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Samstag, 7. März 2015

Film - "Stonehearst Asylum" von Brad Anderson





Titel: Stonehearst Asylum - Diese Mauern wirst du nicht verlassen
Schauspieler: Kate Beckingsale, Jim Sturgess, Ben Kingsley, Michael Caine
Genre: Psychothriller
Regiseur: Brad Anderson
Länge: 112 Minuten
Preis: 14,99€ Blue Ray
FSK: 16
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Am Weihnachtsabend 1899 erreicht Edward Newgate (Jim Sturgess) die Tore der Irrenanstalt Stonehearst. Der junge und unerfahrene Psychologe sucht nach seiner ersten Anstellung, um endlich auch praktische Erfahrung sammeln zu können. Er wird mit offenen Armen von Anstaltsleiter Dr. Lamb (Ben Kingsley) empfangen, der dem angehenden Arzt die Räumlichkeiten und Methoden seiner Arbeit zeigt. Unter den Patienten befindet sich auch Eliza Graves (Kate Beckinsale), die von Anfang an eine geheimnisvolle Anziehung auf Edward ausübt. Anders als üblich werden die Insassen hier nicht betäubt oder gefesselt, sondern können sich frei entfalten und ihren Wahnsinn ausleben. Doch als Edward verdächtigen Geräuschen in die dunklen Keller des Gebäudes folgt, entdeckt er einen eingesperrten Mann, der behauptet Dr. Salt (Michael Caine), der eigentliche Leiter der Einrichtung, zu sein...

Quelle: filmstarts.de
Ich wurde durch die DVD Kritik von Sat1 Frühstücksfernsehen auf diesen Film aufmerksam. Vorher hatte ich echt noch nichts davon gehört und das obwohl namenhafte Schauspieler dabei sind. Da war es klar, das der Film eilig bei uns einziehen musste.

Der junge Nervenarzt Edward Newgate reist in die abgelegene Irrenanstalt Stonehearst, um dort praktische Erfahrungen zu sammeln. Doch was ihn dort erwartet, überrascht ihn sehr. Unter der Leitung von Dr. Lamp führen die Patienten ein relativ freies Leben, anstatt eingesperrt und betäubt zu werden. So wird ein Graf, der sich für ein Pferd hält jeden Tag gestriegelt und lebt in einem Zimmer voller Strohballen. Und die hübsch Hysterikerin Eliza wird mit Hilfe von Musik therapiert. Newgate findet die neuen Behandlungsmethoden spannend, doch als er nachts durch das Gebäude irrt, stößt er im Keller auf Gefangene. Sie behaupten, das eigentliche Personal der Anstalt zu sein und flehen Newgate an, ihnen zu helfen. Lamp ist mehr als er vorgibt zu sein, aber vor allem gefährlich.

Die Story beruht auf der Kurzgeschichte The System of Doctor Tarr and Professor Fether von Edgar Allan Poe. Da ich Einflüsse von Poe und Lovecraft immer sehr spannend finde, weckte der Film direkt meine Aufmerksamkeit. Zum Einstieg bekommt der Zuschauer in einer Oxford Vorlesung eine Definition von Hysterie, was auch direkt an Kate Beckingsale demonstriert wird. Es verschaft einen direkt einen Eindruck über die Behandlungsmethoden zur Jahrhundertwende. Die Geschichte ist spannend, düster, aber in meinen Augen nicht FSK 16. Also ich hatte irgendwie mehr erwartet. Ich dachte, der Film sei krasser, makabrer. Das heißt nicht, dass der Film deswegen schlecht ist, aber ich hatte halt irgendwie mehr Schockmomente erwartet, die einfach nicht da waren.

Die Schauspieler sind zum Großteil bekannte Namen. Kate Beckingsale liebe ich seit Underworld. Ich finde sie sehr hübsch und eine gute Schauspielerin und hier darf sie mal ganz anders als Selene sein. Jim Sturgess war mir noch nicht so präsent, aber ich fand ihn direkt sympathisch. Über Ben Kingsley und Michael Caine muss man nicht viele Worte verlieren, denn sie sind einfach großartige Schauspieler.
Dank dieser Besetzung werden die Charaktere hervorrangend ausgefüllt. Newgate ist einem direkt sympathisch. Dr. Lamp ist eine faszinierende Rolle, bei der man nur nach und nach merkt, dass etwas nicht stimmt. Aber auch die Nebenrollen, also die anderen Patienten, sind einfach super und entwickeln sich zu charmanten Sidekicks. Das "Pferd" z.B. taucht sehr oft auf und lässt einen schmunzeln.

Die Stimmung ist sehr "poesk". Alles ist recht düster gehalten und erinnert an eine sehr dunkle Gaslichtromantik. Hinzu kommt die Spur Skurrilität, die Poe immer hat. Wie schon erwähnt, gibt es kaum Schockmomente. Wenn überhaupt, dann jagen einem die Behandlungsmethoden und die finsteren Bilder aus dem Anstaltsalltag mal einen Schauer über den Rücken. Gegruselt habe ich mich zumindest nicht, aber trotzdem war es spannend, den Film zu verfolgen.

"Stonehearst Asylum" ist ein Film für Freunde von den Texten von Poe. Leute, die diese Art der Stimmung mögen und auch ein Fan des Skurrilen sind, werden gut unterhalten. Es ist kein Horrorschocker und auch kein Blogbusterkino, aber eine spannende Geschichte mit düsteren, schönen Bildern aus der Jahrhundertwende. Die tollen Schauspieler runden alles noch ab und machen "Stonehearst Asylum" zu einer Empfehlung für einen gemütlichen Videoabend.

4 von 5 Skulls!

Kommentare:

  1. Klingt auf jeden Fall interessant. Der Trailer ist auch gut. Aber ich grusele mich viel zu schnell :D

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