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Freitag, 7. März 2014

Film - "Jack Ryan: Shadow Recruit" von Kenneth Branagh

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Titel: Jack Ryan: Shadow Recruit
Regie: Kenneth Branagh
Genre: Spionagethriller
Länge: 105 Minuten










 
Jack Ryan hat sich zum Kriegseinsatz in Afghanistan gemeldet. Als sein Hubschrauber abgeschossen wird, kommt er nur knapp mit dem Leben davon. Gerade wieder hergestellt wird er vom CIA-Agenten William Harper rekrutiert, um fortan an der Wall Street einen Bürojob auszuüben. Einige Jahre später kommt Ryan einer Verschwörung des russischen Oligarchen Viktor Cherevin auf die Spur: Cherevin plant einen Anschlag und den damit verbundenen Zusammenbruch des Finanzwesens.
Jack Ryan muss wieder zu Waffe greifen. Er begibt sich nach Moskau, wo er, seine Verbündeten und schließlich sogar seine Verlobte Cathy in Lebensgefahr geraten.




 
Mit „Jack Ryan: Shadow Recruit“ liegt ein neuer Film um Tom Clancys Agenten vor. Ich kenne weder die Vorgänger, noch bin ich mit dieser Art Genre übermäßig vertraut, es war eine spontane Aktion, diesen Film zu schauen, nicht zuletzt, da ich mich über die hochkarätige Besetzung gefreut habe.
Diese enttäuscht auch in keinster Weise. Chris Pine spielt die Rolle des Jack Ryan und schafft es erstaunlich überzeugend, dessen Wandlung vom Büromenschen zum Agenten, der um sein Leben und das seiner Verbündeten und Freunde kämpfen muss, darzustellen. Nach „Star Trek – Into Darkness“ hatte ich sehr hohe Erwartungen, die vollkommen erfüllt wurden.
Eine etwas kleinere Rolle hat Kevin Costner, der den CIA-Agenten William Harper spielt. Er braucht seine Leistung allerdings genauso wenig verstecken, wie Keira Knightley oder Kenneth Branagh.


Gute Schauspieler sind mehr als nötig, um die sehr schwache Handlung auszugleichen. Es gibt mehrere lose Enden, offene Fragen. Meiner Meinung nach existiert mindestens ein grober Fehler in der Timeline. Dazu sind einige Entscheidungen viel zu leicht getroffen, Meinungen werden durch wenige Sätze umgeworfen. Charaktere handeln unlogisch und nicht nachvollziehbar.
Die Charaktere haben außerdem kaum Tiefe. Was treibt Cherevin an? Wer sind die Leute, die plötzlich in Moskau auftauchen und helfen?


Wie im Action-Bereich nicht ungewöhnlich werden auch hier die Gesetze der Physik das eine oder andere Mal ausgehebelt, sowie hin und wieder auch die der Biologie, etwa, wenn Ryan mit dem Motorrad fahrend ohne Helm mit einem bremsenden Auto kollidiert und daraufhin nur kurz benommen liegen bleibt. Das ist allerdings eine Sache, über die hier hinweggesehen werden kann, denn immerhin sprechen wir nicht von physikalischen Unmöglichkeiten wie zum Beispiel bei „Alarm für Cobra 11“.


Sehr gut und passend ist es, wenn in Russland in Abwesenheit Anderssprachiger ausschließlich Russisch (mit Deutscher Untertitlung) gesprochen wird oder wenn der russische Akzent im Gespräch mit Anderssprachigen deutlich herauskommt. Das könnte allerdings ein Problem sein für Kinder ab 12 (der Film hat FSK 12) oder sogar jüngere, die eventuell mit dem Lesen nicht mitkommen.
Nett sind auch die Informationen und Bilder, die über Moskau eingestreut werden, wobei auf die rasante Kamerafahrt nach dem Verlassen des Flughafens hätte verzichtet werden können, da diese einfach schwindelig macht und so gut wie nichts zeigt.


Die Filmmusik ist keine, die im Ohr bleibt, allerdings gut eingesetzt. Insgesamt rundet sie den Film in vernünftigem Rahmen ab.


Ein guter Film, der allerdings nicht weit über das Mittelmaß hinaus kommt. Ich bin fast ohne Erwartungen in den Film gegangen, nichtmal einen Trailer kannte ich, und so konnte ich auch nicht enttäuscht werden. Als ich mir diesen nach dem Kinobesuch angesehen habe, war ich mir allerdings sicher, dass diese Enttäuschung nicht ausgeblieben wäre, hätte ich erst den Trailer gesehen.
Den Trailer und einige weitere interessante Informationen kann man übrigens unter anderem hier finden.
Alles in allem ist der Film einen Kinobesuch durchaus wert, auch wenn ich persönlich ihn mir im Kino kein zweites Mal ansehen würde. Da die Story allerdings derart flach und lückenhaft ist, gibt es von mir nur dreieinhalb von fünf Skulls, wobei der halbe ein Bonus für die gute Schauspielerische Leistung ist.





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