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Mittwoch, 5. März 2014

PC-/Konsolenspiel - "Diablo III" von Blizzard Entertainment

Bild vom Diablowiki entnommen





Publisher: Blizzard Entertainment
Titel: Diablo III
Genre: Action/RPG
Preis: ab 23,00 € (Download PC, für Konsole etwa das Doppelte)









Zwanzig Jahre sind vergangen, seit die Großen Übel besiegt und aus der Welt von Sanktuario verbannt wurden. Nun kehren Sie dorthin zurück, wo alles begonnen hat: In die Stadt Tristram. Dort müssen Sie Gerüchten auf den Grund gehen, ein Stern sei eingeschlagen – ein erstes Zeichen für die Wiedergeburt des Bösen und ein Omen dafür, dass die Endzeit angebrochen ist.

Quelle: Deutsche Seite von Blizzard Entertainment

Anlässlich des baldigen Erscheinenes des Diablo-III-Add-Ons "Reaper of Souls" hier eine Rezension über das Action-RPG von Blizzard.
In erster Linie beziehe ich als passionierte PC-Zockerin mich hier auf die PC-Version des Spiels. Zur PS3-Version, die ich ebenfalls besitze, aus Zeitgründen allerdings gerade mal eine Stunde etwa gedaddelt habe, sage ich zum Schluß noch ein, zwei Takte.



Am PC herrscht Onlinezwang, was ich sehr schade finde, da man sehr abhängig von den leider häufiger mal down gehenden Servern, sowie einer funktionierenden Internetverbindung ist. Trostpflasterchen: Auch über den Handy-Hotspot kann man bei einigermaßen anständigem Empfang vernünftig spielen. Des Weiteren benötigt man einen Battlenet-Account. Der ist schnell eingerichtet, kostenlos und wer WoW oder ein anderes Spiel aus dem Hause Blizzard zockt, hat in der Regel bereits einen.

Die Menüführung ist sehr übersichtlich und führt nach dem Intro, welches in wirklich hervorragender Qualität vorliegt, zu Charaktererstellung. Ganze fünf Klassen sind spielbar: Barbar, Mönch,
Screenshot - der weibliche Mönch mit Ausrüstung
Hexendoktor, Dämonenjäger und Zauberer. Das Aussehen ist nicht beeinflußbar, es ändert sich nur abhängig von den genutzten Waffen und Rüstungsteilen. Das Spiel geizt allerdings mit Informationen - wer genau wissen will, was Stärken und Schwächen der jeweiligen Klassen sind und wie sie am effektivsten geskillt werden, sollte sich im entsprechenden Wiki schlaumachen.
Zwischen den Klassen gibt es deutliche Unterschiede: Barbar und Mönch sind Nahkämpfer, sie teilen viel Schaden aus, können viel Schaden einstecken; der Mönch ist dabei die etwas beweglichere Klasse. Die anderen drei Klassen habe ich nur angespielt, ich muss einfach immer mitten im Gewühl stehen, darum kann ich mit ihnen, die sie eher Fernkämpfer sind, nicht viel anfangen. Richtig ausgerüstet und geskillt teilen sie allerdings Schaden aus, der riesige Schneisen in die Gegner schneidet.
Auf die Story hat die Wahl des Charakters keinen Einfluß, lediglich die Filmszenen zu Beginn der einzelnen Teile unterscheiden sich ein wenig. Auch die Handlungen und Entscheidungen, die man trifft, sind bereits vorgegeben, sodass starr der vorgesehenen Handlung gefolgt wird.

Der Beginn ist zugleich eine Art Tutorial, das den Einstieg erleichtert, leider jedoch bei erneutem Spielen nicht zu überspringen ist, da er fester Teil der Story ist. Und man wird diesen Teil wieder und wieder spielen, denn die Schwierigkeitsstufen Alptraum, Hölle und Inferno lassen sich erst nach Durchspielen der jeweils vorangegangenen spielen, wobei auf normal begonnen wird. Die zweite Voraussetzung zur Freischaltung eines neuen Schwierigkeitsgrades ist das Erreichen einer bestimmten Stufe.
Irgendwann schleichen sich Langeweile und Überspielung ein, wenn man wieder und wieder dieselben Maps und Kampagnen spielt. Daran ändern auch einige neue Monster auf höheren Schwierigkeitsstufen nichts.
Zuletzt gibt es noch den Hardcore-Modus, der vollkommen von den anderen Schwierigkeitsstufen losgelöst ist, ein eigenes Inventar und nur in diesem Modus spielbare Charaktere besitzt. Hierbei ist der Charakter nämlich weg, sobald er stirbt. In den anderen Modi lassen sich die Charaktere am letzten Speicherpunkt oder auch durch Mitspieler, sofern vorhanden, wiederbeleben; einzige Konsequenz wenn man stirbt ist der Verschleiß der Rüstung und der Waffen.

Die Steuerung ist denkbar einfach: Die linke Maustaste (LMT) halten und bewegen oder auf die Stelle, zu der man laufen möchte, um sich zu bewegen. Mit LMT oder der rechten Maustaste (RMT) auf einen Gegner klicken, um ihn anzugreifen, wobei auf der RMT und den Tasten 1 bis 3 besondere Angriffe liegen. Diese erfordern zum Beispiel Geisteskraft, um sie zu benutzen, sind in der Regel stärker als der auf der LMT liegende und werden nach und nach freigespielt. Mit Runen kann man die bis zu vier pro Taste zu Verfügung stehenden Angriffe verändern
Dies mag einen Neuling zu Anfang überfordern, ist aber schnell zu durchschauen und zudem durch kurze Beschreibungen erleichtert. Auch die restlichen Funktionen wie Map, Tränke, Teleport, etc. sind leicht zu finden und zu bedienen.

Ein Blick auf die Map empfiehlt sich immer. Zwar ist ein Verlaufen aufgrund der nicht wirklich offenen Spielwelt fast unmöglich, Sackgassen oder das nötige Aufdecken der gesamten Map zum Abschließen einer Quest können jedoch mitunter nervig sein.
Nebenquests gibt es leider viel zu wenige, einige, wie etwa den Kuhlevel, findet man sogar nur, wenn man weiß, dass es sie gibt, oder man stolpert zufällig darüber.

Die Ausrüstung und die Waffen lassen sich später teilweise durch den Gebrauch von Edelsteinen (kann man finden, herstellen oder kaufen) verbessern. Sehr schade ist, dass man in der PC-Version
Screenshot - noch relativ übersichtliches "Getümmel"
meist nur allen möglichen Schund findet: wertlose Ausrüstungsgegenstände, solche, die viel schlechter sind als die derzeit genutzten, auf andere Klassen zugeschnittene ... Hier soll das Auktionshaus, kurz AH, helfen. Im AH kann der Spieler Ausrüstung, Waffen, Edelsteine und Schmiede-/Juwelierrezepte kaufen und verkaufen. Die Währung: Echtgeld oder im Spiel gefundenes Gold. Die Preise: Meist unbezahlbar hoch. Die Folge: Ewiges Farmen und Leveln, was entweder aufgrund geringer Schwierigkeit sehr lange dauert (je schwächer die Gegner, desto weniger Gold - logisch) oder aber sehr frustrierend ist, da man ohne passende Ausrüstung bei zu hoher Schwierigkeit andauernd stirbt. Dadurch geht das gerade gefarmte Gold meist für die Reparatur der Rüstung sofort wieder drauf - effektiv ist anders.
Allerdings wird das AH zum 18. März 2014 abgeschafft. Danach sollen weit weniger, dafür allerdings passendere Items droppen - ich bin gespannt!

Spielbar ist Diablo III alleine oder mit bis zu drei weiteren Spielern. Das ist ein großes Plus für das Spiel, da dadurch ein wenig mehr Abwechslung und Unterhaltung in die wie oben bereits erwähnt schnell langweiligen Kampagnen kommen kann.

Die Grafik hat mir sehr gut gefallen. Grafikbugs sind mir auch nach vielen Dutzend Spielstunden kaum welche aufgefallen. Schön ist auch der Detailreichtum, man hat nicht das Gefühl, durch eine leere, lieblos zusammengewürfelte Welt zu laufen; ganz im Gegenteil.
Die Synchro ist - auf Englisch, wie auch - Überraschung! - auf Deutsch okay. Nervig werden lediglich die dauernden Ausrufe, wenn der Charakter uns mitteilt, zu wenig Geisteskraft, Wut, Lebensernergie, etc. zu haben.

Nun die versprochenen Worte zur PS3-Version: Ich kann mich ehrlich gesagt nicht entscheiden, welche Version mir besser gefällt. Die PS3-Version hat den Charme, dass man zum Beispiel zum Aufsammeln von Gegenständen viel weniger selber tun muss. Auch die Steuerung gefällt mir an der Konsole deutlich besser und zumindest ich kann dort eine weit höhere Beweglichkeit erreichen. Außerdem gibt es hier das AH nicht; stattdessen droppen hier als Questbelohnungen passende Items - und bis Level 10, weiter bin ich mit dem Charakter nicht gekommen, waren sie tatsächlich auch immer passend. Einen Minuspunkt erhält hier das Menü, da dieses in meinen Augen etwas umständlicher ist, damit angefreundet habe ich mich noch immer nicht. Wird allerdings mehr als nur aufgewogen dadurch, dass es an der Konsole keinen Onlinezwang gibt.


Vorsicht, ein Spiel mit Suchtfaktor!
Ich muss gestehen, dass ich zuerst wirklich nicht angetan gewesen bin vom gesamten Spiel, und da ich zu der Zeit lediglich Internet über den Hotspot hatte, "musste" ich mir die teure Version aus dem Laden kaufen. Im Nachhinein bin ich allerdings froh, dass ich mich zu diesem Spiel habe überreden lassen.
Ein durchaus spannendes Spiel, zwar nicht immer ausgewogen, was die Schwierigkeit angeht, da sich einige Endgegner weit schneller plätten lassen, als jene, die sich einem auf dem Weg dorthin in den Weg gestellt haben, sonst aber nicht zu schwer oder zu frustrierend - aus dem Grunde ist es auch Neulingen auf dem Gebiet durchaus zu empfehlen.
Mindestens ist es ein netter Zeitvertreib, aus der "halben Stunde spielen" zwischendurch wird jedoch schnell eine durchzockte Nacht.
Die Negativpunkte werden durch die positiven und den Spielspaß mehr als aufgewogen und ich bin zuversichtlich, dass das Spiel noch mehr Spaß machen wird, sobald das AH abgeschafft wurde.

Meine Empfehlung lautet: Spielen, spielen, spielen und darum auch fünf von fünf Skulls!


Vergesst vor lauter Zockerei aber bitte nicht, weiterhin schön brav hier auf dem Blog mitzulesen! ;)

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