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Mittwoch, 30. Juli 2014

TAG - Opposite Books

Maria von Engelsmomente hat den Stab an mich weitergegeben, und damit hier meine Übersicht ...
Das Raussuchen der Bücher hat vermutlich länger gedauert, als das Schreiben hier ... manchmal fiel die Entscheidung einfach zu schwer, weil ich so viele tolle Bücher von jeder Kategorie hatte. Und nachdem die Wahl gefallen war, musste ich mich das eine oder andere Mal doch wieder umentscheiden, weil das Buch kein Cover hatte, da der Schutzumschlag bei seinem Vorbesitzer verloren gegangen war ... aber seht selbst :)


Ältestes vs. neuestes Buch

"Max und Moritz" kennt vermutlich jeder. Bis heute kann ich einige Auszüge auswendig und als Kind habe ich es geliebt. Meine Oma hat sich sogar eine vollkommen frei erfundene Fortsetzung überlegt, weil ich einfach nicht genug davon bekommen konnte. Es ist eines der Bücher, die mir noch vorgelesen wurden, das ich aber auch im Grundschulalter, als ich endlich selber lesen konnte, immer wieder hervorgeholt habe. "Vampirnacht" ist ist der heiß ersehnte 12. Band aus der "Schwestern des Mondes"-Reihe von Yasmine Galenorn. Immer abwechselnd kommen in den Büchern die drei Schwestern Camille, Delilah und Menolly zu Wort.
In diesem Band ist es wieder mein Lieblingscharakter, die Vampirin Menolly, aus deren Sicht das Buch erzählt. Diese Reihe wird definitiv nicht langweilig und das Buch habe ich vor einem Tag gekauft. Ein neueres existiert tatsächlich noch nicht in meinem Regal.


Billigstes vs. teuersts Buch

Ob "Göttin des Lichts" wirklich mein billigstes Buch ist, weiß ich nicht, aber da ich es aus einer Kramkiste für knapp einen Euro habe, gehe ich davon aus. Zu Ende gelesen habe ich es allerdings noch nicht, da der Inhalt dem Preis ähnelt ... aber vielleicht komme ich ja noch mal dazu. Zu meinen teuersten Büchern gehört auf jeden Fall die Bibel von uns Vetis, das "Lehrbuch der Anatomie der Haustiere" von Nickel/Schummer/Seiferle - wir nennen es eigentlich nur den "Nickel". Somit ist das teuerste Buch aus meinem Regal ein Tribut an mein Studium, und ich muss sagen, bisher ist er jeden Cent wert. Insgesamt sind es übrigens fünf Bände ...


Weiblicher vs. männlicher Protagonist

Hier stand ich relativ lange vor dem Regal. Eigentlich wäre meine Wahl bei der weiblichen Protagonistin wieder auf die Vampirin Menolly oder eine ihrer Schwestern gefallen oder auf eine von ein paar anderen Frauen, die in der engeren Auswahl standen. Ich habe mich schließlich für Lucinda Moreira aus "Blutbraut" entschieden. Sie ist Zeit ihres Lebens auf der Flucht vor einem Magier, der ihr Blut braucht, um nicht zum Nosferatu zu werden. Beim männlichen Protagonisten war es nicht viel einfacher. Meine Wahl fiel auf den forensischen Anthropologen David Hunter aus "Kalte Asche". Zum einen, weil der ein wenig psychisch kaputte Mensch mir sehr sympathisch ist und ich seinen Beruf sehr interessant finde.


Schnell vs. langsam gelesen

Eines von den Büchern, das ich innerhalb kürzester Zeit verschlungen habe, war "Die Landung" von Marion Zimmer Bradley. Es ist der erste Band einer Science-Fiction/Fantasy-Reihe. Ich mag die meisten ihrer Bücher sehr gerne und darum durfte diese Autorin auf keinen Fall fehlen. Auch die restlichen Bücher des Darkover-Zyklus stehen in meinem Regal, aber dieses habe ich von ihnen allen am schnellsten gelesen. Sehr lange gebraucht habe ich für "Tolkiens Welt". Das liegt teils daran, weil es kein Roman oder Vergleichbares ist, sondern eher dröge. Dennoch ein wirklich interessantes Buch - sofern man es in sehr kleinen Dosen genießt ;)


Schönes vs. hässliches Cover

"Die Drachenkämpferin" hat eines der schönsten Cover von allen Büchern aus meinem Regal. Dieses Buch zu kaufen war damals eine Coverentscheidung, es sprang mir ins Auge und gefiel mir so gut, dass ich das Buch unbedingt haben wollte. Ich muss bis heute sagen, dass mein Taschengeld gut investiert war ;) Die weiteren Bände bauen leider etwas ab, was das Cover angeht ... Einfach nur seltsam ist das Cover zu "Gespräch mit einem Vampir". Auch beim Fotografieren habe ich mich wieder einmal gefragt, was es darstellen soll und was es mit dem Inhalt wohl gemein hat. Eine Atwort habe ich bis heute nicht gefunden. Wenn ich es nicht vorher schon einmal aus der Bücherei ausgeliehen und gelesen hätte, hätte ich es mit Sicherheit nicht gekauft.


Nicht-deutscher vs. deutscher Autor

Diese Wahl fiel verhältnismäßig leicht. Beide sind nicht mehr am Leben, aber beide haben viele großartige Werke hinterlassen: Auf der einen Seite J. R. R. Tolkien, der das in meinen Augen beste Werk der Fantasy hervorgebracht hat. "Die Kinder Húrins" wurde nach seinem Tod von seinem Sohn herausgegeben und steht hier stellvertretend für alle seine Bücher - das Cover gefiel mir einfach besser als die von "Hobbit", "Silmarillion", "Herr der Ringe" und Co. Und auf der anderen Seite steht Karl May, der mit seinen Geschichten aus dem Wilden Westen und so vielen anderen Teilen der Welt Jung und Alt bis heute begeistert - und von dem viele bis heute nicht wissen, dass er keinen der Orte, die er so authentisch beschreibt und von denen er so tat, als sei er dort gewesen und seine Bücher seien seine Reiseberichte, nie gesehen hat ;)


Dünnes vs. dickes Buch

Das war mit einem Blick ins Buchregal klar: "Die Sicht der Dinge" von den drei wunderbaren Autorinnen Fabiana Fabulus, Fianna Cessair und Nicole Göbel ist das dünnste Buch. Es enthält drei Kurzgeschichten, die vom Leben und Sterben dreier Frauen erzählen. Ein Buch, das zum Nachdenken anregt. "Es" von Stephen King hat mit seinen 1214 Seiten sogar "Die Hüter der Rose", "Shogun" und einige andere aus dem Rennen geworfen. Ich habe es bereits mehrfach gelesen und mag es, gleichzeitig finde ich es aber auch doof. Geht nicht? Doch, geht, auch wenn ich es selber nicht ganz verstehe, wie sowas funktioniert^^


Fictional vs. Nonfictional

Schon wieder ein Vampirbuch ... die Kerle darin sehen alle toll aus, sind stark, sind cool ... total öde, totales Klischee. Aber trotzdem mag ich die "Black Dagger"-Reihe - hier mit "Nachtjagd", dem ersten Band, den ich auch von allen als den beste bezeichnen würde. Auf der anderen Seite steht "Schwer war es, doch auch schön". Es ist ein Buch, in dem Erzählungen aus der Kriegs- und Nachkriegszeit stehen, aus einer Zeit, als die Menschen sich jeden Tag vor Angriffen fürchten mussten, sie um das Leben ihrer Lieben an der Front fürchteten, in denen Hunger und Kälte ihr Leben bestimmte. Gleichzeitig wird aber von dem erinnert, was ihnen Kraft gab, von den schönen Momenten, die sie erlebten und die sie antrieben, weiterzumachen. Regt zum Nachdenken an und ist nicht nur historisch Interessierten zu empfehlen!


Liebesgeschichte vs. Action

Noch mehr Vampire ... und das auch noch im Doppelpack ... Nun, das liegt zum Teil daran, dass die anderen Bücher, die in dieser Kategorie stehen könnten, schon an anderer Stelle auftauchen. Ich habe nunmal nicht viele Liebensgeschichten, ist nicht so meins. "Dracula - Die Wiederkehr" zählt für mich allerdings dazu. Es spielt viele Jahre nachdem Dracula gestorben ist ... oder doch nicht? Mina glaubt ihn noch am Leben und hat ihre Liebe zu ihm nicht vergessen. Der Autor Dacre Stoker ist seiner Aussage nach ein entfernter Verwandter Bram Stokers und glaubt, dass die Geschichte so hatte weitererzählt werden sollen. "Der letzte Vampir" ist nicht so richtig Action, aber es ist brutal und es passiert viel in sehr kurzer Zeit. Und da die Vampire hier keine Kuschelvampire, die glitzern, sobald sie in die Sonne kommen, sind, sondern eklige, böse Kreaturen, passt es hier ganz gut hin.


Fröhliches vs. trauriges Buch

Definitiv eines der lustigsten Bücher in meinem Regal ist "Skulduggery Pleasant". Erst wollte ich da nicht so richtig dran, weil ich mir dachte, ein lebendes Skelett als Hauptprotagonist kann einfach nur bescheuert sein. Zum Glück hat mein Bruder mich dazu gewzungen, das Buch zu lesen - bei keinem anderen Buch musste ich so viel lachen. Sehr traurig dagegen ist "Die Kameliendame". Hier erfährt der Leser direkt im ersten Kapitel das Ende: Die Protagonisten ist verstorben, das Buch beginnt auf der Haushaltsauflösung im Paris des 19. Jahrhunderts. Rückblickend wird dann mehr und mehr aus ihrem nicht besonders guten Leben berichtet. Es ist ein wunderschönes Buch, aber auch unglaubtlich traurig und melancholisch.





Das war es dann von mir ...
Ich gebe weiter an die einzige (mehr oder weniger) Blogschreiber oder zumindest die Schreiber und Leser mit einer Homepage, die ich noch kenne und die (hoffentlich) noch nicht an der Reihe waren: An Claudia von Tastenwechsel, die Autorin hinter Federfechter, Mister Aufziehvogel von Am Meer ist es wärmer und Anja Ollmert mit ihrer Autorenseite. Ja, ich gestehe, ich lese nur bei sehr wenigen Blogs einigermaßen regelmäßig mit - die meisten sind einfach so toll und würden mich unendlich viel Zeit kosten, wenn ich alle lesen wollen würde. :(
Naja, ich glaube, bei den meisten von mir genannten herrscht im Moment ein wenig Flaute, nicht zuletzt wegen der WM, aber vielleicht nehmen sie ja an - auch wenn es dauert, waren bei mir auch fast vier Wochen ;)
 

1 Kommentar:

  1. Max und Moritz habe ich meiner Tochter in der letzten Woche vorgelesen. Ich muss gestehen, das ich es immer noch so grausam fand wie als Kind. Mein Kind hat wahrscheinlich nicht verstanden, das Max und Moritz nun kein Unheil mehr treiben können, da sie als Hühnerfutter geendet sind. Mich hat das immer richtig traurig gemacht.
    GLG,
    Mel

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