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Samstag, 20. Juni 2015

Probleme einer Braut #1: Wenn nicht jetzt, wann dann?

Huch, denken wohl einige bei dem Titel.
Hochzeitsglocken in der Villa!
Ich weiß, dass das Thema ganz und gar nicht buchig ist, aber ihr glaubt ja gar nicht, über was man sich plötzlich alles Gedanken machen muss. Wir hatten schon so viele Ideen, die gedreht, gewendet und verworfen wurden und überall lauert ein Haken, ein Fettnäpfchen oder das Pech. Das meiste davon kann ich (noch!) mit Humor nehmen. Immerhin ist noch ganz viel Zeit.
Trotzdem möchte ich euch hier mal von den größeren und kleineren Unglücken berichten. Damit habt ihr was zum Schmunzeln und ich kann mich vielleicht mit der ein oder anderen zukünftigen / ehemaligen Braut austauschen.

Im Februar machte mein Freund mir überraschend einen Heiratsantrag, den ich (heulend und quietschend) angenommen habe. Relativ schnell war uns klar, dass wir das ganze recht entspannt angehen möchten. Wir wollen in Ruhe planen, Geld dafür sparen, alles genau durchgehen, damit es unser – naja, in Wahrheit wohl eher mein – perfekter Tag wird. Deswegen war uns schnell klar: wir heiraten erst nächstes Jahr gegen Sommer, wenn wir die Chance auf gutes Wetter haben.
Tja, und das war es dann auch schon mit entspannt. Denn alles steht und fällt mit dem Termin. Locationsuche, Karten drucken und vieles mehr ist nicht möglich, wenn man nicht weiß, wann es überhaupt so weit sein soll.

Also habe ich Fuchs mal in unserem Standesamt angerufen.
An dieser Stelle sollte ich wohl mal erwähnen, dass ich nicht in den Räumlichkeiten unseres Standesamtes heiraten möchte, sondern in einer der vielen Locations, die es in unserer Stadt gibt und das Standesamt zur Verfügung stellt. Da wären z.B. die Schlösser, eine Loge in einem Museum und sogar eine alte Schule. Mein Highlight und wofür ich sofort schwärmte, war ein altes Arbeitszimmer (inklusive Bibliothek) in einer Villa von Karl Ernst Osthaus. Problem an der Sache? Es passen nur 30 Leute während der Trauung rein.
Schon nach ersten Hochrechnungen ohne eine feste Gästeliste, war uns klar, dass das nicht passt. Und man kann ja schlecht den Rest draußen stehen lassen. Also weiter geschaut und siehe da! Alle spannenden Locations waren zu klein. Klar!
Da blieben uns quasi nur die Schlösser und ein altes umgebautes Schwimmbad (Echt jetzt? Wer bitte heiratet in einem Schwimmbad?).
Also machte ich mich im Netz schlau, wie das mit den Terminen im Schloss funktioniert. Der nächste Knaller! Das Standesamt gibt Termine für die Locations vor und davon darf man sich dann einen Aussuchen – wenn man Glück hat und nicht jemand anderes schneller war, versteht sich. Hinzu kommt, dass die Termine für 2016 erst im Oktober 2015 online gestellt werden.
Das heißt für mich, dass ich ab Ende September jeden Tag auf der Seite schauen darf, ob die Termine schon stehen und so bald sie online sind, da anrufen muss, um einen zu reservieren – und dabei beten, dass nicht 100 Paare die selbe Idee haben. Es lebe die deutsche Bürokratie!
Gut, wenn ich ehrlich bin, dann sehe ich der Sache noch recht entspannt entgegen. Wenn wir uns direkt als erstes bewerben, werden wir ja nen schönen Termin kriegen. Und Oktober reicht ja auch völlig, wenn man erst nächstes Jahr im Sommer heiraten will. Schlimm ist nur die ewige Fragerei von Verwandten und Bekannten, ob wir denn jetzt endlich schon nen Termin hätten. Ist ja nicht so, dass ich das schon jedem x-mal erklärt habe.

Also, liebe Sippschaft und liebe Freunde da draußen:
Nein, wir haben noch keinen Termin. Den machen wir erst im Oktober! Und wenn ihr bis November noch nichts von uns gehört habt, dann seid ihr entweder nicht eingeladen oder wir sind durchgebrannt!

Kommentare:

  1. Huhu,

    Ja das leidige Thema mit den Terminen... Der Zeitpunkt des Antrages meines Freundes kam im März und wir wollten gerne noch vor der Geburt unseres Kindes im November heiraten. Da ich ja als Braut auch noch was davon haben wollte, hieß es dann nicht zu spät einen Termin finden.
    Hinzukommend bekomme ich zur Zeit Bafög und den Anspruch würde ich durch eine Hochzeit verlieren, da fast 700 € viel Geld sind, durfte der Termin also auch nicht zu spät sein. Und dann das schlimmste: es heiraten auch noch andere Paare 😊
    Schlussendlich war die größte Herausforderung Location, Trauredner und Standesamt unter einen Hut zu bringen. Das war schlussendlich nur mit einem Kompromiss möglich! Wir heiraten nun am 11. September. Ein Datum das ich zu Beginn der Planung auf gar keinen Fall wollte, aber schlussendlich das einzige an dem ich fast alle meine Wünsche erfüllt bekomme....

    Das nächste "Problem" sind nun die Trauringe... Aber gut, irgendwas ist immer ☺️

    Euch alles Gute und nicht so viel Stress in der Planung ❤️

    Liebe Grüße
    Julia

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    1. Huhu Julia,
      der 11. September hätte mich wohl auch erst zögern lassen. Aber am Ende ist es ja auch nur ein Datum, dass nichts für seine Geschichte kann. Ich bin mal gespannt, was am Ende bei uns raus kommt. Wir hatten aus Spaß mal gesagt, wir nehmen nen Freitag, den 13. Da haben mir meine Eltern abgeraten, denn die haben an einem Freitag, den 13 geheiratet und sich nach 20 Jahren scheiden lassen. Zum Glück ist mir das Datum nicht so wichtig. Einige rasten ja echt aus, weil sie an Schnappszahlen heiraten wollen oder so.

      Die Trauringe werden auch noch ein Problem... Aber da wir es beide recht schlicht mögen, sollte sich da was finden lassen. Die kommen dann aber erst Anfang nächstes Jahr ;)
      Ich wünsch euch auch alles Gute und viel Spaß bei der Planung. Bei euch ist es ja nicht mehr so lang.

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    2. Also ich finde Freitag den 13. ziemlich cool. Und lass dich von der Geschichte deiner Eltern nicht abschrecken. Meine Großeltern haben an einem standesamtlich geheiratet und nun ist auch ihre Goldene Hochzeit bereits einige Jahre her. So schlecht kann das Datum also nicht sein ;)

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  2. Huhu,

    mensch das klingt ja alles turbulent bei dir. Ich erinnere mich aber noch, wie das bei uns damals war und ja verdammt, man muss an so viel denken und so viel vorbereiten. Zumindest das mit dem Standesamt war bei uns nicht so wichtig, das wurde da bei denen vor Ort gemacht, da wir den Fokus auf die kirchliche Trauung gelegt hatten und da in die Heimatkirche gegangen sind, wo nicht so viel Andrang bei Hochzeiten ist. ;) Dementsprechend war an einem Vormittag Standesamt, nur mit den Trauzeugen und am nächsten Tag dann kirchliche Trauung mit allen und diesen Moment möchte ich nicht mehr missen. Diesen September sind es dann schon zwei Jahre - unglaublich wie die Zeit vergeht. Genieß den Tag in vollen Zügen - er vergeht viel zu schnell!

    Liebe Grüße und alles Gute,
    Anna

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    1. Hallo Anna!
      Wir heiraten nur standesamtlich, da ich meinen Freund nicht in eine Kirche kriege :D Ich glaube, der würde auf der Schwelle schreiend zusammen brechen ^^ Nein, er hält nichts von der Kirche und ist Atheist. Da will ich ihm das nicht zumuten müssen und wir machen stattdessen eine große Standesamtliche Trauung. Deswegen auch der besondere Ort. :)

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    2. Ja das habe ich mir fast gedacht und ich glaube, wenn man standesamtlich einen extra Ort und Termin auswählt, ist es ebenso schön.

      Unser Standesamt-Termin war während der Öffnungszeiten sozusagen und da wurde im 30-Minuten-Takt getraut, was ich echt blöd fand, aber dafür umso glücklicher war, dass wir den Fokus nicht darauf gelegt hatten. :)

      Ganz viel Spaß und Freude und viel Glück euch beiden. :)

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