Seiten

Dienstag, 29. April 2014

Buch - "Mystic City - Das gefangene Herz" von Theo Lawrence

entnommen bei ravensburger.de





Titel: Mystic City – Das gefangene Herz
Autor: Theo Lawrence
Genre: Dystopie
Verlag: Ravensburger Buchverlag
Seiten: 416
Preis: 16,99€ (HC) / 12,99€ (eB)





Aria Rose hat mit einem Schlag ihr Gedächtnis verloren. Als sie dann auch noch den gut aussehenden Hunter trifft, ist ihre Verwirrung vollkommen. Auf mysteriöse Weise fühlt sie sich zu ihm hingezogen, doch diese Liebe darf nicht sein. Denn Hunter gehört zu den Mystikern, einer Rebellengruppe mit magischen Fähigkeiten. Sie werden von Arias Familie von jeher unterdrückt. Kaum gibt Aria sich ihren verbotenen Gefühlen hin, entbrennt ein erbitterter Machtkampf in der Stadt und eine dunkle Erinnerung kehrt zurück ...
Bei dem Buch hat mich das Cover angesprochen, aber keine Ahnung, wieso. Irgendwie mochte ich es und habe länger mit mir gehadert, es zu kaufen. Schließlich habe ich mich zu dem englischen eBook durchgerungen und den Kauf auf jeden Fall nicht bereut. 

Es beginnt auf einer Verlobungsfeier. Aria hatte eine heimliche Affäre mit Thomas. Die Eltern der beiden stehen sich seit Generationen feindlich gegenüber, sodass sich die Jugendlichen heimlich treffen mussten. Weil sie so verliebt ineinander waren, haben ihre Eltern ihre Verbindung dann doch gebilligt. Doch Aria weiß davon nichts mehr. Sie hat alle ihre Erinnerungen an Thomas verloren und sieht ihn zu ihrer Verlobung scheinbar zum ersten Mal. Als später Erinnerungsfetzen aufblitzen, wirken diese falsch, aber sie versucht alles, sich wieder in Thomas zu verlieben und mit der seltsamen Situation klarzukommen. Doch dann trifft sie auf Hunter und das Gefühlschaos nimmt seinen Lauf. 

Die Charaktere waren am Anfang etwas blass, doch ich habe sie schnell ins Herz geschlossen. 
Aria konnte ich nicht so wirklich einschätzen. Sie tat mir leid, weil sie in die Situation hineingeworfen wurde. Plötzlich hat sie einen Verlobten, an den sie sich nicht erinnern kann und entdeckt verschiedene Geheimnisse ihrer Familie. Sie muss ziemlich viel einstecken. Aber später mochte ich sie dann gern. Sie beginnt sich von der Familie zu lösen und geht ihren eigenen Weg.
Hunter hat eine sehr seltsame Art der Magie. Zuerst dachte ich: Praktisch, um schnell von A nach B zu kommen, aber sonst? Doch auch daraus macht der Autor etwas Besonderes und lässt die Fähigkeit, wie ich finde, genial zum Einsatz kommen.
Kommen wir zu Thomas. Thomas war für mich derjenige, den ich nicht mochte. Er ist zu glatt, zu steif, zu perfekt. Wenn der Name auftauchte, habe ich schon die Augen verdreht. Ich weiß auch nicht wieso, ich hatte kein gutes Gefühl bei ihm.

Die Beziehungen sind ganz gut dargestellt, nicht nur zwischen Hunter, Aria und Thomas, sondern auch zwischen Aria, ihrer Freundin, ihrem Dienstmädchen und ihren Eltern. Der Autor hat nicht nur die Liebesbeziehung in den Vordergrund gestellt, sondern ist auf vieles mehr eingegangen. Man sieht wie sich Beziehungen aufbauen, wie sie sich verändern und auch, wie sich Aria distanziert, als sie immer mehr aufdeckt. 

Den Stil mochte ich ganz gern. Auch im Englischen lässt es sich gut und flüssig lesen, selbst bei den Magiebeschreibungen bin ich nicht gestolpert. Es ist eigentlich ganz spannend gemacht, dass der Leser am Ball bleibt, auch wenn vielleicht nicht allzu viel passiert. Man wird mitgerissen, weil man wissen will, ob sich Aria wieder erinnert, was wirklich passiert ist und so weiter.
Es war stellenweise sehr vorhersehbar und hat mich kaum überraschen können, dennoch habe ich es gern gelesen, da die Umsetzung trotz allem gut war. 

Die Idee mit den Mystikern und den unterschiedlichen Fähigkeiten gefiel mir ziemlich gut. Die modernen Magier, die einst halfen, die Stadt aufzubauen und nun ausgenutzt und ihrer Kräfte beraubt werden.Wie sollte es anders sein, gibt es auch hier einen Widerstand. Viele Mystiker leben im Untergrund, um ihre Kräfte zu schützen.
Auch die Parallele zu Romeo & Julia gefiel mir gut. Klar, kennt man das inzwischen, aber ich konnte mich damit echt anfreunden. Die verfeindeten Familien, die sich am liebsten zerfleischen wollen. Durch die Hochzeit arbeiten zumindest die Roses und Fosters zusammen, doch auch dieses Bündnis wirkt nicht allzu stabil, zumal die Anhänger der jeweiligen Familie sich nicht so schnell umstimmen lassen. 
Auch weiß man nie so wirklich, was man von den Charakteren halten soll. Ich war bei jedem ziemlich misstrauisch. Kann man ihm trauen? Gibt es noch ein Geheimnis? Gut oder böse? Das ist mal richtig klasse, dieses ständige schwarz-weiß wird mir auf Dauer langweilig. Das ist in dem Buch definitiv nicht der Fall.

Das Ende hat es für mich richtig rausgerissen. Es ist spannend und actiongeladen, es passiert ziemlich viel und auch die Magie kommt hier vermehrt zum Einsatz. Der Autor zeigt hier noch ein paar tolle Ideen und trumpft meiner Meinung nach noch mal richtig auf. Mit dem Ende konnte er mich sogar doch noch überraschen. 
Es geht ein wenig abrupt zu Ende, sodass man quasi weiter lesen muss, was ich wieder ein bisschen doof fand. 

Insgesamt ein gutes Buch, mir hat nur das gewisse Etwas gefehlt, der Funke ist nicht komplett übergesprungen. Aber auch wenn es mich nicht komplett packen konnte, habe ich es gern gelesen und freue mich schon auf den nächsten Band.
Ein tolles Buch, bei dem die Funken fliegen. Eine Mischung als alt und neu, mit einem Schuss Magie. 

Von mir gibt es 4 von 5 Skulls!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen