er in dem versoffenen Adligen Justinius, dessen verrückter Magd Scara und einer geheimnisvollen Schönen. Keiner von ihnen ahnt, dass viel mehr auf dem Spiel steht als Cays Leben.

Der Klappentext dieses Buches klingt richtig spannend und auch das Cover macht definitiv was her. So musste ich nicht lange überlegen, als der Verlag mir ein Rezensionsexemplar angeboten hat. Lange hat es dann auf meinem SUB geschlummert und das eigentlich ohne richtigen Grund. Vielleicht war ich diesen Sommer nicht motiviert genug für klassisches, gutes, ernstes High Fantasy (mit Ausnahme von "Das Eherne Buch").
Schließlich habe ich dann doch zugegriffen und wurde direkt am Anfang in die Story hineingezogen. Der Prolog war spitze. Die Spannung hatte mich direkt gepackt und ich wollte wissen, was es damit auf sich hat.
Leider war nach dem Prolog erstmal Schluss damit. Die Story nahm einen ganz anderen Handlungsstrang auf und trieb erstmal weg von den Ereignissen im Prolog. Ich hatte keine Ahnung, wie das zusammengeführt werden sollte. Die relativ kurzen Kapitel sind aus der Sicht von Mykar und erzählen seine Geschichte als Skargatkind in seinem Dorf. Obwohl das ganze ziemlich dramatisch sein sollte, gelang es mir nicht eine Verbindung zu dem Protagonisten aufzubauen.
Ich fand den Stil sehr gewöhnungsbedürftig und kam einfach nicht rein. Er war nicht schlecht, aber sagte mir nicht zu. Nach 100 Seiten habe ich das Buch abgebrochen, weil es einfach nicht mein Fall war.

Wer mit dem Stil klar kommt, den wird ein phantastisches Buch erwarten mit einer Geschichte über Freundschaft und Vertrauen mit einzigartigen Charakteren. Da kann ich verstehen, wenn Leser das Buch lieben. Mir sagte nur der Schreibstil nicht zu und das macht (leider) beim Lesen viel aus.

Kommentare:

  1. Wow, so unterschiedlich sind die Geschmäcker. Für mich ist das Buch bislang das Highlight des Jahres.

    LG,
    André
    Bibliothek von Imre

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    1. Ich denke auch, dass es eigentlich eine tolle Story ist. Wer den Schreibstil mag, wird seinen Spaß haben. Nur ich werde damit leider nicht warm. Hat man mal. Schade.

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