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Montag, 28. April 2014

Serie - Game of Thrones Season 1



Titel: Game of Thrones (Season 1)
Produktion: David Benioff
Nach Vorlage von: George R.R. Martin
Inhalt: 10 Folgen mit 539 Minuten Spieldauer
FSK: 16
Preis: 12,90€ (Amazon)










Die Sommer dauern mehrere Dekaden und die Winter können ein Leben lang anhalten in der fantastischen Welt der neuen herausragenden HBO®-Serie basierend auf der erfolgreichen Fantasy-Buchreihe Das Lied von Eis und Feuer von George R.R. Martin. Vom ränkevollen Süden bis hin zu den wilden Ostländern, im eisigen Norden und an der uralten Mauer, die das Land von der Dunkelheit trennt, kämpfen die machtvollen Familien der sieben Königreiche verbissen um den Eisernen Thron. Es ist ein hintergründiges und betrügerisches Spiel um Einfluss und Ehre, Unterwerfung und Triumph. Im Game of Thrones, dem Spiel um den Thron, gibt es nur zwei Möglichkeiten: Gewinn oder stirb.

Quelle: Amazon


Allein das Intro ist schon episch!



Bewegt man sich zwischen Nerds und Geeks kommt man um ein Thema ganz bestimmt nicht mehr herum: Game of Thrones. Nicht nur, dass die gewaltigen Bücher ganze Regale füllen, nein, auch die Serie flattert über die Mattscheibe und begeistert unzählige Menschen. Da wurde es auch so langsam mal Zeit für mich, mir dieses Phänomen genauer anzusehen.

Westeros ist ein friedliches Land - zumindestens dem Schein nach und so lange der Sommer herrscht. Doch in den hohen Familien der Lords werden Intrigen gesponnen und Messer gewetzt. Ned Stark wir an den Hofe des Königs, seinem alten Freund Robert, gebeten, um seine Rechte Hand zu sein und erkennt erst viel zu spät, in welches Netz aus Lügen er da gerät. Als der König stirbt, stürzt das Reich in eine ungewisse Zukunft. Nicht nur die Lords aus dem Norden um Robb Stark ziehen gegen den Thronfolger und seine Familie, auch die letzte Tochter aus dem Hause Targaryen will ihr Reich zurück. Als ob das noch nicht reichen würde, zieht auch noch der Winter auf.

Das erste, was man über GoT erfährt, ist: Gewöhn dich nicht an Charaktere, sie sterben eh. Daraus lässt sich schon schließen, dass die Serie nichts für zart besaitete Menschen ist. Die Schwerter werden schnell gezückt und geschwungen und die ein oder andere Rolle muss Kopf und Leben lassen. Meine Lieblinge leben aber am Ende der ersten Stafel noch - zum Glück!
Die Mischung der Charaktere ist einfach einzigartig und abwechslungsreich. Es gibt den rauen Helden aus dem Norden mit den hohen Moralvorstellungen, den listigen, charmanten, undurchsichtigen Typen, die starken Frauen, die falschen Biester, potente Greise, wilde Reiter und ein paar Wölfe. Jeder Zuschauer wird dort Rollen finden, die er lieben und hassen kann und bei anderen lange überleben müssen, auf welcher Seite sie eigentlich stehen. Die Charaktere sind sehr ausgearbeitet und in meinen Augen bestens besetzt, so dass es nicht langweilig wird. Selbst Nebenrollen, die nur kurz auftauchen, haben etwas besonderes und wirken sehr durchdacht, wie z.B. Aryas Tanzlehrer.

Westeros ist eine harte, mittelalterliche Welt und das wird sehr gut in der Serie projiziert. Auch wenn es starke, weibliche Rollen gibt, sind sie doch den Männern untergeordnet. So fangen sie sich oft Ohrfeigen ein, werden für politische Zusammenschlüsse einfach irgendwie vermählt oder ein Mann nimmt sie sich einfach mal eben. Neben Enthauptungen und Schlägerein sieht man mindestens genau so viel nackte (hauptsächlich weibliche) Haut. Die Darstellung der Welt ist ungeschönt und wirkt so realistisch - falls man das von einer Fantasywelt behaupten kann. Das lässt einen vielleicht schon mal kurz schlucken. Aber gerade deshalb kommt auch oft eine kalte, bittere Ironie auf, die einen manchmal ungewollt lachen lässt.
Sowieso glänzt die ganze Serie eher mit intelligenten Wortgefechten anstatt mit Spannung und Aktion. Wer lange Schlachten und gut choreographierte Kampfszenen erwartet, wird leider enttäuscht. Erstere werden in der Regel ausgeblendet und man sieht nur den Ausgang. Letztere gibt es nur sehr sporadisch. Die Serie dreht sich hauptsächlich um die Intrigen und Ränkespiele der Lords und ihrer Familien. So hatten mein Freund und ich am Ende einer Folge ganz oft das Gefühl, dass eigentlich nichts passiert ist, aber dabei wurde es nie zäh oder langweilig. Besonders schlimm sind die ständigen Cliffhanger am Ende der einzelnen Folgen und auch das Staffelfinale macht einem direkt Lust auf mehr, da alles so in einer Aufbruchsstimmung endet. Wer also was gegen Cliffhanger hat, sollte zu sehen, dass er alle Folgen direkt hintereinander sehen kann.
Natürlich wirkt die erste Staffel wie eine langgezogene Einführung. Charaktere werden vorgestellt oder machen eine wichtige Entwicklung durch, die sie für den weiteren Verlauf prägt. Und die Probleme und Konflikte werden vorgestellt. Richtig ins Rollen kommt die Geschichte noch nicht, aber sie legt einen sehr spannenden Grundstein.


Game of Thrones ist ein Phänomen mit Suchtpotential und sollte bei jedem Fantasyfan ganz oben auf der To-Do-Liste stehen. Einzigartige Charaktere in traumhaften Kulissen und verzwickte Intrigen ziehen den Zuschauer schnell in den Bann. Bei uns steht schon die zweite Staffel bereit und ich bin sehr gespannt, wie es weiter geht. Von den nächsten Staffeln erwarte ich mehr, nach dem die erste Staffel wie eine Einführung auf mich wirkte.
Von mir 4 von 5 Skulls.

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