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Sonntag, 31. August 2014

Buch - "Die Auserwählten - Im Labyrinth" von James Dashner



entnommen bei carlsen.de








Titel: Die Auserwählten – Im Labyrinth
Autor: James Dashner
Genre: Fantasy/ Dystopie
Verlag: Carlsen
Seiten: 496
Preis: 9,99€ (tb) / 8,99€ (eB)

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Sein Name ist Thomas. An mehr kann er sich nicht erinnern. Fest steht, dass er irgendwie auf einer Lichtung gelandet ist, umgeben von einem bizarren Labyrinth. Doch er ist nicht alleine. Zusammen mit fünfzig anderen Jungen sucht er einen Weg in die Freiheit. Mörderische Kreaturen erwarten sie – und gewaltige Mauern, die sich ständig verschieben. Ist das Ganze eine Prüfung? Und wer hat sich dieses grauenvolle Szenario ausgedacht? Den Jungen bleibt nicht viel Zeit, um das herauszufinden.

Der Klappentext hat mich schon vor einer Weile angesprochen und als ich dann gesehen habe, dass es dazu einen Film gibt, der bereits dieses Jahr ins Kino kommt, ist es auf meiner Prioritätenliste gewaltig nach oben gerutscht. Band zwei habe ich bereits im Regal stehen.


Es beginnt in einer Kiste. Thomas kann sich an einiges erinnern, nicht aber an die wichtigen Dinge: Wer war er, wo kommt er her, wer sind seine Eltern und vor allem: Wo ist er jetzt? Dagegen weiß er ganz genau, dass er in einer Kiste ist, dass er ein Mensch ist u.s.w. Aber konkrete Dinge aus seinem Leben (Gesichter, Namen) wollen ihm einfach nicht einfallen. Als die Kiste sich öffnet und vor ihm min. 30 Jungen auftauchen ist er völlig überfordert und hat Fragen über Fragen, die ihm niemand wirklich beantworten will. Fakt ist: Sein Name ist Thomas und er befindet sich in einem Labyrinth. Wie er bald erfährt, werden sie abends eingesperrt, allerdings zum Schutz vor den Griewern – riesige maschinenartige Monster. In der Nacht verschiebt sich das Labyrinth und jeden Tag versuchen die Läufer einen Ausgang zu finden. Als sich plötzlich viele Dinge ändern, merken sie, dass ihnen langsam die Zeit wegläuft.


Die Charaktere sind ganz cool, auch wenn ich sie am Anfang noch nicht so greifen konnte. Sie wirken alle sehr realistisch, nur fehlt am Anfang etwas die Nähe. Die meisten wirken zuerst wie Einzelkämpfer und durch die ungewöhnliche Situation dauert es eine Weile, bis man die verschiedenen Typen versteht. Das ist nichts schlechtest, nur dauerte es in meinem Fall etwas, bis ich mich in sie einfinden konnte.
Thomas ist verwirrt, wütend und auch etwas ängstlich. Aus dem nichts wird er in eine unbekannte Umgebung gesteckt, in der er alles findet: andere Jungen, Nahrung, Gefahr und allerhand Fragen. Nur Antworten bekommt er nicht, keine Erklärung, nichts. Allerdings weiß niemand so recht, wieso sie im Labyrinth sind. 
Auf der einen Seite ist Thomas etwas bestimmend und nervig. Er fragt immer zu und ist frustriert, wenn er wieder abgeblockt wird. Gleichzeitig wirkt er anderen gegenüber, die auf ihn zugehen wollen, eher distanziert. Ich konnte mich nicht so gut einfühlen, die Zerrissenheit aber auch verstehen.
Bei den Anführern/ Hütern ist das ähnlich, sie sind sehr markant ausgearbeitete. Alby wirkt eher wie der Typ fürs Grobe und ist nicht wirklich zuvorkommen. Newt ist da schon netter, aber auch bei ihm hat Thomas es nicht allzu leicht. 
Chuck ist einfach niedlich. Ja, er redet zu viel, aber er will doch nur einen Freund haben, ansonsten ist er loyal und größtenteils ehrlich. Er ist einer der Jüngsten und ist der letzte Junge, der vor Thomas kam. Die anderen haben kein Interesse an ihm und in der Gruppe hat er eine der blödesten Arbeiten abbekommen (er muss die Sanitäranlagen putzen). Ihm fällt das Leben im Labyrinth nicht so leicht, oft hat er Angst, versucht dann aber mutig zu wirken und na ja, man muss ihn einfach knuddeln.



Die Gruppe ist sehr gut organisiert und es gibt sogar so etwas wie Politik. Es gibt verschiedene Aufgabenbereiche (Küche, Anbau, Schlachtung...) in die die Jungen aufgeteilt wurden Diese Aufgabenbereiche werden von Hütern geleitet, die wiederum in Versammlung über diverse Themen diskutieren. Im Labyrinth geht es hart zu und es gibt strenge Regeln, wie viele schon am eigenen Leib erfahren haben. Wer sich nicht daran hält, riskiert sogar nachts im Labyrinth zu landen. Eine Erfahrung, die bisher niemand überlebt hat. 
So ist der Umgang eher rau und ich habe oft gezweifelt, ob es richtige Freundschaften gibt. Allerdings geht es im Labyrinth ums Überleben und die Suche nach einem Ausgang, da ist es wohl nicht mehr so wichtig und es finden sich eher Interessengruppen zusammen. 



Der Stil gefällt mir auch gut. Mit dem Start wird der Leser – zusammen mit Thomas – ins Labyrinth geschickt und darf sich zurechtfinden. So lernt man die neue Umgebung Stück für Stück kennen. Es gibt viel zu entdecken und der Stil ist einfach und geradlinig, aber spannend. Dadurch, dass man die neue Welt so langsam kennen lernt und immer mehr Ungereimtheiten ans Licht kommen, wird die Neugier des Lesers noch weiter angestachelt.
Ab der Mitte steigerte sich dann das Tempo. Am Anfang ging es eher ums Labyrinth an sich und den Zweck des ganzen. Der Leser wurde in die Welt eingeführt u.s.w. In der zweiten Hälfte wird sich aber noch stärker mit dem Ausgang befasst und sich mehr auf die Aussicht einer Flucht konzentriert. 



Das Setting ist richtig genial. Die Lichtung, wie das Quadrat im Inneren des Labyrinth genannt wird, wird von riesigen Mauern begrenzt. In vier Richtungen gibt es Tore, die sich nachts schließen. Dahinter lauern die Griewer, Monster, die ich mir nicht richtig vorstellen konnte – worüber ich nicht traurig war – und sich verschiebende Wände. 
Die Gruppe ist mit allen wichtigen Dingen – Küche, Bäder, Wasser, Strom – ausgestattet und kann sogar Gegenstände anfordern. Die Schöpfer sind also an ihrem Überleben interessiert, doch woran noch? Dieser Frage versuchen sie schon seit einer Weile auf den Grund zu gehen. Das Setting ist somit gleichzeitig sehr faszinierend, gefährlich und frustrierend. Bin gespannt, wie das im Film umgesetzt wird! 



Das Ende ist ganz schön gemein, aber auch richtig genial. Es konnte mich sogar noch überraschen. Schön fand ich, dass Thomas' Rolle in dem Ganzen geklärt wird und der Zweck des Labyrinths ans Licht kommt. 
Insgesamt passt es sehr gut zum Buch und bietet einen guten Abschluss der Rahmenhandlung. Gleichzeitig bleibt aber viel offen und der Leser muss eigentlich schon weiterlesen.




Ein toller Auftakt zu James Dashners Trilogie, der mit vielen interessanten Ideen und spannenden Szenen gespickt ist. Fans von Dystopien und ungewöhnlichen Settings werden ihren Spaß daran haben. Klare Empfehlung von mir!











1 Kommentar:

  1. :) Hey Maria!
    Schöne Rezension! Mir hat dieser erste Band auch super gefallen!
    Bin schon gespannt wie das ganze weiter geht!
    Liebste Grüße,
    Booktasy

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