Seiten

Donnerstag, 6. Februar 2014

Buch - "In a Glass Grimmly" von Adam Gidwitz







Titel: In a Glass Grimmly
Autor: Adam Gidwitz
Verlag: Puffin
Genre: Fantasy / Märchen
Seiten: 315
Preis: 5,80€ (tb) / 4,25€ (eB)


Take caution ahead!
If you dare, join Jack and Jill as they embark on a harrowing quest through a new set of tales from the Brothers Grimm, Hans Christian Andersen, and others. Follow along as they enter startling new landscapes that may (or may not) be scary, bloody, terrifying, and altogether true in this hair-raising companion to Adam Gidwitz’s widely acclaimed, award-winning debut, A Tale Dark & Grimm.


Ja, leider ist es auf Englisch. Der deutsche Band ist bisher noch nicht erschienen, ich wollte es dennoch mal vorstellen.
Vor über einem Jahr bin ich auf den Vorgänger gestoßen und war begeistert. Inzwischen konnte ich mich auch dazu durchringen »In a Glass Grimmly« zu lesen. Und ich war wieder begeistert!


Im ersten Band geht es ja um Hänsel und Gretel, diesmal widmet sich Adam Gidwitz Jack und Jill. Von denen habe ich noch nicht allzu viel gehört, bis auf die Bohnenranke.
Zu Beginn werden nicht die beiden Kinder vorgestellt, sondern eine hübsche junge Prinzessin und ein Frosch. Ein sprechender Frosch, wohlgemerkt. Wir sind also beim Froschkönig. Aber eins muss gesagt sein: Wer glaubt, dass er die »Wahre Geschichte« kennt, der irrt.
Es geht weiter mit den beiden Kindern. Jill, die im Schatten ihrer Mutter steht, und genau so schön sein will, wie sie. Eines Tages kommt ein Schneider mit dem schönsten und wertvollsten Stoff, den es gibt – und den niemand sieht. Da er allerdings nicht genug von dem edlen Gut hat, um ein Kleid für die Königin zu schneidern, muss Jill herhalten und es vor dem versammelten Königreich präsentieren.
Etwa zur gleichen Zeit tauscht Jack eine Kuh (glaube ich) gegen eine Bohne. Seine »Freunde« drängen ihn dazu, dass Angebot sei einfach zu gut, ihrer Meinung nach. Als der Tausch beschlossen ist, lachen sie ihn aus. Sein Vater ist stinksauer. Kurz darauf treffen Jack und Jill und der Frosch aufeinander. Sie beschließen fortzugehen, als eine alte komische Frau auftaucht, ihnen alles verspricht, wenn sie ihr »The Seeing Glass« bringen. Die Kinder willigen bereitwillig ein. Doch dann wird ihnen klar, dass »Wenn ihr es nicht schafft, werdet ihr sterben!« ernst gemeint ist. Also machen sie sich auf den Weg und klettern die Bohnenranke, die die Alte aus der Bohne gezaubert hat, nach oben.

Auf ihrer Reise treffen sie Riesen, Fischer, Meerjungfrauen, Goblins und noch einige andere. Ein bunter Mix aus verschiedensten Kindermärchen. Alle neu zusammengesetzt, erweitert und witzig, manchmal auch böse umgesetzt. Mir gefielen die »Wahren Geschichten« sehr gut. Sie bieten etwas neues und sind echt toll gemacht. Nicht immer ist die Vorlage zu erkennen, Gidwitz hat auch viel Eigenes eingebracht, sodass es nicht nur ein billiger Abklatsch des Originals ist.
Sie sind etwas für jung und alt. Allerdings sollte man an einigen Stellen abwägen, ob man bestimmte Passagen wirklich vorlesen will. Die Empfehlung ab zehn Jahren ist vollkommen in Ordnung.
Adam Gidwitz baut auch immer wieder eigene Kommentare ein, mit denen er ergänzt oder den Leser ins Boxhorn jagt. Die bringen einen meist zum Schmunzeln. Auch warnt er davor, weiter zu lesen, allerdings nicht mehr so oft, wie noch im ersten Band.
Witzig waren auch die Stellen, als er sich mit deutschen Wörtern versucht hat. Zum Beispiel »Märchen« oder »Menschenfleischfressende«. Da merkt man mal, wie schwierig das für Fremdsprachler sein muss. Gidwitz gibt dann quasi die Aussprache wieder und ich hab mich gekugelt vor Lachen.

Der Stil ist kindgerecht, lässt sich aber auch gut als Erwachsener lesen. Es gibt einige Wiederholungen und manchmal auch recht einfache Erklärungen, oder Sprünge. Es wird nicht viel erklärt, sondern es passiert, eben weil es passiert. So verschwendet er kaum Tempo, indem er erst eine lange Reise bis ins kleinste Detail beschreibt, sondern kommt gleich zum Punkt. Das mag manchmal ein wenig seltsam wirken, aber mir gefiel es dann recht gut. So kam zumindest nie Langeweile auf und der Leser wurde an das Buch gefesselt.
Das Englisch ist auch gut verständlich. Ich hatte kaum Probleme damit.

Zum Ende und den Charakteren will ich eigentlich nicht viel sagen. Beides ist märchenhaft und entspricht meiner Meinung nach dem Genre.


Wer Spaß an Märchen hat, ist mit den Büchern gut beraten, vor allem, wenn es nicht immer das Original sein muss. Gidwitz verbindet geschickt Grimm, Andersen und einige mehr miteinander, sodass man am Ende fast glaubt, dass er wirklich so gewesen sein muss und nicht anders. Ein Buch für jedes Alter, dass Spaß macht, Spannend ist und auch Action bietet.
Beide Bücher »Eine dunkle & grimmige Geschichte« sowie »In a Glass Grimmly« bieten eine rasante Reise durch die Märchenwelt, die ich nur empfehlen kann!

Von mit 4,5 von 5 Skulls!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen