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Dienstag, 10. Juni 2014

Buch - "Legend - Schwelender Sturm" - Marie Lu







Titel: Legend – Schwelender Sturm
Autor: Marie Lu
Genre: Dystopie
Verlag: Loewe
Seiten: 448
Preis: 17,95€ (HC) / 13,99€ (eB)



Der Zweck heiligt die Mittel, oder? Den einen Menschen loszuwerden, der die Verantwortung für dieses ganze verfluchte System trägt, scheint mir ein ziemlich kleiner Preis dafür zu sein, eine Revolution in Gang zu setzen.
Auf der Flucht vor der Republik schließen sich June und Day den Patrioten an, um Days Bruder zu retten und in die Kolonien zu entkommen. Doch die Patrioten fordern eine Gegenleistung: June und Day sollen Anden, den neuen Elektor, töten. Eine Tat, die all dem Unrecht und der brutalen Unterdrückung ein Ende bereiten könnte. Als June jedoch begreift, dass der neue Elektor ganz anders ist als sein Vorgänger, beginnt sie zu zweifeln: Was, wenn Anden einen neuen Anfang darstellt? Was, wenn politische Veränderung nicht unbedingt Tod, Vergeltung und Gewalt bedeuten muss? Was, wenn die Patrioten falsch liegen?


Nach 'Legend – Fallender Himmel' musste ich einfach wissen, wie es weiter geht. Und auch Band 2 hat mich nicht enttäuscht!

Es beginnt draußen. Day und June haben die Stadt verlassen und sind jetzt auf dem Weg nach Vegas um die Patrioten zu treffen, in der Hoffnung, sich ihnen anschließen zu dürfen. Sie kommen nur langsam voran und für Day ist es alles andere als leicht mit seiner Wunde. In Las Vegas steht er dann kurz vor dem Zusammenbruch, doch zum Glück treffen sie auf Kaede, die sie zu ihrem Anführer bringt. Day und June sind auf die Hilfe der Patrioten angewiesen. Day braucht eine ärztliche Behandlung und zudem Unterstützung dabei seinen Bruder zu finden. Doch ist der Preis, den sie im Gegensatz zahlen müssen, ganz schön hoch. 

Das Buch schließt direkt an den Vorband an. Ich hatte keine Probleme, mich wieder einzufinden, allerdings ist zwischen den beiden Büchern auch nicht zu viel Zeit vergangen. Ich glaube aber, dass man nach ein paar Seiten wieder drin ist. 

Mir gefiel, dass die Schauplätze diesmal recht oft gewechselt haben. Der Leser lernt viele Facetten der Patrioten und Kolonisten kennen. Sie müssen feststellen, dass nicht alles Gold ist, das glänzt und alles seine Nachteile hat. Die beiden müssen sich für eine Seite entscheiden, was nicht leicht ist, wenn man endlich dort ist, wo man dachte, dass man hingehört. Währenddessen kommen einige Verstrickungen ans Licht, mit denen ich nicht gerechnet hätte. 

Die Charaktere gefielen mir wieder ganz gut. 
June wirkt manchmal ein bisschen zu perfekt, doch dann fällt mir wieder ein, dass sie den Großen Test ja nicht umsonst mit voller Punktzahl bestanden hat. Nur schwanke ich manchmal ein bisschen. Sie wirkt dadurch sehr strikt, als würde sie alles durchkalkulieren, ein wenig wie ein Computer. 
Day lässt sich viel mehr von seinem Gefühl leiten, was ihn weniger rational, aber dafür echter wirken lässt. Er schätzt Situationen oft falsch ein, was zum Teil auch daran liegt, dass er und June sich noch nicht so gut kennen. So kommt es hin und wieder zu Konflikten. 
Kaede und Anden haben in diesem Buch deutlich an Sympathie gewonnen. Vorher wusste ich nicht so recht, was ich von ihnen halten sollte, diesmal haben sie wesentlich mehr Zeit und Tiefe bekommen.

Insgesamt sind die Charaktere nachvollziehbar, haben Ecken und Kanten und ihre Eigenheiten, wodurch man sie auch auf Anhieb erkennt. Sie sind sympathisch und viele habe ich schnell ins Herz geschlossen.

Ein wenig anstrengend war die Liebesgeschichte. Ich weiß nicht, im ersten Band war alles noch dezent, inzwischen wird das Paar ganz schön strapaziert. Das Interesse kommt nicht nur aus einer Richtung, zudem fehlt ihnen Zeit für sich. So kommt es zu Missverständnissen und Streit. Auch gibt es noch ein paar Nebengeschichten, die mir nicht so gut gefallen haben. Ansonsten sind die Konstellationen aber gut gelungen. 

Der Stil ist wieder gut und im Englischen konnte ich June und Day besser auseinander halten. Bei June bekommt man mehr Details, sie nimmt viel mehr von ihrer Umgebung wahr. Day ist auch aufmerksam, aber auf eine andere Art. Es ist ganz spannend geschrieben, sodass einem nicht langweilig wird. Man schießt quasi durch die Handlung, doch ich hatte nie das Gefühl, dass es zu schnell oder zu langsam voran ging. Meiner Meinung nach war es genau richtig. 

Das Ende gefiel mir sehr gut. Es ist viel passiert, war actionreich und ich kam auf meine Kosten. Es gefiel mir sogar noch besser, als das Finale vom ersten Teil. Es bleiben einige Fragen offen, vor allem die Zukunftsaussichten sind weiterhin unklar, aber es gibt eine grobe Richtung. Gut war auch, dass es an sich wieder geschlossen ist. Das Grundthema des Buches wurde beendet, aber der 'große Plot' ist natürlich noch nicht abgeschlossen. 


Eine sehr gelungene Fortsetzung. Ein paar Mängel hab ich zwar trotzdem gefunden, die werden aber durch die verschiedenen Settings und die Action wett gemacht. Alles in allem habe ich es wieder gern gelesen. 
Ich kann die Trilogie weiterhin jedem Fan von Dystopien empfehlen! Den letzten Band werde ich auf jeden Fall auch noch lesen. 

Wieder 4 von 5 Skulls!


Kommentare:

  1. Days und June Beziehung wird auch in Teil 3 wieder ganz schön strapaziert :-) Aber Teil 3 lohnt sich echt, ich fand den Abschluss wirklich sehr gelungen und bin schon gespannt, was du dazu sagen wirst.

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    1. Hey,
      ich hab auch definitiv vor, das Buch zu lesen. Im September erscheint das engl. Taschenbuch, das werd ich demnächst mal vorbestellen ^^
      Jetzt bin ich aber auch gespannt !

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  2. Liebe Maria,
    Mir gefiel Band 2 auch super, sogar noch etwas besser als Band 1. Gegen Ende hatte ich eine dicken Klos im Hals und war emotional sehr aufgewühlt. Bin so gespannt auf Band 3, da soll es nämlich nicht anders sein.
    Grüß dich lieb,
    Damaris

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    1. Oh glaub mir, du wirst so einen fetten Kloß im Hals haben und mit zitternder Lippe auf die Seiten starren :-) Aber es ist ein großartiger Abschluss!

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    2. Huhu,
      bald ist es ja soweit und wir werden es heraus finden :) Ich freu mich schon !

      LG Maria

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