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Montag, 26. Mai 2014

Film - "X-Men - Zukunft ist Vergangenheit"


Titel: X-Men – Zukunft ist Vergangenheit
Original: X-Men – Days of Future Past
Genre: Comicverfilmung
Cast: Hugh Jackman, James McAvoy, Michael Fassbender, Jennifer Lawrence, Patrick Stewart, uva.
Länge: 132 Minuten




In der Zukunft stehen die Mutanten kurz vor dem Aussterben, weil sie von Killer-Robotern gejagt und getötet werden: den Sentinels. Aufgrund der Bedrohung arbeiten die Gegner Magneto (Ian McKellen) und Charles Xavier (Patrick Stewart) zusammen – ihr Plan sieht vor, den Terror durch die Sentinels gar nicht erst zuzulassen. Dazu schicken sie Wolverines (Hugh Jackman) Bewusstsein mit Hilfe von Kitty Pryde (Ellen Page) in die Vergangenheit, da sich sein Geist von den Folgen einer solchen Zeitreise erholen kann. In der Vergangenheit soll Wolverine eine Tat Mystiques (Jennifer Lawrence) verhindern, die den Bau der Sentinels erst möglich machte; der Eingriff würde also die Zukunft im Sinne der Mutanten verändern. Doch dafür muss Wolverine erst ein Team aus Mutanten zusammenstellen – was sich als schwierig erweist. Der junge Charles Xavier (James McAvoy) etwa ist in einem miserablen psychischen Zustand… 




Ich liebe die X-Men! Ich bin mit der Zeichentrickserie groß geworden und fand schon die Trilogie richtig super. Mit »First Class« wurde klar, dass man die ganze Geschichte neu auflegen will. Um mit dem alten, bekannten Handlungsverlauf nicht zu kollidieren, verwendeten sie den selben Trick wie die Macher von Star Trek. Sie schickten jemanden in der Zeit zurück, so dass sich der ganze Ablauf änderte. Einfach und verdammt effektiv.

Die X-Men sind fast ausgerottet, durch die Sentinels – gewaltige Roboter, denen es gelingt, Mutanten aufzuspüren, sich an ihre Fähigkeiten anzupassen und sie auszuschalten. Nur noch eine Handvoll Mutanten sind auf der Flucht. Da beschließt Professor X in die Zeit zurück zu reisen, um die Geburtsstunde der Sentinals zu verhindern, doch das würde seinen Geist zerreißen. Einzig Wolverine mit seinen Selbstheilungskräften ist dazu in der Lage. Zurück in den 70ern muss Logan schnell feststellen, dass Mystique aufzuhalten wohl noch das geringste Problem ist.

Der Film ist spannend von der ersten bis zur letzten Minute. Dabei liegt das nicht an geballten Actionszenen, sondern vor allem an Charakteren mit Tiefgang. Spontan kann ich mich gar nicht entscheiden, wen ich eigentlich am besten fand!
Da haben wir Raven bzw. Mystique, die von Angst und Rache getrieben wird. Sie fühlt sich allein und im Stich gelassen und will den Mutanten eigentlich nur helfen. Dass sie damit ihren Untergang hinauf beschwört, ahnt sie nicht. Jennifer Lawrence ist einfach wundervoll in dieser Rolle. Da vergisst man glatt, wie schlecht sie als Katniss ist.
Professor X ist noch weit ab davon, Professor zu sein. Auch er fühlt sich einsam, hat alles verloren – auch seine Beine – und ertränkt seinen Kummer in Medikamenten und Alkohol. McAvoy stellt einen wunderbaren, jungen Professor da, der etwas verlottert und sehr frech ist. Er zeigt einfach mal die andere Seite, die man vorher vielleicht nicht kannte und wie dieser ehrbare, einflussreiche Mann eigentlich mal war.
Das selbe gilt für Michael Fassbender. Ein großartiger Schauspieler! Als Magneto wandelt er immer zwischen dem schmalen Grat von Gut und Böse. Es ist eine total gespaltene Figur, von der man nicht weiß, ob man sie mögen oder hassen soll. Und gerade das macht es so gut!

Okay, doch! Nun weiß ich, wer mein Liebling war. Ganz klar Quicksilver! Dieser Junge ist soooo cool, so witzig und hat definitiv eine der geilsten Szenen im ganzen Film. Schade war allerdings, dass er dann in der ganzen zweiten Hälfte des Films nicht mehr auftauchte. Ich finde schon, dass sie ihn ruhig hätten mitnehmen können auf ihrer Mission.

Zu kurz kam mir außerdem Hank (Beast), bei dem ich irgendwie das Gefühl hatte, der rennt nur neben her und ist eigentlich gar nicht wichtig. Also ich glaube, man hätte ihn auch nicht vermisst, wenn er gefehlt hätte.
Ebenfalls etwas zu wenig beachtet war Peter Dinklage als Bösewicht Bolivar Trask. Die meisten kennen ihn als Tyrion aus Game of Thrones und wissen, was für ein toller Schauspieler er ist. Super ist, dass er die selbe Syncro wie in der Serie hat und auch hier einen intelligenten Typen spielt, der sich gut ausdrückt. Aber irgendwie hat mir dann doch etwas Background gefehlt, warum er die Sentinals eigentlich bauen wollte. Ja ich weiß, der Bösewicht erklärte das kurz in seinem Labor, aber das fand ich irgendwie zu flach... Das klang für mich nach »Wir brauchen irgendeinen Grund, warum er das macht, aber uns fiel nichts besseres ein«.

Wolverin bzw. Logan ist – wie meistens – nur für die flotten Sprüche zuständig. Was die anderen noch an Entwicklung durchmachen müssen, hat er ja schon hinter sich. Von daher war es richtig, ihm nicht ganz soooo viel Tiefe zu verpassen, aber trotzdem war er eine wichtige Figur.

Das Final des Films besticht eigentlich nicht mit einer spektakulären Schlacht, sondern einem eher dramatischen Moment, in dem es um wichtige, prägende Entscheidungen geht. Dabei spielt das Verhältnis zwischen Professor X, Magneto und Mystique eine große Rolle. Können die alten Freundschaften irgendwie gerettet werden? Es ist so ein Gänsehautmoment, in dem ich mich dabei erwischt habe, wie ich die Luft angehalten habe.

Man sieht also, der Film hat wesentlich mehr Potential als »Wir kloppen uns etwas stylisch mit riesigen Robotern«. Zum Glück! Alles zusammen beweist, dass ein gut gemachter Actionfilm auch verdammt viel Tiefe haben kann.
Trotzdem sind die Effekte natürlich gelungen. Am Anfang und am Ende erlebt der Zuschauer einen genialen Kampf zwischen den Sentinels und den Mutanten, in denen beide Seiten ihre Fähigkeiten präsentieren.
Gerade die Slowmotionszenen von Quicksilver sind super gemacht und einfach mal was ganz anderes. Naja, und wenn Magneto mal eben so ein ganzes Stadion durch die Gegend schweben lässt, wirkt das auch schon imposant.
Ob es 3D sein musste, kann man wieder dahin gestellt lassen. Ich persönlich bin ja nun nicht unbedingt der größte Fan dieser Technik. Ein paar Schneeflocken sahen wieder ganz cool aus, wenn sie quasi auf einen zuflogen und das Intro war auch recht genial gemacht, aber den großen Wow-Effekt hatte 3D nun nicht auf mich.

Am Ende gilt: Es ist ein Marvel-Film, also bleibt bis nach dem Abspann sitzen, wenn ihr wissen wollt, wie es weiter geht!

Und weiter geht es auf jeden Fall. Die Fortsetzung trägt den Arbeitstitel X-Men: Apocalypse und soll am 19.Mai 2016 in die Kinos kommen. Er spielt in den 80ern und damit steigen wir nun komplett in eine neue, »alte« Version der X-Men ein.


Die X-Men konnten mich als Kind begeistern und können es heute noch. Der Film ist eine Mischung aus toller Action, genialen Schauspielern und einer Story, die es in sich hat. Man kan lachen, man kann mitfiebern und sich auf eine neue Generation X-Men freuen. Diese Geschichte bringt viel Potential und viele Möglichkeiten mit sich. Man kann wirklich gespannt auf mehr sein!
Volle Punkte!


Kommentare:

  1. Hey Mendea,
    Ich nehme an Ankas Blubberwoche teil und bin durch die Sonntags Aufgabe auf deinen Blog gestoßen. Ich bin direkt mal Follower bei dir geworden!

    Ich liebe X-Men! :D
    Muss mir unbedingt so schnell wie möglich den Film anschauen! :) Magneto mag ich am liebsten ;)

    Ich finde übrigens Jenifer Lawrence als Kantiss echt gut :)

    Ich stöbere dann mal ein bisschen auf deinem Blog :)

    Magst du vllt mal bei mir vorbei schauen? Würde mich sehr über einen Kommentar und Follow von dir freuen.
    Ich veranstalte auf meinem Blog oft Lesewochenenden und schreibe Buch- und Film-Rezensionen.
    Mein Blog:
    http://booktasy.blogspot.de
    Liebste Grüße,
    Katrin

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  2. Ich habe den Film Samstag gesehen und bin nicht ganz so begeistert wie du, weil ich ihn teilweise ein wenig unpassend für die X-Men-Filme finde, aber an sich war er toll =)

    Außerdem hatte Jean eine kleine Rolle, das entschädigt mich ja eh für alles xD

    Aber er ist auf jeden Fall lohnenswert und ich freue mich schon auf die Fortsetzung :D

    Liebste Grüße,
    Vivka
    http://windgeflu.blogspot.de

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    1. Oh, warum findest du ihn den etwas unpassend? Das würde mich mal interessieren :)

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    2. Ich kann es ehrlich gesagt, gar nicht so genau sagen ^^ Ich fand ihn vlt etwas zu sehr in die Zukunft gegriffen ... mir fehlt da son bissel was dazwischen ... aber das sind alles nur so Kleinigkeiten ^^
      Außerdem musste ich zwischendrinn immer an Transformers denken, mochte die Centinals nicht so sehr ... ich persönlich fand alles ein wenig zu futuristisch ^^
      Aber das ist nicht schlimm, an sich war der Film wie Marvel- und vor allem X-Men-typisch fantastisch =)

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  3. Schöner hätte ich es auch nicht schreiben könne. Einfach toll. Mir hat der Film super gut gefallen, auch bzw. gerade weil ich an einigen Stellen wirklich schlucken musste (ich verkneif mir jetzt die Spoiler). Freue mich schon tierisch auf X-Men Apocalypse.

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    1. Aber jetzt müssen wir 2 Jahre warten!!! :(

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  4. Ich werde mir den Film schon alleine wegen Hugh Jackman anschauen :D
    Wobei ich zugegeben kein riesen Fan der X-Men bin, ich schaue sie mir gerne an, aber einen Hype haben sie bei mir noch nicht ausgelöst ;)

    LG
    Daggi von der Buchlounge

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    1. Dann kannst du dich auf Hugh Jackmans Hintern freuen :D

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  5. Huhu,

    ich komm von Ankas Blubberwoche auf deinen Blog gestolpert und bin begeistert wie schön du ihn aufgebaut hast.
    Bisher hab ich an den Film gezweifelt, ich bin nun nicht der größte X-Men-Fan aber ich mochte die Filme und die Serie habe ich damals auch ab und an mal gerne gesehen.
    Leider habe ich mich von einer Kritik etwas zurück drängen lassen.
    Dank deiner Meinung wird sich mein Schatz freuen, wenn ich ihm sage, lass uns doch X-Men schauen.

    Liebe Grüße
    Grinsemietz

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