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Montag, 2. März 2015

Film - "Dracula Untold" von Gary Shore





Titel: Dracula Untold
Schauspieler: Luke Evans, Dominic Cooper, Sarah Gadon, Charles Dance
Genre: Historisches Fantasy
Regisseur: Gary Shore
Dauer: 92 Minuten
Preis: 9,97 € DVD, 11,97€ BlueRay
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Die Türken unter Führung des Sultans Mehmed wollen in Transsylvanien Kinder für ihre Armee rekrutieren, um ganz Europa in ihre Gewalt zu bringen. Graf Vlad, der einst für die Osmanen als Kindersoldat kämpfen musste und sich als "Pfähler" einen Namen machte, verweigert dem Despoten den Gehorsam. Um seine Untertanen sowie Frau und Sohn vor dem Zorn des Despoten zu schützen, begibt er sich ins Reißzahngebirge und geht dort mit einem mysteriösen Ungeheuer einen unheiligen Pakt ein, der ihn zum unsterblichen Monster macht.

Quelle: Amazon


Der Dracula-Mythos ist wohl die Legende schlecht hin. Seit der Entstehung des Romans ist der transsilvanische Herrscher das Sinnbild von einem Vampir und hat sich in unsere Köpfe eingebrannt. Viele Versuchten sich an der Geschichte – ein paar mehr schlecht als recht, ein paar gelingt es ganz gut. Der Einfluss dieser Figur in Film, Literatur und Kunst ist wohl unbestritten.
Da ich selbst ein großer Fan des v.T. (vor Twilight) Vampirs bin, war dieser Film für mich ein Muss. Ich habe ihn damals schon im Kino gesehen. Keine Ahnung, warum ich da keine Kritik schrieb. Jetzt ist der Film auf DVD und Blue Ray im Handel.

Der transsilvanische Fürst Vlad ist als Kind durch die Hölle gegangen. Als Kindersoldat musste er für den Sultan des Osmanischen Reichs kämpfen und machte sich einen Namen als „Pfähler“. Jahre später kehrt er endlich in seine Heimat wieder, herrscht gütig über sein Land und baut sich eine kleine Familie auf. Doch Sultan Mehmet fordert erneut 1000 Jüngling für die Kampfausbildung – unter anderem Vlads Sohn Ingeras. Der Fürst will dieser Aufforderung nicht nachkommen und zieht damit den Zorn des Sultans auf sich. Es kommt zum Krieg mit einer gewaltigen Übermacht und Vlad sieht nur eine Lösung: Er muss sich mit der grausamen Kreatur in den Reißzahnbergen verbünden und einen gefährlichen Pakt eingehen. Ihm bleiben nur 3 Tage um die Armeen des Sultans zu besiegen und den Fluch rückgängig zu machen.

Die Story ist ganz gut durchdacht und versucht, den historischen Vlad Tepesch mit dem literarischen Dracula zu verbinden. Das gelingt eigentlich auf eine sehr angenehme Weise, in dem eine schöne Geschichte darüber erzählt wird, was Menschen alles bereit sind zu tun, wenn sie ihre Lieben beschützen wollen. Es ist etwas fürs Herz dabei, ohne wirklich zu kitschig zu werden. Trotzdem hätte es für meinen Geschmack etwas weniger sein dürfen. Actionliebhaber kommen aber bei den gewaltigen Schlachtszenen auch nicht zu kurz. Dracula wird in diesem Film sehr menschlich gezeigt und das nimmt ihm natürlich viel von der Schreckgestalt, die er eigentlich mal verkörpert hat. Ich finde das allerdings gut. Es gibt ihm Hintergrund und erklärt, warum er so geworden ist. Ich finde es eigentlich immer faszinierend, wenn der Vampir mehr Tiefe erhält als ein blutsaugendes Monster – wie z.B. Louis und Lestart aus den Vampirchroniken.

Die Effekte sind wirklich gut gemacht. Es war einer der wenigen Filme bisher, bei denen ich sagen würde, dass sich 3D gelohnt hat. Zum einen ist die Landschaft atemberaubend, zum anderen sorgen die Fledermäuse schon dafür, dass man gelegentlich ungewollt zusammenzuckt. Allerdings ist der Film ab 12. Auch wenn die Kämpfe wahnsinnig gut choreographiert, wirken sie halt nur bedingt brutal, da kaum Blut fließt. Und das in einem Vampirfilm! Das hätte man ruhig etwas krasser machen können und den Film dann dafür ab 16. Ich glaube, dann hätte er auch den Jungs im Freundeskreis wesentlich besser gefallen.

Unter den Schauspielern findet man gleich zwei sehr bekannte Gesichter. Zuerst natürlich Luke Evans, den man vielleicht schon aus dem Hobbit oder „Die drei Musketiere“ kennt. Dann auch Charles Dance, der bereits als Vampir in „Underworld“ glänzen durfte und als Tywin Lennister aus „Game of Thrones“ unseren Hass erntete. Leider sieht man ihn im Film nur kurz.

Das Ende ist sehr offen und lässt hoffen, dass da irgendwann noch mal ein Teil kommt, der in der Gegenwart spielt. Ich fände das wirklich toll, da ich auch schon ein großer Fan von „Underworld“ bin und etwas neues in dem Bereich mal spannend wäre.  

"Dracula Untold" hatt für mich weder den Vampir noch Dracula neu erfunden, aber ist eine ganz nette Interpretation. Der Film ist nicht überragend, aber für Freunde des Genres ein netter Zeitvertreib. Mich hat der Film gut unterhalten und das ist doch am Ende, was zählt. Es muss nicht immer ein Blogbuster sein, oder? Tolle Landschaften, nette Effekte und eine gute Story machen "Dracula Untold" für einen Filmabend tauglich.

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