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Montag, 27. Oktober 2014

Buch - "Keine Zoombies" von Maria Engels und David Michel Rohlmann



Titel: Keine Zoombies
Autoren: Maria Engels und David Michel Rohlmann
Genre: Zombiehorror
Verlag: Selfpublisher / KDP
Seiten: ca. 40
Preis: 0,89€
(Vom 27.10.2014 bis zum 31.10.2014 ist es kostenlos zu haben!)






Zombies sind ein nicht tot zu kriegendes Phänomen – was wohl alleine schon an ihrer Natur liegt. Doch gerade in Zeiten von Zombieland, Walking Dead und Warm Bodies erfreuen sie sich großer Beliebtheit. Das mag zum einen daran liegen, dass sie ein sehr geduldiger Gegner sind und zum anderen daran, dass sie einen ziemlich großen Horrorfaktor haben.

Dass diese Geschichten sehr abwechslungsreich sein können, beweißt die kleine Kurzgeschichtensammlung „Keine Zoombies“ von Maria Engels und David Michel Rohlmann.
Ob ein Zoo ein idealer Rückzugsort bei einer Zombieapokalypse ist? Was passiert, wenn die Ressourcen knapp werden? Ist man in der Lage, sich durch eine Horde Zombie zu schnetzeln?

In 3 verschiedenen Storys zeigen die Autoren, wie Menschen während einer drohenden Zombieapokalypse überleben – oder es zumindest versuchen. Dies wird auf verschiedenen Weisen erzählt. Mal ist der Text sehr nachdenklich, mal witzig, aber immer sehr spannend. Dabei steht eine Frage immer wieder im Vordergrund: Wie weit können Menschen in Extremsituationen gehen?

Da die Geschichten recht kurz sind und ich nicht zu viel verraten will, gehe ich an dieser Stelle mal nicht ausführlich auf die Inhalte ein, denn sonst verrate ich noch zu viel. Natürlich handelt es sich hier – wie das Cover schon vermuten lässt – nicht um liebe Kuschelzombies, sondern um eine drohende, blutrünstige Gefahr, die einem manchmal einen Schauer über den Rücken jagt. Damit ist das Büchlein nichts für junge Leser oder solche mit schwachen Nerven, denn es gibt Wendungen und Herausforderungen, die einen erstmal die Nase rümpfen lassen.

Aber genau das wünsche ich mir doch von Zombies! Sie sollen mich erschrecken, schockieren, zittern lassen und die menschlichen Protagonisten an den Rand ihres Verstandes treiben. Wenn Moral und Werte plötzlich ganz anders bewertet werden müssen, dann bin ich als Leser aufmerksam und neugierig. Der Stil ist dabei oft schonungslos ehrlich, aber was will man auch mit blumigen Metaphern?

Die Charaktere sind typisch für Kurzgeschichten. Man hat ja nicht viel Zeit um besonders intensiv auf sie einzugehen, aber es reicht, um von ihnen berührt zu werden und mit ihnen zu fiebern. Wenn ich auf Action aus bin, brauche ich aber auch keine tief gehenden Charaktere, oder? Dann darf es flach sein, so lange es spannend und temporeich ist. Man muss halt wissen, wo man in Kurzgeschichten seine Prioritäten setzt, denn alles kann man nicht bedenken. Sonst wird es einfach zu voll. Manche Autoren stellt das wirklich vor ein Problem, aber hier ist es gelungen.

In meinen Augen haben Maria Engels und David Michel Rohlmann eine gute Mischung von aktiongeladener Zombieprügelei, Gänsehautmomenten und moralischen Denkanstößen gefunden, so dass einem die Anthologie quasi schon wieder zu kurz ist. Trotzdem ist es – gerade im Hinblick auf Halloween – eine kleine Abwechslung und lässt sich schnell genießen. Meine Lieblingsgeschichte ist die Titel gebende Story "Keine Zoombies" von David Michel Rohlmann.

Fazit:
Wer schaurig in den Herbst starten will, ist mit „Keine Zoombies“ gut bedient. Auch Fans des Genres kommen auf ihre Kosten, denn alles wichtige ist vertreten – Humor, Action und Nachdenkliches. Die Geschichten eigenen sich perfekt als kleiner Leckerbissen für zwischendurch und fixen einen irgendwie für das Thema an. Ich für meinen Teil hab nun irgendwie Lust auf Zombiebücher. Und für das kleine Geld kann man einfach nichts falsch machen.



Von mir 4 ½ Skulls! Abzug, weil es schon vorbei ist, wenn man richtig drin ist. Da hätte ich mir ein paar Geschichten mehr gewünscht.

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