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Montag, 5. Mai 2014

Buch - "Die Poison Diaries - Liebe ist unheilbar" von Maryrose Wood

entnommen bei fischerverlage.de





Titel: Die Poison Diaries - Liebe ist unheilbar
Autor: Maryrose Wood
Verlag: FJB
Seiten: 272
Preis: 14,95€ (HC) / 12,99€ (eB)









Die Poison Diaries – der Beginn einer lebensgefährlichen Liebe Um 1800: Jessamine lebt mit ihrem Vater in einer verlassenen Kapelle im Norden Englands. Sie führen ein stilles, von Jahreszeiten geprägtes Leben. Jessamines Vater ist Botaniker, seine Leidenschaft sind Heil- und Giftpflanzen. In einem verborgenen Giftgarten züchtet er mächtige tödliche Gewächse, sorgsam darauf bedacht, seine Tochter von der Gefahr fernzuhalten. Als eines Tages Weed auftaucht, ein rätselhafter Fremder mit absinthgrünen Augen, verfällt Jessmine ihm sofort. Doch kaum haben die beiden zueinander gefunden, wird das Mädchen sterbenskrank. Was ist Weeds dunkles Geheimnis? Ist er ihre Rettung oder bringt er den Tod? Eine Geschichte, so geheimnisvoll wie die unergründliche Welt der Pflanzen. Denn ob Belladonna heilt oder tötet, darüber entscheidet am Ende die Liebe …


Das Buch habe ich schon seit Jahren auf meiner Wunschliste, im Nachhinein frage ich mich, wie es dort gelandet ist. Ich bin ganz froh, dass ich es bei reBuy für unter 2€ erstanden habe, mehr Geld wäre dafür auch zu schade gewesen. Das Buch lässt sich gut mit einem Wort zusammenfassen: Seltsam! 

Es beginnt mit Belladonna-Samen. Jessamine wurde mit der Pflege der giftigen Samen beauftragt. Eine heikle Angelegenheit, doch sie freut sich über die Aufgabe. Ihr Vater ist eine Art Heiler, bezeichnet sich aber eher als Wissenschaftler, der den Pflanzen ihren Geheimnisse entlocken will. 
Die beiden leben in einer alten Abtei, mit unzähligen Blumen- und Kräuterbeeten. Doch eines von ihnen darf Jessamine nicht betreten: jenes mit den giftigen Pflanzen. 
Eines nachts, als ihr Vater wieder zurück ist, bestattet ihnen der Gründer der Irrenanstalt einen Besuch ab und liefert einen Jungen bei ihnen ab. Schnell wird klar, dass mit ihm irgendetwas nicht stimmt. 

Die Charaktere waren mir zu anstrengend und auch zu blass. 
Jessamines Alter war mir am Anfang völlig unklar. Sie wird wie ein Kind behandelt und wirkt auch von ihrer Erzählweise sehr kindlich, dabei ist sie doch schon sechzehn Jahre alt. Irgendwie ist sie seltsam und ich wurde mit ihr einfach nicht warm. Sie ist wie ein Fähnchen im Wind: Sie verliebt sich in Weed, will nur noch bei ihm sein und mit ihm reden, dann hat sie wieder Angst von ihm, kann oder will ihm nicht vertrauen und ist dann doch wieder hin und weg. 
Über Weed erfährt man nicht so viel. Er ist sehr geheimnisvoll und besitzt eine sehr seltene Gabe. Am Anfang schweigt er sich aus, seine Gefühle sind größtenteils unbekannt und er war auch recht schwer zu verstehen. Später wird dann klar, dass er Jessamine auch liebt und sie ihn wohl verändert hat. 
Der Vater war auch recht seltsam. Seine Stimmungen schwanken ähnlich, wie die Gefühle von Jessamine. Er rastet bei einer Kleinigkeit aus, dann ist er doch wieder ruhig und gefasst, nur um später wieder böse zu werden. 

Ich kam nicht wirklich an die Charaktere heran. Sie waren zweidimensional und auch die Beziehung zwischen Weed und Jessamine war nicht wirklich spannend. Mir fehlte da die Tiefe. Alles wirkt platt und nicht so gut durchdacht.

Der Stil war auch nicht meins. Wie schon erwähnt, weiß man bei Jessamine nicht, wie alt sie sein soll. Es wirkt, als konnte sich die Autorin nicht wirklich festlegen. Die Sätze fühlen sich teils an, wie willkürlich aneinander gereiht, es wollte nicht so wirklich passen. Die Beschreibungen waren manchmal seltsam, aber das kann auch an einer fehlerhaften Übersetzung liegen. 
Ihr Fiebertraum war dann sogar noch anstrengender. Am liebsten hätte ich schon eher mit dem Buch aufgehört, aber die Stelle hat mich dann von meinem Vorhaben überzeugt. Da waren mir die restlichen 50 Seiten auch egal. 

Die Idee dahinter mag ja gut sein, eigentlich gefiel sie mir auch, aber irgendwie hätte ich dann doch etwas anderes erwartet. Sprechende Blumen sind ja an sich eine tolle Sache, das hätte man z.B. mit einer besonderen Sprechweise oder ähnliches aufpeppen können. Stattdessen reden sie normal, sind vielleicht ein bisschen eingebildet, aber insgesamt nicht wirklich interessant. Angeblich erzählen die Bäume uralte Geschichten, nur... Wieso werden die nicht auch im Buch erwähnt? Schade drum.
Die Tagebucheinträge fand ich auch nicht wirklich sinnvoll. Es soll ja ein Gartentagebuch sein. Aber so wirklich interessant waren die Einträge nicht, es waren meist nur Umstandbeschreibungen oder Infos die der Leser sowieso bekommen hätte. Ich fand sie unnötig und langweilig. 

Zum Ende kann ich ja nun nichts sagen, da ich vorher aufgegeben habe. 

Das Buch ist überhaupt nicht mein Fall. Ich habe nicht verstanden, was die Autorin mir sagen wollte. Es war wirr, seltsam und auch ein wenig langweilig. Alles in allem hat es mich die meiste Zeit beim Lesen frustriert und ich ärgere mich, dass ich nicht schon vorher abgebrochen habe. 
Ich kann mir aber vorstellen, dass es vielleicht für jüngere Leser ganz interessant ist, eben auch wegen den sprechenden Pflanzen. Für mich war es ein Fehlkauf. 
1,5 von 5 Skulls!


Kommentare:

  1. Ich habe das Buch nicht gelesen und dank deiner Rezension werde ich es auch niemals machen :-).
    Mich würde sowas nämlich genauso nerven wie dich :-)

    Liebe Grüße
    Vanessa

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    1. Klingt ziemlich drastisch xD Aber man muss ja nicht alles lesen und das Buch werde ich niemandem empfehlen! Wirklich nicht...
      Aber schön, dass ich dir abraten konnte ^^
      LG
      Engelchen

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  2. Hui. Ich habs damals auch gelesen (aber noch nicht rezensiert - 3 Jahre ists her) und muss aber sagen, dass es mir damals doch ziemlich gut gefallen hat.
    Naja, Geschmäcker sind eben verschieden!

    LG
    Nazurka

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