Seiten

Montag, 3. Februar 2014

Buch - "Kuss der Wölfin - Die Ankunft" von Katja Piel

Ein Klick führt zum Wölfinnen-Blog





Titel: Kuss der Wölfin – Die Ankunft (I)
Autorin: Katja Piel
Genre: Erotik-Fantasy-Action
Verlag: Selfpublishing
Seiten: 262
Preis: 2,99€ eBook / 8,99€ Print




Mein Name ist Anna Stubbe. Ich bin 422 Jahre alt und eine Gestaltwandlerin. Werwolf, würdest Du vielleicht denken, wenn Du um meine wahre Natur wüsstest, aber Werwölfe sind anders, und ich hoffe für Dich, dass Du nie einen treffen wirst. Ich will Dir meine Geschichte erzählen, vom Sommer 2012 an, als ich Samuel kennenlernte. Und auch aus den Jahren zuvor will ich Dir erzählen, damit Du begreifst: Ich bin kein Monster!
Quelle: Amazon

Hm, Mendea und Erotik. Der aufmerksame Leser unseres Blogs wird schon gemerkt haben, dass diese Mischung so gar nicht passt. Erotische Szenen konnten mich nur selten überzeugen. Meistens nur dann, wenn Erotik überhaupt keinen wichtigen Bestandteil spielte, wie z.B. in „Gebissen“ von Boris Koch oder „Ritus“ von Markus Heitz.
Warum versuche ich es trotzdem immer wieder? Ich habe die Hoffnung, dass ein Autor es schafft, mich zu überzeugen. Meine Hoffnung lag in Katja Piel.


Anna ist eine Wandlerin, sie kann sich in einen Wolf verwandeln. Seit über 400 Jahren streift sich durch Europa – alleine. Nun will sie sich ein neues Leben in Frankfurt aufbauen, doch das ist gar nicht so leicht. Nicht nur der süße Freund ihrer Nachbarin sorgt für Kopfzerbrechen. Plötzlich sind die Schatten der Vergangenheit zurück.
Im 16 Jahrhundert leidet die junge Sibil unter ihrem grausamen Vater, der vom Teufel besessen scheint. Als sie selbst als Hexe verbrannt werden soll, gelingt ihr die Flucht in den Wald, wo sie einem weiteren Ungeheuer in die Arme läuft. Ein Ereignis mit Folgen bis in die Gegenwart.

Meine größte Hoffnung lag darin, dass die Handlung, die so komplex klang, im Vordergrund stand und der Sex nur mit einfließen würde. Ich wurde nicht enttäuscht.
Katja Piel zeichnet sich durch einen flotten, ungeschönten und ehrlichen Stil aus, der mich schon in „The Hunter“ so begeistert hat. Damit packt sie den Leser sehr rasch und schleift einen durch eine actionreiche Geschichte.

Der Plot ist in zwei Handlungsstränge unterteilt. Zum einen begleiten wir Anna, die uns in der Ich-Perspektive von ihrem Leben in Frankfurt erzählt. Der zweite Strang spielt im 16. Jahrhundert und erzählt die Ereignisse bis zu Annas Geburt. Ich persönlich fand diesen Handlungsstrang etwas besser als den in der Gegenwart. Vielleicht lag es daran, dass Katja Piel die raue Zeit von damals so gut dargestellt hat. Außerdem passiert dort in meinen Augen wesentlich mehr und man lernt viel über die Wandler und Werwölfe. Die Story ist flüssig, logisch und nimmt einen einfach so mit, während ich den Gegenwartsplot etwas konstruiert empfunden habe. Da passte einfach alles zu gut und zufällig war immer irgendwer da, der weiter wusste. Schade fand ich auch, dass man nur sehr wenig Informationen über die Druiden bekommen hat. Da hätte ich mir wirklich mehr gewünscht. Vielleicht wie sie so arbeiten oder ob sie auch im 16. Jahrhundert gejagt haben. Aber möglicherweise kommt das ja noch. Mal sehen.

Tatsächlich flossen die Erotikszenen einfach so in die Story mit ein. Viele waren auch recht kurz gehalten. Bei den ausführlichen habe ich dann aber doch das ein oder andere mal die Augen verdreht. Ich fand es aber nicht schlimm oder störend, dazu war die Handlung zu spannend.

Besonders schön fand ich am Ende das Spin Off „Der schwarze Tod“. Solche Extras finde ich bei Büchern immer toll und es gibt der Geschichte und den Charakteren extra noch Tiefe.


Katja Piel hat mit „Die Ankunft“ einen tollen Auftakt zu einer actionreichen Reihe geschaffen, die Lust auf mehr macht. Sowohl Mystery-Fans als auch Freunde von erotischen Geschichten kommen auf ihre Kosten. Histrorische Fakten und Mythologie werden wundervoll zu einem spannenden Roman verwoben.
Weil ich noch eine Steigerung erwarte 3,5 Skulls von 5


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen