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Donnerstag, 27. August 2015

Ist der Ruf erst ruiniert...


Heute habe ich mal ein paar ernstere Töne.


Sein wir doch mal ehrlich – überall gibt es schwarze Schafe. Das aktuelle Zeitgeschehen zeigt das wohl am besten. Auch wir Blogger können uns davon nicht freisprechen. Es gibt solche und solche. Viele Blogger stecken wahnsinnig viel Herzblut in ihre Artikel, ihr Design, ihre Themen. Sie halten mit viel Liebe ihre Facebookseite auf dem Laufenden, beantworten Kommentare und Emails, kaufen und lesen Bücher wie bei einem Marathon. Dies wird mit der Zeit belohnt. Verlage und Autoren werden darauf aufmerksam. Ich meine, wenn ein Blog über 1000 Follower hat, dann muss das doch einen Grund haben, oder?
Es ist eine rein rationale Entscheidung, wenn man als Verlag ein Stück von dem Kuchen abhaben will. Marketing ist teuer, das ist wohl jedem bekannt. Ein Blogger dagegen ist relativ günstige Werbung. Also werden Anfragen, Leseexemplare und Überraschungen verschickt. Das ist toll! Ich staune immer wieder, mit was für Ideen die Verlage um die Ecke kommen. Letztens wurde von Oetinger34 Kuchen verschickt! Wie großartig ist das denn bitte? Und nur weil ich es bei mehreren Bloggern gesehen habe, wurde ich auf das Buch aufmerksam. Ziel erreicht.

Leider gibt es bei sowas auch eine Kehrseite. Zum einen fallen immer wieder Blogger auf, die bei Messen, Verlagen und Autoren schnorren. Schon vor ein paar Jahren gab es erschreckende Messeberichte, in denen Bloggerinnen davon berichteten, dass Zunftkollegen an den Messeständen so lange bettelten bis sie ein Buch bekamen. Ob der Verlag da am Ende was von hatte, steht wohl in den Sternen. Viele andere finden es peinlich. Wenn man ein guter Blog ist, hat man das nicht nötig – das klingt arrogant, ist aber wirklich so!
Auf der anderen Seite zieht das natürlich auch viele Neider mit sich. Warum bekommen DIE Kuchen und ICH nicht??? Das führt oft zu Missgunst und Rumgezicke. Kann man den anderen denn nicht mal was gönnen? Kann man sich nicht für seine Blogkollegen freuen und sich denken, dass sie es für ihre tolle Arbeit verdient haben? Es gibt gefühlt Millionen Buchblogs und immer mehr davon schießen aus dem Boden. Die kann man gar nicht alle bedenken und sollte man auch gar nicht.
Die Aufmerksamkeit eines Verlages ist etwas besonderes, das man sich verdienen muss. Natürlich betreiben wir unseren Blog als Hobby, aber es ist zeitintensiv, kostet viel Mühe und ist manchmal auch stressig. Da freut man sich über jede Art der Anerkennung. 

Ich selbst habe nur einen sehr kleinen Blog und feiere jeden Kommentar, jeden neuen Follower und jeden Facebooklike. Ich freue mich aber genauso über den netten Kontakt zu anderen Bloggern und stöbere bei ihnen so gerne. Zur Zeit bin ich echt glücklich, wie es ist. Natürlich wünscht man sich zwischendurch mal mehr Aufmerksamkeit, aber das ist normal. Deswegen gifte ich nicht andere an, die erfolgreicher sind. Manchmal wunder ich mich, weil drittklassige Blogs mit Zwei-Satz-Rezis mehr Follower haben als ich. Die Rezis sind schlecht und vermitteln oft den Eindruck, dass man nur 10 Seiten gelesen hat. Oder es wird nur gesagt, das Buch sei gut, aber ohne Begründung.
Aber hey, ändern kann ich es eh nicht. Dann zucke ich aber mit den Schultern und kümmere mich um meinen Kram. Ich habe meinen Blog, meine Villa, mein kleines Baby und das bereitet mir viel Freude. Und wenn ich nur für 10 Leute blogge, dann ist das so. Und wenn ich alle meine Bücher selbst kaufen muss, dann kann ich damit leben. Ich will keine Gewinnspiele machen, wo man GFC-Follower meines Blogs sein muss! (Die Gewinnspiele extra für Follower mal ausgeklammert.)

Was ich aber nicht akzeptieren kann und will, ist der Ruf, der dann von den schwarzen Schafen auf uns abfärbt! Rasch gelten Blogger als Schnorrer, Verlage werden skeptisch und geben keine oder kaum noch Bücher raus. Wenn nach strengen Vorgaben, wie einer Mindestzahl an Bloggern und das manövriert dann so kleine Blogger wie mich ins aus. Indies, die eh schon schlechte Erfahrungen mit Bloggern machen, weil keiner sie lesen und rezensieren will, werden nach Goodies und Werbegeschenken abgegrast, für etwas Werbung. Das ist nicht fair. Darüber ärger ich mich. Denn ich mache meine Arbeit, gebe mir Mühe, nehme mir Zeit und bekomme nichts hinterher geworfen. Das verlange ich auch nicht, aber ich verstehe nicht, warum andere es verlangen.

Ich mag nicht, dass ein paar Blogger ein schlechtes Bild auf eine ganze Gemeinschaft werfen. Aber ich habe ja die stille Hoffnung, dass sich solche Leute irgendwann selbst ins Aus manövrieren. Oder zählen am Ende doch nur die Klicks? 

Wie seht ihr das? Habt ihr Erfahrungen zu dem Thema?
Entschuldigung fürs Auskotzen.

Euer verärgerter Geist

Kommentare:

  1. Oh, Mensch, was war denn los??
    Das Thema ist anscheinend etwas an mir vorbei gegangen ... ich höre zwar immer wieder davon, dass manche Blogger etwas dreist daran gehen, von Verlagen etwas zu bekommen, aber dass es überhand nimmt krieg ich mal wieder nicht mit ^^

    Eigentlich sollten die Verlage selber gut darauf schauen, wem sie etwas gutes tun. Ich hab aber schon gesehen, dass da manche Mitarbeiter gar nicht darauf achten und nicht mal den Blog anschauen. Andere wiederum sind sehr penibel, da, wie du schon sagst, es gefühlt 100 Millionen Bücherblogs gibt, und picken nur die wirklich ... erfolgreichen (?) oder populären raus - keine Ahnung, wie ich das nennen soll :)

    Ich selber muss gestehen, dass ich anfangs schon recht bald mal nach einem Rezensionsexemplar gefragt habe weil ich dachte, dass das üblich ist. Hab auch tatsächlich gleich eins bekommen und war überglücklich :D Ich hab dann immer wieder mal nachgefragt, weil ich mir manche Bücher einfach nicht leisten kann und es mich natürlich wahnsinnig gefreut hat, dass ich für mein Hobby so positive Resonanz bekomme.
    Das ganze hat sich dann aber gelegt und ich frag nur noch nach dringenden (!) Wunschbüchern, bei denen ich es einfach nicht erwarten kann :D Ich tausche ja auch viele Bücher, aber da dauert es dann natürlich, bis es das gewünschte zum ertauschen gibt.

    Gewinnspiele hab ich anfangs nur mit Follower Bedingung gemacht. Das war auch etwas blauäugig, hat mir aber einen kleinen Anfang an Leserschaft gebracht, wobei da natürlich sicher nicht alle regelmäßige Leser geworden sind, aber doch sind davon einige geblieben. Diese Bedingung hab ich jetzt kaum noch bei Gewinnspielen, außer bei meinem Bloggeburtstag, da möchte ich dann wirklich meinen Lesern was gutes tun ;)

    Liebste Grüße, Aleshanee

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    1. Ich glaube, die schwarzen Schafe fallen immer nur wieder auf. Es gibt keine wirkliche Masse, nur man stört sich halt an ihnen. Ich denke mir immer, dass ich dann zu gut für die Welt bin.
      Natürlich frage ich auch Reziexemplare an oder bekomme mal welche Angeboten, aber das ist bei mir nicht die Regel und ich werde auch mal abgelehnt. Bei großen Bloggeraktionen werde ich meistens nicht bedacht, aber das ist okay. Ich verstehe das wirtschaftliche Denken der Verlage und das ist okay. Ich äger mich halt nur, dass man scheinbar auch in diesem Bereich mit Dreistigkeit siegt.

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  2. Ja... Die schwarzen Schafe sind echt... Nervig und traurig.
    Da arbeitet man hart und für was? Für nichts im Grunde, weil irgendwer den Ruf kaputt macht....

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    1. Ich glaube, so schnell kann man unseren guten Ruf zum Glück nicht zerstören! ^^

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    2. Naja... Kommt drauf an, mit wem du da redest ^^
      Aber wenn ich so einige "Blogger" sehe, die Bücher derart öffentlich verreißen und immer noch gefeiert werden... Nee sorry. Ich werds net verstehen xD

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  3. Hallo Mendea,

    ich verstehe total, was du meinst. Allerdings muss ich sagen, dass ich bislang – aber ich blogge ja auch erst seit diesem Jahr- fast nur positive Erfahrungen gemacht habe.
    Das erste Rezensionsexemplar und die erste Interviewzusage habe von einer Autorin bekommen, die ich aus einer Leserunde kannte, da war der Blog noch keinen Tag alt und bestand aus ein paar alten Lovelybook-Rezis. (Danke, Judith Vogt!)
    Bald darauf habe ich mich getraut bei größeren Verlagen anzufragen und war überrascht, tatsächlich Rezensionsexemplare zu bekommen. Zu dem Zeitpunkt hatte ich vielleicht 50 Follower (Facebook und GFC zusammengerechnet) und ca. 1000-2000 Seitenaufrufe. Nicht pro Monat, sondern gesamt. Von den Zahlen her, war ich also als Rezensent völlig uninteressant. Von daher gehe ich einfach davon aus, dass sich die Verlagsleute, die über die Anfragen zu entscheiden hatten, den Blog angeschaut und den Inhalt für gut befunden haben. (Danke, Randomhouse. Danke, Piper!)
    Mittlerweile bin ich bei 120 Followern (wieder in Addition) und ca. 3000 Seitenaufrufen im Monat. Für die kurze Zeit, die ich erst dabei bin, bin ich über die Zahlen sehr happy, aber mir ist bewusst, dass ich damit immer noch zu den kleinen, unbedeutenden Blogs gehöre. Trotzdem habe ich mittlerweile auch noch von anderen Verlagen Rezensionsexemplare erhalten und mit einigen interessanten Autoren Interviews geführt.
    Natürlich hatte ich auch schon Anfragen, die ignoriert wurden und auch schon einmal eine Antwort, dass ich zu klein und unbedeutend wäre und ich es ja später nochmal versuchen könne. (Nein, danke, Carlsen.)
    Natürlich sind Blogs mit vielen Followern und vielen Klicks für Verlage interessant. Egal wie schlecht die Rezensionen sein mögen, wenn viele Leute ein Buch sehen, kann das nicht schaden. Trotzdem bin ich optimistisch, dass die meisten Autoren und die meisten „Verlagsmenschen“ schon eine realistische Sicht auf das die ganze Sache haben.

    LG,
    André
    Bibliothek von Imre

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    1. Frag nicht bei Loewe an. Mein letzter Stand war da, dass man 400 Follower braucht...
      Nein, natürlich gibt es auch viel positives. Das bestreite ich nicht und ich hab ähnliche Erfahrungen wie du gemacht. Außer mit Carlsen. Bei denen bin ich im Verteiler. Damals habe ich mir aber einen Ast abgefreut, als ich mich dafür anmelden durfte. Das war für mich eine Ehre.
      Aber gerade darum geht es ja. Wir wissen, was wir leisten und dein Blog ist klasse und du gibst dir viel Mühe. Da ist es um so trauriger, wenn Leute (entschuldige den Ausdruck) "Zucker in den Arsch geblasen bekommen", obwohl sie sich überhaupt nicht anstrengen. Oder unseren hart erkämpften Ruf zerstören oder mit Füßen treten. Jeder, der mit Mühe und Liebe arbeitet, ist für mich im Kreis der Blogger herzlich willkommen.

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    2. Ich will jetzt keine Namen nennen, aber es gibt auch Verlagsmenschen, die sich leider eben nicht die Blogs anschauen ... ist für Neueinsteiger natürlich klasse, finde ich aber manchmal etwas bedenklich. Aber wie gesagt, da sind dann die Verlage "selber schuld", wenn sie sich nicht die Mühe machen ;)

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    3. Jetzt lass mir doch meine Illusion, dass mein kleiner Blog für gut befunden wurde. :-)

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    4. Wurde er <3 bin auch direkt da geblieben :D

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    5. Ach Gott, ihr seid ja süß. Schön wenn hier Blogger aufeinander treffen ^^

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  4. Uiuiuih, das muss dir wirklich auf der Seele gebrannt haben D:
    Aber ich kann dir absolut zustimmen. Diese Missgunst ist immer wieder spürbar ...
    Auf der Messe habe ich so etwas auch schon beobachtet - schade finde ich es auch, dass selten ein ich-teile-mit-dir-Bedarf besteht, wenn man zB bei einem Treffen eine Geschenketasche abräumt, wo man keinen Coupon bekommen hat, weil man arbeiten war - aber es dann einem fett unter die Nase reiben "Gucke ma!" ... mag ich nicht - auch wenn ich dann es in mich reinfresse und denke "Ich hab auch so ein schönes Messeerlebnis gehabt" :)

    Von daher: Immer schön standhaft bleiben!
    Auch ich bekomme meist nur von meiner Stammkundschaft (4 Mädels) Kommentare und freu mich über jeden neuen Besuch :D
    Am Ende darf halt nur der Spaß und die Freude an der Sache nicht kaputt gehen ;)

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    1. So lange uns der Spaß bleibt, machen wir alles richtig! <3

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    2. So, geht das ja nicht, The Real Kaisu. Ich folge deinem Blog direkt mal. (Aber auch weil ich die aktuelle Rezi gut finde und die Heitz-Rezi nicht verpassen möchte.)

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    3. *Kaisu zuwink* ;)

      Also diese Geilheit auf Goodies habe ich auf der Buchmesse auch schon erlebt :D, ein bisschen Fremdschämen ruft das bei mir schon hervor, denn ob ich da nun eine Schneekugel oder ein Beutelchen bekomme oder nicht, so what. Ich bin da aber auch vom Genre her in der falschen Zielgruppe, diese groß angelegten Blogger-Aktionen mit Präsenten und dann posten alle mal fein das Buch und das Goodie auf Instagram, FB etc., das machen überwiegend Jugendbuchverlage oder große Häuser, die ein Jugendbuchprogramm haben, zumindest ist das mein Eindruck. Weil die PR halt die Jugendlichen über die sozialen Netzwerke erreichen soll. Bei Krimis und Thrillern wird da doch eher auf konventionelle Weise geworben, da flattert selten mal ein Messer oder ein Strick ins Haus. ;) Aber klar, so funktioniert halt Werbung und ob man da mitmachen darf oder möchte und ob das nun ein Ritterschlag ist oder nicht, Fluch oder Segen, das kann man bestimmt diskutieren. Über Aufmerksamkeit freut man sich als kleinerer Blog in jedem Fall, eben weil es ja eine Art Wertschätzung der ganzen Mühe ist. Ich habe aber schon den Eindruck, dass Verlage und Autoren es auch registrieren, wenn jemand "vernünftig seinen Job macht", das spricht sich dann irgendwann herum und man hat seinen eigene "Ruf", wenn man es so nennen mag. Wie Kaisu so schön meinte, standhaft bleiben, sein Ding durchziehen und den Spaß an der Freude nicht verlieren. Ich hatte mich im Frühsommer auch geärgert, als die große Debatte darum, wie ernst man uns kleine Kuschelblogger ;) denn nehmen kann, weite Kreise schlug und alle ihren Senf dazu gaben, wie denn nun ein Buchblogger schreiben müsste und was er kann und was er soll und nicht soll. Aber pffff, im Endeffekt ist mir das wurscht, die Freiheit, auf meinem Blog so zu arbeiten, wie ich das möchte, lasse ich mir nicht kaputtreden und den Spaß daran erst recht nicht. :D

      (jetzt muss ich den Kommentar aufteilen, weil ich wieder zu viel schreibe!! :D)

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    4. Und die Debatte um das Schnorren von Rezensionsexemplaren ist auch ein totgerittenes Pferd. Mir ging es anfangs wie Alex, ich dachte auch, dass es halt üblich sei, das Blogger Rezensionsexemplare beziehen und hatte dann auch mal eins angefragt, als mein Blog erst 2 Wochen alt war! :D Natürlich kam eine Absage! Sowas Blödes aber auch von mir, ist ja völlig klar, dass da nix kommt, wenn man bisher noch nichts geleistet hat. Heute fasse ich mir an die Stirn! Und als ich meinen Blog vorbereitet hatte und bei LovelyBooks mal im Forum fragte, wie das mit den Blogs eigentlich so funktioniert und wie das mit den Rezensionsexemplaren ist, wuah, da ging ein Sturm los, ich würde den Blog ja nur eröffnen, um kostenlose Bücher abzustauben, das ginge ja gar nicht, was ich mir denn denke etc etc. Ich war ganz schön baff, mir ging es ja gar nicht um kostenlose Bücher, ich gehe furchtbar gern und viel zu oft in den Buchladen und kaufe Bücher über Bücher, ich wollte eigentlich nur wissen, wie das funktioniert, also so rein technisch quasi, weil ich erstaunt war, dass auf fast allen Buchblogs, die ich damals gelesen hatte, unter den Rezensionen immer ein Dank für das Exemplar an den Verlag stand. Reine Neugier, aber sofort Leute, die wütend wurden, weil da noch jemand einen Blog nur wegen der Rezensionsexemplare eröffnet. Genau. o_O Mir ist das inzwischen völlig Banane, ich freue mich über ein Rezensionsexemplar, wenn es bedeutet, dass ich das Buch vor dem offiziellen Termin lesen kann und wenn so der Kontakt zum Verlag entsteht, das sind für mich Anreize, nicht, dass es umsonst ist. Kaufe ein Buch lieber selbst und unterstütze damit zum Beispiel die Verkaufszahlen eines Debütautoren. Sobald das Buch im Laden erhältlich ist, brauche ich kein Rezensionsexemplar, dann kann ich es mir ja selbst kaufen. Was ich, wie gesagt, mit dem größten Vergnügen mache, kann eh an keinem Buchladen vorbeigehen. Oder wenn ein Autor direkt auf einen zukommt, da nehme ich auch gern ein Rezensionsexemplar an, denn so knüpft man eben auch wieder neue Kontakte, aber auch hier steht für mich nicht das "Kostenlos"-Schild im Raum, sondern eben das "Netzwerken", wie man ja heute so schön sagt! ;) Also lange Rede, kurzer Sinn (jetzt habe ich wieder kein Ende gefunden, sorry fürs Zutexten!!), es ist doch eigentlich wie immer im Leben schön, wenn man Neid und Missgunst mal runterschraubt und nicht immer nur schaut, was der andere hat, sondern sich an dem erfreut, was man sich selbst erarbeitet hat und einfach mal zufrieden ist. :D *sülz* :D

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    5. Wobei, mal ehrlich.... Wenn ein Krimi-Verlag mal ein neues Messerset von WMF verschicken würde als Werbeaktion, hätte das schon Stil oder?
      Ich kann dir in vielen Dingen nur zustimmen. Ich bin auch der Meinung, dass man einem Blog nicht vorschreiben kann, wie er was genau zu tun und zu lassen hat. Mich ärgert es nur, wenn man echt merkt, dass sie sich eigentlich keine richtige Mühe geben und dann am besten noch missgünstig sind, weil sie selbst nicht beachtet werden.
      Die Netzwerke sind mir super wichtig! Ich liebe den Austausch mit Verlagen, Autoren und Bloggern! Das ist wirklich großartig und möchte ich nicht mehr missen :)
      Ich muss meinem Freund mal deinen Blog vorschlagen. Der ist von uns der Krimi/Thriller-Leser ^^

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  5. Hey~
    Dazu kann man eigentlich nur sagen: Amen, Schwester.
    Ich habe mich auch schon öfter gefragt, warum aus meiner Sicht qualitativ schlechtere Beiträge so viel mehr Klicks/Likes/whatever bekommen als ich, wo ich manchmal stundenlang an der Rhetorik meiner Beiträge feile xD Vielleicht gibt es nicht so viel anspruchsvolles Publikum? Nein, Spaß beiseite.
    Ich verstehe, was du meinst und ich sehe es genauso. Ich bin über das Subgenre Beauty-Blogs zur Zunft gekommen und da sieht es genauso aus. Wenn nicht noch schlimmer (ich sag nur Gratisproben und Testprodukte ...). Für Marketingzwecke zählt wahrscheinlich die Quantität am Ende im Netz doch mehr als die Qualität. Das ist schade, aber wohl ein Nebenprodukt unserer schnelllebigen Gesellschaft. Ich persönlich bevorzuge Qualität, aber mich fragt ja keiner, wie man so schön sagt.
    Ich verstehe auch nicht, wie manch einer die Arroganz haben kann zu erwarten, dass er etwas geschenkt kriegt. Gerade bei Indies/kleineren Verlagen, die sowieso schon zu knapsen haben. Ich bin nicht mal bei Autoren, die ich kenne, auf die Idee gekommen, nach einem Gratisexemplar zu fragen.
    Ich wünsche mir auch manchmal mehr Aufmerksamkeit, aber ich missgönne es auch niemandem, der mehr bekommt als ich. Irgendeinen Grund wird es schon haben. Und wenn mir bei einem anderen Blog etwas nicht gefällt, rege ich mich fünf Minuten still für mich darüber auf und besuche den Blog danach nicht mehr. Ich betreibe dann meine kleine, persönliche Psychohygiene (ja, das heißt wirklich so) indem ich jeden Kommentar bei mir zelebriere, mir jedes Profil auf Instagram angucke, das zu mir findet und eins meiner Fotos liked, und jedes Mal in freudiges Kreischen ausbreche, weil einer meiner Tweets auf der Startseite von Zombies, Run! steht (OMG! Ich fühle mich so berühmt! xD) oder vor Freude im Kreis springe, weil mir einer meiner angehimmelten Celebrities auf einen Tweet geantwortet hat.
    Und für alle, die sich fragen, warum nur die anderen Kuchen bekommen: Wenn ihr bei mir in der Nähe wohnt und mal Lust auf einen Real-Life-Lesezirkel hättet, ich kann ganz passabel backen :D

    Aly <3

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    1. Dazu kann ich auch nur Amen sagen! Wahr gesprochen.
      Wo wohnst du denn? Ein Lesezirkel wäre cool.
      Und her mit deinem Instagramaccount! Ich liiiiiebe Instagram! :)

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    2. Ich wohne in Leipzig und bin auf Instagram auch unter Alyceen zu finden :D

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  6. "Oder zählen am Ende doch nur die Klicks?" Bei manchen Verlagen bestimmt. Oder es ist eben plötzlich nicht mehr so wichtig, dass jemand nur Fünfzeiler schreibt, solange es genügend Besucher gibt.* Aber ich freue mich, dass ich hier in den Kommentaren schon lesen konnte, dass es auch andere Erfahrungen gab.

    * Und bestimmt gibt es Leser, die viel lieber Kurztipps lesen. Ich schreibe relativ lange Rezensionen und kann mir vorstellen, dass nicht jeder die wirklich komplett lesen will.

    Mein Blog existiert erst seit ca. 1,5 Monaten und ich habe noch kein Rezensionsexemplar angefragt. Allerdings brauche ich das auch nicht unbedingt und denke, falls ich das irgendwann machen werde, dann so wie du: nur bei ganz dringenden Büchern. Ansonsten bin ich seit längerer Zeit in einem Leserunden-Forum angemeldet und da werden auch Freiexemplare verteilt, also bin ich sowieso "versorgt". (Neben meinem SuB, den ich ja sowieso noch habe. ^^) Der Loewe-Verlag hat dort übrigens letztens erst eine Vorab-Leserunde veranstaltet und ordentlich Bücher verteilt, hauptsächlich sogar an Leser ohne Blog. Vielleicht sind sie doch nicht so streng? Obwohl ich auch schon aus anderen Erzählungen gehört habe, dass man sogar 500 Leser benötigt.

    So ganz ist unser Ruf noch nicht kaputt, denke ich. Es ist schade, dass der Ruf etwas angekratzt sein könnte, aber wir sollten einfach genau so weitermachen, wie es uns gefällt. Es wird auf jeden Fall bemerkt werden, wenn man sich Mühe gibt. Und so was hat am Ende hoffentlich mehr Einfluss als ein möglicher schlechter Eindruck durch schwarze Schafe.

    LG Cindy

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  7. Wahre und ehrliche Worte, die du da geschrieben hast. Ich frage mich nur gerade, ob sich da mit der Zeit etwas angestaut hat oder ob es mal wieder einen dieser Blogger"skandale" gab/gibt, der an mir vorbei gegangen ist!? Kriege sowas meist erst mit, wenn schon alles wieder abflaut ... was vielleicht auch besser so ist.
    Ansonsten kann ich dir einfach nur zustimmen. Denn ähnliches habe ich mir auch schon das ein oder andere mal überlegt. Aber meistens schiebe ich diese Gedanken dann doch recht schnell zur Seite, denn ich möchte mir nicht durch so etwas mein Hobby vermiesen lassen.
    Ich selbst zähle quantitativ definitiv zu den kleinen Blogs, gerade was "aktive" Follower angeht. Aber für mich ist das okay so. So kann ich mich wenigstens auch nach fast 2 Jahren bloggen noch über jeden Kommentar und andere "Kleinigkeiten" freuen ;)
    Klar, gibt es auch Momente, in denen man sich mal mehr Aufmerksamkeit wünscht. Aber da wären wir dann auch ein bisschen bei der Qualität ... denn darüber entscheidet jeder für sich und da möchte und kann ich nicht beurteilen, wie mein Blog/meine Posts auf andere wirken. Das einzige, was ich sicher sagen kann, ist, dass ich mir für jeden Post die größte Mühe gebe, die in dem Moment eben möglich ist. Ob das beim Leser dann auch rüber kommt ... das muss einfach jeder für sich entscheiden. Ebenso wie, was ihm/ihr wichtig ist.
    Und was Rezi-Exemplare angeht: Klar freut man sich darüber, wenn man mal eines bekommt. Und ja, ich nutze auch das Bloggerportal von Random House, freue mich über gelegentliche Zusagen, habe aber auch mit Absagen kein Problem. Aber darum betteln eines zu bekommen? Also soweit würde ich mich nicht herablassen. Bei manchen Rezis, die nur aus 2-3 Sätzen bestehen und wo ich dann den Vermerk eines Dankeschöns fürs Rezi-Exemplar lese, schüttle ich dann nur den Kopf und kann den Blogger nicht mehr ernst nehmen. Genauso ist es aber auch, wenn Leseexemplare grundsätzlich die volle Punktzahl bekommen. Ob unbegründetes Lob bei den folgenden Anfragen besser ankommt als Ehrlichkeit? Ich weiß es nicht...
    Und ehe ich nun doch noch anfange, mich reinzusteigern, beende ich den Kommentar lieber ;D
    LG, Steffi

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    1. Viele wahre Worte Steffi!
      Ich nutze Das Randomhouse Portal auch und finde es großartig. Bei mir ist es auch ein Pokerspiel, wo ich Zusagen kriege und wo nicht. Am Anfang hat cbt viel abgelehnt. Aber das ist okay, damit stürze ich mich nicht in Unglück.
      Ich habe gerade noch etwas auf deinem Blog gestöbert und finde ihn so hübsch, da musste ich direkt Follower werden :) Muss mir eh mal angewöhnen, mehr zu kommentieren. Meistens lese ich nur fix auf der Arbeit die interessanten Beiträge und vergesse dann zu kommentieren, weil was dazwischen kommt :D
      Liebe Grüße!

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    2. Und nein, es war mehr so eine "steter Tropfen hölt den Stein"-Sache und ein letzter Zwischenfall, der dann das Fass zum überlaufen brachte. ^^

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    3. Auch damit sprichst du wahre Worte ... denn Kommentare müsste ich auch viel häufiger hinterlassen. Da ich aber auch häufig vom Handy aus lese, kenne ich dein Problem in etwa .. denn da ist es echt ein Elend einen Kommentar zu schreiben und zu Hause am Rechner denke ich dann nicht mehr dran.
      Und natürlich freue ich mich, dich bei mir begrüßen zu dürfen ;)

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  8. Halloi :)

    Über deine Facebook-Seite habe ich deinen heutigen Beitrag entdeckt. Ich habe selbst auch eher einen Mini-Blog. Ich drehe noch immer durch, wenn ein Verlag an mich denkt, wenn die Buchmesse mich als "Fachbesucher" ansieht *hehe* oder liebe Worte von Lesern oder auch Autoren bei mir ankommen...
    Leider war ein gewisser "Neid" in letzter Zeit immer häufiger in Kommentaren zu finden..und leider glaube ich erreicht dein Post nicht die, die du wachrütteln möchtest :/ (die sind meistens von der Gattung "beratungsresistent" ^^)...

    Und auch Somaya hat wieder das angesprochen, was ich jetzt auf meine tägliche Agenda nehmen werde...kommentieren und nicht nur lesen...(also heute: erledigt ^^)

    ich habe deinen Beitrag wirklich mit Interesse gelesen und bestärkt mich darin, dass ich gerne bei dir mitlese :)

    Herzliche Grüße
    Eva von Astis Hexenwerk

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    1. Danke für die lieben Worte! Da muss ich mich doch mal direkt auf deinem "Mini-Blog" mal umsehen ;)
      Und ja, sie sind wahrscheinlich sehr beratungsresistent, aber es tut gut, sich alles von der Seele zu schreiben ^^

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    2. Ich komme auch direkt mal gucken.

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  9. Hallo :)
    Ich habe zwar selbst keinen Blog kann aber deinen Ärger verstehen. Mir wurde es sicherlich genauso gehen. Aber ich fürchte sowas wird es immer geben, das fing ja schon damals in der Schul an als man brav seine Hausaufgaben gemacht hat und dann jemand der nur faul war und irgendwo abgeschrieben hat, bekommt das Lob, auf Messen klauen einem die Leute schon die Kugelschreiber aus der Hand (wirklich so passiert). Weil viele Menschen gierig sind, immer gern was nehmen aber kaum zu geben bereit sind.

    Ich könnte Grade noch sehr, sehr viele Beispiele nennen aber da mein smartphone wieder gegen mich arbeitet belasse ich es bei den zwei Beispielen.

    Ich hoffe autokorekktur hat einen guten Text hinterlassen :D

    Liebe grüße und mach weiter so, es scheint mir als würde es dir Spaß machen :)
    Und das ist ja schon mal das wichtigste ;)

    LG
    Jule

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    1. Ja, auch den Messen werden auch sanfte kleine Blogger zu echten Furien. Hauptsache die besonderen Goodies abstauben. Ich warte ja immer darauf, dass sie anfangen mit Kratzen und Beißen. ^^

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  10. Ein interessanter Beitrag. Ich bin selbst keine Bloggerin - deshalb kenne ich mich da nicht so gut aus, aber zumindest eine zu große Abhängigkeit von Verlagen finde ich schon bedenklich. Da könnte ja auch immer der Eindruck entstehen, dass positive Rezensionen nur geschrieben werden, um weitere Bücher von dem jeweiligen Verlag zu erhalten. Da finde ich es besser, wenn man sich nicht zu sehr abhängig davon macht. Und es gibt noch andere Möglichkeiten, Bücher zu lesen und sie zu rezensieren, ohne viel Geld dafür auszugeben: Ich kenne Blogger, die einige der Bücher, die sie rezensieren, in Bibliotheken ausleihen. Und wenn ich so etwas weiß, dann habe ich einfach mehr Vertrauen zu ihren Rezensionen...

    Viele liebe Grüße
    Katja

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    1. Die Diskussion mit den positiven Rezensionen ist auch nicht neu. Das bei manchen Blogs positive Bewertungen käuflich sein, ist nichts neues. Leider.
      Und nein, aus eigener Erfahrung. Verlage schicken einem auch nach einer schlechten Rezi noch Leseexemplare ^^

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  11. Ich seh das genauso wie du! Kleiner Blog bedeutet nicht gleich schlecht. Ich würde allerdings nicht so weit gehen und andere Blogger als schlecht zu bezeichnen. Jeder hat einen anderen Stil zu schreiben. Aber ich versteh, dass du dich darüber ärgerst, denn ob sie wirklich sich Mühe gegeben haben, ist eine andere Frage. Das Thema Rezensionsexemplar habe ich auf meinem Blog ebenfalls aufgegriffen. Es gibt genug Leute, die sich darüber beschweren wieso wir Blogger Rezensionsexemplare erhalten, dabei ist das für den Verlag sowie für uns notwendig. Eigentlich bloggen wir ja auch nur, weil es uns Spaß macht.

    Trotz deinem Ärger wünsch ich dir einen schönen Tag.
    Liebste Grüße
    Sara ❤️

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    1. Es bedenkt ja auch irgendwie niemand, dass die Rezensionsexemplare nur einen Bruchteil unserer Sammlungen ausmachen. Also ich kaufe im Monat immer noch mehr als genug Bücher ^^

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  12. Hallo!

    Ich blogge jetzt seit etwas über zwei Jahren und nähere mich langsam der 100 Followermarke.
    Das ich diese Woche 3 neue bekommen habe, lässt mich fast hysterisch durch die Wohnung hüpfen und ich überlege, ob ich diesen Erfolg heute mit Eis feiere.

    Ja, ich bekomme auch Rezi-Expemplare von einem großen Deutschen Portal.
    Dieses Jahr habe ich ganze sechs Stück angefordert.
    Den Rest kaufe ich mir, tausche ich, oder lese ich über Skoobe.

    Auf FB bin ich in einigen Bücher/Bloggergruppen und das ist die meiste Zeit auch ganz nett. Nur manchmal denke ich "Hö? Wie bitte" wenn ich Kommentare lese wie:

    "Ich habe seit Montag jetzt auch mal einen Bücherblog, wo und wie bekomme ich Kontakt zu verlagen."

    Das klingt für mich immer etwas danach, als wäre eine blogspot Seite so etwas wie die goldene Eintrittskarte in die mystische Welt, wo es jeden Tagen Geschenke für Alle gibt :D

    Bis ich mich überhaupt getraut habe, einen Verlag oder einen Autor zu fragen, hat das über ein Jahr gedauert. Ein Jahr, wo ich viel übers bloggen, Artikelschreiben, Programierung und Vernetzung gelernt habe.

    Was mir, und da bin ich ganz ehrlich, sauer aufstößt, ist wenn ich Sachen lese wie: "Ich hab mal den Schuber von XY" angefragt.
    Da hört irgendwie mein Verständnis und der Spaß wirklich auf. Schuber sind für mich ein exquisites, exklusives Extra, das Verlage für Fans machen, die einfach was Tolles im Regal wollen. Das selbe gilt für Schmuck/Sonder/Extra-Editionen. Ich würde mich nie im Leben trauen so etwas anzufragen.
    Bei solchen Posts sitze ich wirklich kopfschüttelnd vor dem Rechner und kann die Welt nicht mehr verstehen :)

    Ich kann die Verlage verstehen, dass sie Geschenke und Bücher an große Blogs verschicken. Schließlich gehört das zum Marketing dazu. Die Rechnung ist ganz einfach: je mehr Leute dir folgen, umso mehr Leute sehen das Produkt XY, werden darauf aufmerksam und kaufen es vielleicht.

    Das auch kleine Blogs wie ich von den Verlagen Bücher bekommen, ist toll.
    Aber ich erwarte da keine großen Geschenke. Dass sie mir ein Buch überlassen ist schon nett genug :)

    Das sind wie gesagt nur meine Eindrücke zu der Sache
    lg
    Nadine

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  13. Hallo Mendea,

    ich kann deine Gedanken total nachvollziehen, obwohl diese Diskussionen immer etwas an mir vorbeiziehen.
    Dieses extreme Schnorren ist mir letztes Jahr auf der Leipziger Buchmesse auch beim LovelyBooks-Bloggertreffen aufgefallen. Da standen auf der Seite die Goodie-Bags und nachdem der offizielle Teil vorbei war, ist die gesamte Meute los gestürmt. Ich saß einfach nur fassungslos da. Die haben sich fast sogar gezofft wegen Gratis-Sachen. Danach war der Saal so gut wie leer und nur mehr wenige Leute waren da. Das war für mich echt traurig mitanzusehen, vor allem weil sich LovelyBooks so viel Mühe gemacht hat und dann sowas.

    Zu dem Thema Rezensionsexemplare kann ich gar nicht so viel sagen. Ich habe vor zwei Jahren mal zwei angefragt, aber überhaupt keine Rückmeldung bekommen. Seit dem habe ich es auch nicht mehr probiert.

    Mein Blog ist immer noch ziemlich klein. Das liegt auch sicher daran, dass ich jetzt für ein Jahr Pause gemacht habe und erst wieder vor drei Wochen angefangen habe. Seitdem habe ich so gut wie keine Resonanz bekommen, dass überhaupt noch Leser da sind ;-) Aber das kommt schon wieder.
    Ich gehöre auch eindeutig zu der Kategorie der Blogger, die sich über jeden Kommentar oder über jeden Follower wie verrückt freuen. Denn schließlich bloggen wir doch nicht nur für uns selbst, sondern wollen ja auch etwas Resonanz bekommen.

    Ich finde es sehr schade, zu hören, dass es solche schwarzen Schafe in der Bloggerszene gibt, aber da es schon so eine große Masse an Blogs gibt, war das wohl vorhersehbar, oder?
    Dass der Ruf von Buchbloggern recht schlecht ist, habe ich persönlich jetzt noch nicht mitbekommen, aber ich wäre sehr enttäuscht, wenn alle so denken.

    Liebe Grüße
    Lyiane

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    1. Ich glaube, unser Ruf ist noch nicht komplett zerstört, aber er kriegt halt durch solche schwarzen Schafe immer einen Riss. Ich weiß schon, warum ich bei Buchmessen immer skeptisch bin.
      Hab direkt mal bei dir vorbei geschaut und bin als Follower da geblieben, da wir einen ähnlichen Geschmack haben :)
      Liebe Grüße!

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  14. Ein schöner Text!

    Ich muss zugeben, ich war mit meinem Blog selbst sehr lange jetzt inaktiv, mir fehlte halt einfach die Zeit und schon echt die Lust dazu, meine Zeit darin zu investieren. Dementsprechend klein ist mein Blog auch, aber ich freue mich trotzdem über jeden, der trotzdem den Weg dorthin findet und vielleicht auch mal einen Kommentar hinterlässt, was ja aber heute auch nicht mehr allzu viele sind.

    Dass man bei solchen Verlagsaktionen mal denkt "Das hätte ich auch gerne mal", ist, denke ich, zumindest wenn man ein kleinerer Blog ist, ganz normal, aber deswegen kann man es ja anderen trotzdem gönnen.
    Und das Geschnorre auf den Messen finde ich sowieso ätzend. Gescheige diejenigen, die direkt klauen und einfach was einstecken.
    Klar, wenn fa Flyer, Buttons etc. rumliegen, die man mitnehmen kann, gern! Aber muss man bei jedem Verlag stehen bleiben und dann direkt nachfragen, ob man Buch XY haben kann, man sei ja schließlich Blogger? Als wäre das schon der Status um das Recht auf ein RE zu haben. Tss. Schrecklich.

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  15. Hallo Mendea,

    aus der Gesprächsrunde auf dem Blog von Aleshanee heraus bin ich hierher gehüpft
    und habe deine Gedanken sowie die dadurch entstanden Kommentare gelesen.
    Da ich vermeiden mag, bisherher aufgegriffene Situationen oder Beispiele zu wiederholen,
    bestätige ich diese nur kurz und knapp mit ähnlich "erlebt/beobachtet/wahrgenommen".

    Für mich bedeuten Bücher Leidenschaft. Sie sind mein ganz persönlicher Luxus, um dem aufreibenden
    Alltag zu entkommen, ohne einen Koffer packen und unzählige Kilometer fahren zu müssen.
    Bücher bewegen, regen auf, fordern heraus, berühren; sie erinnern uns, lassen uns träumen, entlocken uns ein WOW oder manchmal auch ein "muss man nicht gelesen haben".
    Diese Leidenschaft verbindet uns Leser...oder sollte es zumindest.
    Jedoch vermisse ich diese zu oft bei den, wie du sie so schön bezeichnet hast, schwarzen Schafen.
    Rezension wirken wie nebenbei abgearbeitet oder für die Verlage geschrieben, Kommentare dazu werden selten bis gar nicht kommentiert, alles ist auf Aufmerksamkeit ausgelegt und lässt sich am besten in
    in Follower-Zahlen festhalten. Und was fehlt ? Die persönliche Note. Etwas was mich anspricht, mit dem ich gern etwas mehr Zeit verbringen mag.

    Deinen Absatz, den du mit "was ich nicht akzeptieren kann..." einleitest, kann ich absolut verstehen und deinen "Unmut" wenn nicht sogar deine "Wut" darüber nachvollziehen.
    Vor gut einem Jahr hatte ich einen ähnlichen Post, der mein Unbehagen gegenüber Quantität besser als Qualität aufgegriffen hat.
    Blogger - Rezensionsexemplare/Goodies - Verlage -> Bei dieser Konstellation geht es hauptsächlich um eine Win-Win-Aktion.

    Wo bleiben also diejenigen, deren Blog oder eben Followerzahl eher klein ist ?
    Untereinander !!! Bücher werden noch mit Leidenschaft gelesen und rezensiert.
    Unsere Gedanken/Gefühle zu einem Buch werden wirklich gelesen. Es wird noch über die Bücher diskutiert. Man unterstützt sich gegenseitig. Die Bücher stehen dann im Mittelpunkt.
    Und dabei sollte es keine Rolle spielen, ob es sich um gekaufte, geschenkte, ertauschte,
    ausgeliehene oder eben Rezensionsexemplare handelt.

    Liebe Grüße,
    Hibi

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  16. Gut geschrieben!! Ich stimme Dir da voll zu. Ich glaub, dazu brauche ich auch nicht viel zu sagen. Ich jedenfalls freue mich auch über Reziexemplare, aber für mich ist es kein Muss. Ich freue mich auch, das ich zur Buchmesse darf und da viele neue Bücher finde. Deswegen brauche ich aber kein Reziexemplar. Jedenfalls nicht mit "aller Gewalt". Genauso freue ich mich über Lesezeichen, Gummibärchen oder sonstige kleine Aufmerksamkeiten. Oder einfach nur über das nette Gespräch mit den Leuten vom Stand. Und wenn ich dazu noch ein Foto bekomme, was gibt es schöneres.
    Jetzt kommt ja bald die Frankfurter Buchmesse und ich gehe dahin, um neue Eindrücke zu bekommen, Blogger/innen zu treffen und einfach Spaß zu haben. Vielleicht sehen wir uns ja da?
    Ganz liebe Grüße
    Anja vom kleinen Bücherzimmer

    P.S. ich muss das hier mal in Ruhe lesen, denn hier ist ja eine ganz schöne Diskussion entstanden :-)

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