Seiten

Donnerstag, 15. Mai 2014

Film - "Bad Neighbors"

Bildquelle: filmstarts.de





Titel: Bad Neighbors
Regie: Nicholas Stoller
Genre: Komödie
Länge: 97 Minuten
Jahr: 2014












Mac (Seth Rogen) und Kelly Radner (Rose Byrne) sind junge Eltern und wohnen in einer netten, ruhigen Vorstadtsiedlung. Sie sind mit ihrem Leben sehr zufrieden, auch wenn sie lieber öfter mal ausgehen würden, als den ganzen Abend auf ihre Tochter aufpassen zu müssen.
Als in das Nachbarhaus eine Studentenverbingung, angeführt von Teddy (Zac Efron) und Pete (Dave Franco), einzieht, erkennt das Paar, dass ihnen ein paar unruhige Nächte bevorstehen werden, in denen sie und ihr Baby durch die Musik und den Lärm der Nachbarn wachgehalten werden.
Da sie sich aber nicht viel älter fühlen als die Studenten nebenan und noch nicht auf das Altenteil abgeschoben werden wollen, versuchen sie ihre Bitte nach Ruhe ganz cool und lässig vorzubringen.
Auch wenn ihnen die Coolness fehlgeht scheint alles in Ordnung zu sein, als die Verbindung verspricht auf ihre Nachbarn zu achten und falls nötig die Musik leiser zu drehen.
Da der Film aber so keinen Plot hätte, ignorieren die Studenten die Anrufe des Elternpaares und feiern weiterhin so laut wie zuvor, bis Mac beschließt die Polizei zu rufen.
Dieser Vertrauensbruch bringt die Studentenverbindung und allen voran Teddy in Rage und hat einen Nachbarschaftsstreit, der es in sich hat, zur Folge.





Ich gebe es hier am Besten gleich zu Anfang zu: Ich bin ein großer Seth Rogen Fan und daher vielleicht etwas voreingenommen. Ich kann auf jeden Fall eine Empfehlung aussprechen sich den Film im Kino anzusehen, muss aber gleich dazu sagen, dass (auch wenn damit viel beworben wird) die Macher von "Das ist das Ende" hier keine so gelungene Komödie abgeliefert haben, wie die eben genannte.

Der Film legt zwar eine hohe Gagdichte vor und auch die Schauspieler sind wirklich gut besetzt, aber wenn man sich "Bad Neighbors" ansehen möchte muss man auch mit einigen platten Pointen und albernen Witzen rechnen. Die Witze, die nicht so stumpf sind, sind dafür allerdings sehr gelungen. Mir fiele kein Mensch ein, mit dem ich in diesen Film gehen könnte, ohne dass er an einigen Stellen lacht. Zu absurd und überraschend werden die Szenen und das Verhalten der Figuren dargestellt.
Davon wird allerdings, wie so oft in letzter Zeit, viel zu viel im Trailer verraten, wer also noch keinen Trailer gesehen hat, dem empfehle ich das auch nicht zu tun, bevor er nicht den Film gesehen hat.

Die schauspielerische Leistung hat mich sehr überrascht und beeindruckt. Ich werde hier nur die vier Hauptersonen beschreiben, auch wenn einige Szenen nur durch die Nebendarsteller wirklich lustig wurden, das alles aufzuzählen würde aber zu viel vorwegnehmen. Was ich sagen kann ist, dass Macs bester Freund und dessen Ex-Frau ein paar lustige Aktionen zeigen. Dass Christopher Mintz-Plasse (den meisten besser bekannt als "McLovin" aus Superbad) sehr gut spielt und, dass auch die Dekanin der Universität, gespiellt von Lisa Kudrow ("Pheobe" aus Friends), einigen Humor zu bieten hat.

Jetzt aber zu den Hauptdarstellern: Seth Rogen spielt, wie eigentlich in jedem Film, sich selbst. Er ist ein Mann, der älter ist als er gerne wäre und seine Zeit lieber mit Kiffen und Videospielen verbringen würde, als zu arbeiten oder Verantwortung zu übernehmen.

Zac Efron, von dem ich nie etwas besseres als "High School Musical" erwartet hätte, hat mich hier besonders überrascht. Er zeigt, dass er nicht nur der singende Schönling ist, sondern auch schauspielerisches Talent besitzt. Er verleiht seinem Charakter durch Mimik und Gestik mehr Charakter als andere mit langen Monologen.

Auch überrascht wurde ich von Rose Byrne, die mir nie als besonders begabte Schauspielerin in Erinnerung geblieben ist. Ihre gespielte Coolness, die meistens in Peinlichkeit endet, hat mich mehr als einmal zum Lachen gebracht und sie stiehlt damit manchmal sogar Seth Rogen und Zac Efron die Show.

Anstatt wieder mit seinem alten Freund James Franco vor der Kamera zu stehen, ist hier an Seth Rogens Seite sein jüngerer Bruder Dave Franco zu sehen. Er zeigt hier, dass er auch Emotionen spielen kann und nicht nur ein kaltherziges Arschloch darstellen kann, wie er in der furchtbaren 9. Staffel von "Scrubs" dargestellt wird. Seine Figur ist  mir schnell ans Herz gewachsen, da er der einzige zu sein scheint, der versucht beide Seiten des Nachbarschaftskrieges zu verstehen.

Der Humor des Films trifft größtenteils meinen Geschmack und ich bin auch nicht enttäuscht worden, allerdings bin ich  mir sicher, dass er hätte besser werden können, wenn Seth Rogen selbst Hand ans Drehbuch gelegt oder James Franco mit ins Boot geholt hätte, nicht unbedingt als Schauspieler, aber als Regisseur oder Drehbuchautor, dann wäre ich wahrscheinlich mehr als nur einmal ins Kino gegangen.







Abschließend bleibt mir nur noch einmal zu wiederholen, dass ich jedem empfehlen kann sich den Film anzusehen, und dass ich überzeugt bin, dass fast jeder Mensch einige Male zumindest grinsen muss. Wer Seth Rogen nicht mag ist vielleicht nicht gut beraten, sich den Film anzusehen, aber warum sollte man das auch tun, dennoch würden auch diese Menschen auf ihre Kosten kommen.

Insgesamt ist es ein gut gelungener Film mit jeder Menge Humor und Witz, aber ohne besondere Story, daher von mir 4 von 5 Skulls.




Kommentare:

  1. Uh ds klingt ja ganz gut :) dann muss ich den film wohl auch noch gucken gehen :)
    Was Zac Efron angeht, zu hsm muss ich wohl nichts sagen ... eine dunkle Zeit ;) Mich persönlich hat er i n "17 again" überzeugt dass er auch anders kann ;) sehr lustiger film und er spielt echt gut :)

    Liebste Grüße, Katharina

    AntwortenLöschen
  2. Hi Katharina,
    ich würds dir auf jeden Fall empfehlen, ich bin auf meine Kosten gekommen.
    Ahja, stimmt. Jetzt wo dus sagst fällts mir auch wieder ein, 17 again ist mit Sicherheit deutlich besser als Highschool Musical :D Den sollte ich mir wohl auch nochmal angucken, um zu sehen wie gut Zac Efron da spielt^^
    Liebe Grüße,
    Jonas

    AntwortenLöschen