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Donnerstag, 27. Februar 2014

Spiel - "Batman Arkham Origins" von Warner Bros. Games




 

Titel: Batman Arkham Origins
Studio: Warner Bros. Games
Genre: Comic-Adaption
Verlag: DC Comics
Spieldauer: ca. 16 Stunden
Preis: zwischen 28,85€ und 36,18€ (je nach Plattform)








Gotham City. Vor zwei Jahren ist Milliardär und Playboy Bruce Wayne aus seinem selbstgewählten Exil zurückgekehrt und kämpft seitdem als Batman für Gerechtigkeit und Ordnung in Gotham. Dabei ist er nicht unbemerkt geblieben. Black Mask setzt für die Nacht des 24. Dezember, Christmas Eve, ein Kopfgeld von 50 Millionen Dollar auf den dunklen Rächer aus. Acht der gefährlichsten Killer der Batman-Serie machen sich auf die Jagd, um den Dark Knight ein für alle Mal aus dem Weg zu räumen.


Die Assassinen von Black Mask
Kämpfe gegen acht der tödlichsten Assassinen im DC-Universum, die für ein Preisgeld von 50 Millionen Dollar auf Batmans Kopf gegeneinander antreten.

Durchstreife die Straßen von Gotham City
Erkunde die riesige Stadt Gotham. Verhindere Verbrechen. Löse Rätsel und suche nach den Erpressungsdaten eines Hacker-Schurken.

Der erste Kontakt
Erlebe Batmans erste Begegnungen mit einigen seiner ärgsten Feinde und engsten Verbündeten.

Erweitere dein Arsenal
Rüste dich auf deinem Streifzug durch die Straßen der Stadt mit der mächtigen Fernkampfklaue und den verheerenden Schockhandschuhen aus und besiege deine Feinde mit spektakulären Moves. 

Quelle: Cover-Rückseite



"I am the reason the criminals breathe easier when the sun rises. Tonight will not be my end, but it will be theirs!"

"You want teeth? I want answers!" 





Da ich beide zuvor erschienenen Arkham-Teile gespielt habe, war es klar, dass ich mir auch Arkham Origins kaufen würde. Origins findet vor den Geschichten  in Arkham Asylum und Arkham City statt, wodurch der Spieler ein paar erste Treffen mit bekannten Gegnern und Verbündeten miterlebt, allerdings sind es nicht so viele, wie der Text auf dem Cover vermuten lässt, um genau zu sein sind es Officer James Gordon, dessen Tochter Barbara, das verrückte Genie E. Nigma und der Joker.


Zugegeben, diese vier sind wohl einige der Wichtigsten in Batmans Lebenslauf, allerdings hatte ich vom Titel (Origins = Herkunft, Ursprung) einen doch etwas tieferen Einblick in Batmans Anfänge erwartet, immerhin kennt er bereits elf der fünzehn für den Erzählfluss wichtigen Personen.


Es wurde, wie schon bei City, viel wert auf eine frei begehbare, relativ große Sandbox-Spielwelt gelegt, in der man, im Gegensatz zu Asylum, nur selten durch enge Gänge oder niedrige Räume bedrängt wird. Die neben der Story jedezeit erfüllbaren Missionen sind deutlich mehr geworden, als noch bei Arkham City, was jedoch leider auch Ausdruck darin findet, dass sich die gestellten Aufgaben häufig wiederholen. Spätestens nachdem man das zehnte Verbrechen im Gange aufgeklärt, das heißt alle daran beteiligten Verbrecher verhauen, hat würde man sich gerne einer weniger stupiden Tätigkeit widmen.


Dafür wurde durch die, bereits aus den Vorgängern bekannten "Stealth-Missionen" gesorgt, in denen man, möglichst ohne gesehen zu werden, einen ganzen Trupp Fieslinge ausschaltet, indem man sich seines Verstandes und Batmans reichhaltigen (nichttödlichen) Waffenarsenals bedient. Alllerdings sind diese Aufgaben nur in der Storyline wirklich gut erdacht und finden außerhalb dieser nur im offenen Gelände statt, was dem Ganzen ein wenig den Flair und auch die Schwierigkeit nimmt.


Glücklicherweise wurden auch sogenannte Kampagne-Karten eingeführt, die einerseits von den Entwicklern selbst erdacht, andererseits von anderen Spielen hochgeladen wurden. Auf diesen Karten, die man außerhalb der Story vom Menü aus startet und die diese auch nicht beeinflussen, kann man entweder auf einer Kampf-Karte gegen einige Wellen von Gegnern antreten oder auf einer Stealth-Karte sein Talent als heimlicher Dark Knight beweisen. Um eins schon vorwegzunehmen: Um in Batman Arkham origins die Platin-Trophäe, beziehungsweise alle Erfolge, freizuschalten muss man alle im Story-Modus auftauchenden Nebenaufgaben beenden, mindestens zehn Verbrechen im Gange verhindern und sowohl alle von den Entwicklern des Spiels programmierten Kampagnen-Karten, als auch einige von anderen Spielern erstellte meistern.


Die Grafik des Spiels kann sich durchaus sehen lassen, die Fledermaus und ihre Umgebung sehen nahezu immer top aus und vorallem die Cut-Scenes sind toll animiert. Bei mir kam es jedoch ein paar Mal vor, dass das Spiel mitten in der Bewegung die Grafiken zwischenladen musste, weil ich einen anderen Bereich Gothams betreten hatte. Da ich nur die PS3-Version gespielt habe, kann ich nicht sagen, wie sich das auf der Xbox 360, der Wii U oder dem PC verhält.



Die Geschichte, die in Origins erzählt wird ist ziemlich einfallslos und lebt nur von den gut dargestellten Figuren. Black Mask setzt ein Kopfgeld auf Batman aus, acht Killer verfolgen ihn, der verhaut jede Menge Verbrecher auf seinem Weg Black Mask aufzuhalten. So einfach lässt sich die Geschichte zusammenfassen, auch wenn ein kleiner Plottwist durchaus vorhanden ist. Dieser ist allerdings vorallem für Spieler der Vorgänger leicht zu entdecken und wird auch schon früh in der Geschichte aufgelöst.


Bevor ich zu meinem Fazit komme noch ein paar Worte über das Kampfsystem, denn wenn Batman eins kann, dann ist es kämpfen. Die Steuerung ist anfangs recht einfach, nimmt aber mit jedem weiteren Gadget, dass der dunkle Rächer bekommt und damit auch im Kampf einsetzen kann, deutlich an Schwierigkeit zu, hinzu kommen verschieden Gegnertypen, die jeweils verschieden Waffentypen verwenden können. Man muss sich also erst einmal einfinden, danach gehen die Kämpfe aber leicht von der Hand und auch größere Gruppen von Feinden sind kaum eine Gefahr. Eigentlich werden Kämpfe sogar einfacher, je mehr Gegner einem gegenüber stehen. Dies liegt an dem so genannten Freeflow-Modus, der bei einer Bestimmt Anzahl an Treffern einsetzt und die Zeit so verlangsamt, dass man taktisch auf die Bewegungen und Aktionen der Angreifer eingehen kann.


Der Freeflow-Modus ist ebenfalls einer der Gründe, warum die Kämpfe in der Batman Arkham-Reihe so fantastisch aussehen. Der Spieler drückt nur wenige Tasten, aber Batman fliegt umher und zeigt ein großes Repertoire an Kampfkunst-Bewegungen, die besonders beim letzten Schlag gegen den letzten Feind ihre Wirkung zeigen, wenn das Spiel noch mehr verlangsamt und die Bewegung so noch cooler, aber auch noch brutaler aussieht.







Die fantastische Grafik und die Abwechslung der Kampf- und Stealth-Missionen haben mich schon seit Batman Arkham Asylum zum Fan gemacht. Die Charaktere sind bis auf wenige Ausnahmen plastisch und mit Liebe zum Detail gestaltet, tauchen allerdings meist nur sehr kurz auf. Besonders ewähnenswert finde ich dabei, dass sich auch die deutsche Synchronisation hören lassen kann. Die deutsche Stimmen von Christian Bale (Batman), Liev Schreiber (X-Men), Tony Shaloub (Monk), Brian Cranston (Malcolm mittendrin) und Danny Trejo (Machete) sind unter anderem mit dabei.

Als Fan der Comics war ich etwas enttäuscht, dass man sich anscheinend für das Publikum der Christopher Nolan Filme interessant machen wollte, indem man das Augenmerk der Geschichte auf den Joker und Bane richtet und so den anderen Auftragskillern, meiner Meinung nach, zu wenig Platz einräumt. Vor allem Killer Croc und der Elextrocutioner werden von Batman ganz fix abgefrühstückt, um sich danach wieder mit Bane oder dem verrückten Clown zu beschäftigen. Was diese These wie ich finde noch unterstützt ist die Tatsache, dass man das Spiel beenden kann ohne alle acht Killer zu treffen.

Batman selbst wirkt auf mich wie eine Mischung der Comic- und der Nolan-Version, er ist etwas düsterer und sein Kostüm ist eindeutig cooler als in den Comics, aber er bringt dennoch coole Sprüche, führt tiefsinnige gespräche mit Alfred und zeigt, dass er auch ohne sein Batmobil im Kampf gegen das Verbrechen bestehen kann.

Wem Batman Arkham Asylum und Arkham City gefallen haben, dem kann ich Arkham Origins nur empfehlen, denn frei nach dem Motto "Altbewährtes sollte man nicht ändern" sind das Kampfsystem, die Verwendung der verschiedenen Bat-Gerätschaften und der Ablauf der einzelnen Missionen nicht großartig verändert worden. Man kann sich auf neue Gadgets, ein schöneres Leveldesign und einige Stunden Spielspass freuen. Doch auch, wer die beiden Teile vorher nicht gespielt hat, ist mit Origins gut beraten, da es, wie ja bereits erwähnt, die Geschichte vor den beiden Vorgängern erzählt.
Von mir 3,5 von 5 Skulls.






 
   





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