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Dienstag, 6. Mai 2014

Serie - Game of Thrones (Season 2)






Titel: Game of Thrones (Season 2)
Produktion: David Benioff
Nach Vorlage von: George R.R. Martin
Inhalt: 10 Folgen mit 521 Minuten Spieldauer
FSK: 16
Preis: 24,97€ (Amazon)







In der zweiten Staffel der epischen HBO®-Serie Game of Thrones erheben sämtliche Könige von Westeros Anspruch auf den Eisernen Thron. Als der Winter naht, sitzt der junge Joffrey auf dem Thron in Königsmund, ein grausamer Herrscher, beraten von seiner intriganten Mutter Cersei und seinem Onkel Tyrion, der zur Hand des Königs erhoben wurde. Aber den Lennisters wird die Macht von allen Seiten streitig gemacht, da zwei Baratheons die Krone beanspruchen und Robb Stark als König im Norden kämpft. Währenddessen erhebt sich ein neuer Anführer der Wildlinge im Norden jenseits der Mauer, der weitere Gefahr für Jon Snow und die Nachtwache darstellt. Daenerys Targaryen versucht derweil, ihre schwindende Macht im Osten mit Hilfe ihrer drei neugeborenen Drachen zurückzuerobern. Intrigen und Verhandlungen, Bündnisse und Befindlichkeiten: Auch die zweite Staffel ist ein wilder Ritt durch eine atemberaubende und unvergessliche Welt. Basierend auf den Weltbestsellern von George R.R. Martin ist Game of Thrones eine Geschichte von Doppelzüngigkeit und Verrat, Ehre und Recht, Eroberung und Sieg.



Quelle: Amazon




Arya Stark: "Du lügst."
Gendry: "Du solltest keine Leute beleidigen, die größer sind als du."
Arya Stark: "Dann dürfte ich niemanden beleidigen."

Tyrion: "Der Herr des Lichts verlangt Feinde zu verbrennen. Der ertrunkene Gott hätte sie gern ertränkt. Wieso sind alle Götter so gemeine Wichser? Wo bleibt der Gott der Titten und des Weins?"
Varys: "Auf den Sommerinseln huldigt man einer Fruchtbarkeitsgöttin mit 16 Zitzen."
Tyrion: "Wir sollten da sofort hinsegeln."


(Achtung! Kleine Spoiler!)
Zurück nach Westeros! Doch das Land befindet sich im Krieg. Gleich 5 Männer nennen sich plötzlich König und dass das nicht gut gehen kann, ist wohl jedem gleich klar. Aus Rache an den Lennisters erklärt Robb den Norden für unabhängig und führt seine Lords in die Schlacht. Die Familie Baratheon zerreißt sich gegenseitig und alle ignorieren dabei die Gefahr, die von jenseits der Mauer kommt. Plötzlich werden Freunde zu Feinden und Feinde zu Freunden. Wackelige Bündnisse werden zwischen den Häusern geschlossen und Frauen – wie Sansa – sollen vermählt werden, um diese zu besiegeln. Die Starks sind plötzlich in ganz Westeros verteilt und jeder mit einer Gefahr konfrontiert. Während Sansa am Hofe in Königsmund vor dem grausamen Joffrey zittert, flieht Arya mit der Nachtwache und findet außergewöhnliche Freunde. Bran und Rickon bleiben alleine auf Winterfell zurück und werden plötzlich von den Graufreuds angegriffen. Jon Schnee hingegen begegnet zum ersten Mal den Wildlingen.
Währenddessen schlägt sich Daenerys auf einem ganz anderen Kontinent mit so grundlegenden Problemen wie Wasserbeschaffung rum.

In der zweiten Staffel der Serie »Game of Thrones« spitzen sich die Konflikte zu. So ist man als Zuschauer auch sehr schnell mittendrin. In verschiedenen Handlungssträngen wird einem die angespannte Situation des Königreiches klar und auch ehrlich und grobschlächtig dargestellt. So z.B. scheut der Pöbel nicht davor zurück, den königlichen Tross von Joffrey anzugreifen. Dabei kommt allerdings nicht jeder Plott gleich gut zur Geltung. Während das ganze Geschehen in und um Königsmund natürlich sehr wichtig ist und ausführlich behandelt wird, kommt Daenerys mir irgendwie etwas zu kurz. Na gut, die halbe Staffel juckelt sie durch die Wüste auf der Suche nach Wasser und erst gegen Ende der Staffel durften sie und ihre Drachen wieder glänzen, aber zwischenzeitig hat man sich echt gedacht »Oh, stimmt! Die hat man schon lange nicht mehr gesehen...« Was wirklich schade ist, da sie eine tolle Rolle hat. Ich habe aber eh das Gefühl, dass die gute Dame die nächsten 10 Staffeln nichts besseres zu tun hat, als durch die Wüste zu reiten. Bis die über die Meerenge setzt und aktiv in die Geschehnisse in Westeros eingreifen kann, haben sich die Herren wahrscheinlich schon alle gegenseitig zerfetzt. Ich finde es irgendwie unbefriedigend, dass dieser Strang so völlig losgelöst und unabhängig vom Rest ist.
In seinem absoluten Glanz erlebt man in dieser Staffel Tyrion. Wer ihn bis dahin noch nicht liebte, muss es jetzt. Seinem Scharfsinn, seinem bissigen Humor und seiner ganz eigenen Art auf grausame Weise das richtige zu tun, ist einfach genial. Dieses ganze Charakterkonzept ist perfekt ausgewogen und ich möchte wetten, dass es niemanden gibt, der diese Rolle hasst.
Ganz anders ist das natürlich bei Joffrey. Hier funktioniert das Spiel genau andersherum. Spätestens ab der zweiten Staffel hasst man dieses kleine Blag, wie man noch nie zuvor gehasst hat.
Und es gibt plötzlich Charaktere, zu denen man schon eine Meinung hatte, die einen dann aber wieder nachdenklich machen. So bleibt es irgendwie immer spannend und man merkt, wie viel Mühe man sich, mit der Gestaltung der Rollen gemacht hat.
Aber mein absolutes Highlight war die ganze Geschichte um und mit Jaqen H'ghar. Meiner Meinung nach hätte man aus dem noch viel mehr machen können und hoffe in den nächsten Staffeln darauf, mehr von ihm zu sehen.

Wer nun in dieser Staffel gewaltige Schlachtfelder, Belagerungen und Kriegsszenen erwartet, wird leider enttäuscht. Wie auch schon Staffel 1 besticht die Serie mit Intrigen, Meuchelmorden und Ränkespielen. Grundsätzlich blenden die Szenen vor oder nach einer Schlacht ein, so dass man von dem eigentlichen Kampf nichts mitbekommt. Selbst die Schlacht am Schwarzwasser um die Hauptstadt nimmt gerade mal wenige Minuten einer Folge ein, obwohl man dort mindestens eine ganze Folge erwartet hätte. Dafür wird mit liebevoller Brutalität gezeigt, wenn ein einzelner Charakter von irgendwem umgebracht wird. Irgendwie muss man ja zu seinem Blut kommen.
Natürlich kommen auch die Aktszenen wieder nicht zu kurz. Neben viel weiblicher Haut schleichen sich nun auch die ersten homosexuellen Szenen ein, was ich begrüße, denn so sieht man auch mal einen knackigen Männerhintern. ^^

Was mich persönlich sehr stört, ist dieser ganze Religionenkonflikt. Ich weiß natürlich nicht, wie das in den Büchern aufgebaut ist, aber in der Serie geht das komplett unter und erzielt so gar keine Wirkung. Man weiß, dass es die alten Götter und die neuen Götter gibt und diesen Gott des Lichts. Warum nun wer an wen glaubt und wie die zueinander stehen, wird nie erklärt und gezeigt. Nur plötzlich springt da die ganze Zeit diese Rote Priesterin vom Gott des Lichts rum, die auch eigentlich furchtbar wichtig für die Story ist, aber von ihrem Glauben – von dem sie ja ihre Macht bezieht – erfährt man nichts! Da hätte ich mir wesentlich mehr Hintergrund gewünscht oder man hätte es ganz raus lassen müssen, aber so passt es irgendwie nicht.

Das Ende der Staffel ist so ein kleiner Cliffhanger. Er ist nicht unbedingt dramatisch, aber man denkt sich schon »Oh maaaaan!« und will schnell weiter schauen, denn plötzlich mischt sich eine ganz neue Partei ein.


»Game of Thrones« hat auch in der zweiten Staffel ein unheimliches Suchtpotential. Die Handlung bleibt spannend, durch gelegentliche Wendungen. Bei vielen Rollen weiß man nicht, ob Feind, ob Freund. Man lernt lieben und hassen und hat eine komplette Achterbahn der Gefühle.
Von mir 4 von 5 Sternen!

Valar Morghulis!


Kommentare:

  1. Du musst dir mal die Goodies auf der Dvd abschauen.
    Da erklären sie genau wie das mit den sieben Göttern ist und wer da für was zuständig ist.
    Und auch das mit den Bäumen wird super erklärt.
    Und das die zweite Staffel absolut Tyrions Staffel ist, bleibt unbestreitbar.
    Man muss ihn einfach lieben.
    Mein Liebling ist jedoch Aria *---------*
    Vor allem das von dir gewählte Zitat hab ich geliebt.

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    1. Ich hab mir die Extras angesehen. Aber ich finde es recht lästig, wenn man sie erst die Specials anschauen muss, um alles zu verstehen. Dann läuft irgendwas falsch.
      Arya ist auch toll. Die kommt direkt nach Tyrion. Gerade wegen der ganzen Sache mich Jaqen H'ghar. ^^

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