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Mittwoch, 26. Februar 2014

Buch - „Der Preis der Ewigkeit“ von Aimée Carter

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Titel: Der Preis der Ewigkeit
Reihe: The Goddess Test III
Autorin: Aimée Carter
Genre: Romantasy
Verlag: Darkiss
Seiten: 304
Preis: 9,99€






Neun Monate dauerte Kates Gefangenschaft. Neun Monate, in denen sie eine eifersüchtige Göttin, einen rachsüchtigen Titanen und eine ungeplante Schwangerschaft überlebt hat. Jetzt will die Königin der Götter ihr Kind - und Kate kann nichts dagegen tun. Da bietet ihr Götterkönig Kronos einen Handel an: Wenn sie ihm Ergebenheit schwört, wird er die Menschheit verschonen und ihr das Kind lassen. Doch ihr geliebter Henry, ihre Mutter und der Rest des Rats müssen sterben. Sollte Kate sich hingegen weigern, will Kronos auf der Erde wüten, bis alles Leben ausgelöscht ist.
Das Schicksal aller, die sie liebt, liegt in ihren Händen. Kate muss einen Weg finden, das mächtigste Wesen des Universums zu besiegen, selbst wenn es sie alles kostet. Selbst wenn es sie die Ewigkeit kostet.

Quelle: Verlagsseite


„Wie konnte jemand in dieses Gesicht sehen und nicht bereit sein, die Welt in Stücke zu reißen, um ihn zurückzubekommen?“
(Seite 71)

„Und wieder einmal waren wir an diesem Punkt. Dieser Punkt, an dem Henry stur behauptete, ich könnte nicht selbst auf mich aufpassen. An dem der gesamte Rat sich weigerte, zu akzeptieren, dass ich möglicherweise helfen könnte, wenn auch nur ein bisschen.“
(Seite 121)

Am Anfang muss ich gestehen, dass ich mit diesem Buch einen kleinen Fehler gemacht habe. Blogg dein Buch hat dieses gute Stück angeboten und ich wurde neugierig und bewarb mich auf ein Rezensionsexemplar. Erst nach der Zuteilung fiel mir auf, dass es sich dabei um den dritten Teil einer Reihe handelte. Oh Schreck! Was nun? Ich kannte die anderen Teile ja gar nicht!
Augen zu und durch!


Kate ist eine Göttin. Als sterbliches Mädchen geboren von der Göttin Demeter wurde sie nach den Prüfungen des Rats die Frau des Herren der Unterwelt Hades – oder wie er hier heißt, Henry. Doch Göttin sein, ist nicht gerade leicht, erst recht nicht, wenn Kronos, der Titanenkönig, einen Krieg gegen seine Kinder anstrebt. Neun Monate ist Kate bei ihm gefangen und erst nach der Geburt ihres kleinen Sohns Milo gelingt ihr die Flucht. Dabei muss sie das Kind zurück lassen. Um ihren Sohn in die Arme schließen zu können, würde sie alles tun – auch ihre Familie verraten.

Natürlich hatte ich am Anfang kleine Probleme beim Einstieg. Es wäre gelogen, wenn ich etwas anderes sagen würde, immerhin fehlten mir Teil 1 und 2 als Vorwissen. Trotzdem habe ich nicht das Gefühl, irgendwas nicht verstanden zu haben. Wenn man ein paar Dinge als gegeben hinnimmt, findet man sich rasch in die Geschichte ein. Außerdem werden immer wieder kurze Hinweise auf die Vorgeschichte gegeben, so dass alles stimmig ist und passt.
Im Endeffekt habe ich mich also sehr schnell in die Reihe verliebt und will nun unbedingt die anderen Teile lesen!

Kate ist ein taffes Mädchen mit einem übertriebenen Beschützerkomplex. Als Leser hat man sie rasch gern, weil sie stark, aber auch emotional sein kann. Der Rat drängt sie immer wieder in die Rolle des unfähigen Neulings, womit sie gar nicht klar kommt, denn sie will für diejenigen, die sie liebt, kämpfen. Sie ist nicht nur das nette kleine Mädchen, sondern auch die Königin der Unterwelt und kann gelegentlich auch mal phantastisch schimpfen und fluchen.

Gerade der letzte Teil zeichnet besonders alle Charaktere des Buches aus. Es gibt keine strahlenden Helden, es gibt niemanden der durch und durch gut ist. Natürlich weiß man, wer die „Bösen“ sind, aber selbst die haben nachvollziehbare Gründe für ihr Handeln. Es gibt also kein Schwarz und Weiß, sondern nur sehr viele Charaktere in verschiedenen Graustufen. Das ist unheimlich toll, es gibt den Charakteren Tiefe und meine ganze Sympathie, denn es macht sie greifbar und authentisch. Natürlich kann ein Gott, der schon Jahrtausende alt ist, nicht perfekt sein. Sie sind oft stur, unnahbar und selbstverliebt. Wer die Bücher von Homer kennt, wird die Götter schnell wiedererkennen, denn auch dort sind sie so vermenschlicht und bieten spannende Legenden.

Nachteilig fand ich allerdings, dass alle Götter andere Namen hatten. Ich weiß nicht, warum, aber das wurde wahrscheinlich in den Teilen vorher erklärt. Wahrscheinlich wollten auch Götter mal etwas „trendig“ sein. Da einem nun nicht mehr unbedingt direkt gesagt wird, hinter welchem Namen sich welcher griechische Gott verbirgt, musste man etwas rätseln. So heißt Zeus z.B. Walter, Poseidon ist Phillip, Aphrodite nennt sich Ava und ihr Mann Hephaistos heißt plötzlich Nicholas. Nur Kronos scheint stolz genug auf seinen Namen zu sein und ändert ihn nicht. Selbst Hera – die verschmähte Frau des Zeus – nennt sich plötzlich Calliope, was totaler Blödsinn ist, da Calliope eigentlich eine Muse und damit Tochter von Zeus ist.
Und bis zum Schluss hielt sich eine Frage: Welcher Gott ist dieser verfluchte Dylan?? Vielleicht kann mir das ja wer beantworten.
Da ich selbst ein großer Fan von verschiedenen Mythologien bin, fand ich es doch sehr ätzend mit den anderen Namen. Ich meine, es liest sich doch sehr eindrucksvoll, wenn ein Zeus mit donnernder Stimme redet oder ein Hades auf einer schwarzen Wolke reitet, als ein Walter oder Henry.

Aber egal, die Namen nehmen der Geschichte nichts an ihrer grandiosen Story. Die Handlung ist flott, abwechslungsreich und wunderbar durchdacht. So muss man echt aufpassen, wer gerade gegen wen spielt, denn die Grenzen sind nicht klar gezogen und Intrigen und Geheimnisse gehören zu den Göttern wie Nektar und Ambrosia. So hat man eine sehr ausgewogene Story mit Liebe, Familiendrama, Action, Spannung und Intrigen – wenn auch das Ende in meinen Augen recht vorhersehbar war. Aimée Carter hat einen wundervollen Schreibstil, der zwischen nachdenklich, gefühlvoll, ernst und auch frech variiert, je nach Situation.


Ich kann das Buch natürlich schlecht im Vergleich zu den Vorgängern beurteilen, aber ich muss sagen, dass „Der Preis der Ewigkeit“ auch sehr gut für sich alleine stehen kann. Wer es sich aus Versehen kauft, der macht keinen Fehler. Allen anderen empfehle ich besser von vorne zu beginnen. Ich werde die anderen Teile auf jeden Fall noch nachholen.
„Der Preis der Ewigkeit“ ist eine sagenhaft gute Mischung aus Twilight und Percy Jackson für etwas reifere Leser. Man hat etwas Liebe ohne dabei die Story aus den Augen zu verlieren oder zu schnulzig zu werden und man hat viel Mythologie. Mich hat Aimée Carter ohne Umwege auf den Olymp entführt und ich glaube, ich möchte da noch etwas bleiben, um Kate etwas besser kennenzulernen.
Von mir 4 von 5 Skulls!


Hier fix noch die Reihenfolge der verschiedenen Titel der Reihe „The Goddess Test“, damit ihr nicht den selben Fehler macht, wie ich.

Prequel: Hades und das zwölfte Mädchen (Vorgeschichte von Henry, nur als eBook)
Band 1: Das göttliche Mädchen
Zwischengeschichte: Die vollkommene Kämpferin (Kurzgeschichte zwischen den Ereignissen von Band 1 und 2, nur als eBook)
Band 2: Die unsterbliche Braut
Band 3: Der Preis der Ewigkeit 


Ich danke dem Darkiss Verlag, sowie Blogg dein Buch für die Bereitstellung eines Leseexemplars.









P.S.: Diese Rezi ist Teil der Fantasize-Challenge zum Punkt "Romantasy".

Kommentare:

  1. Und wieder eine gute Rezension dazu. Ich sollte die Romane wohl schleunigst anfangen! Sobald die Prüfungen Ende März rum sind,... :)

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    1. Also ich war echt überrascht, wie gut ich reingefunden habe und kann sie wirklich empfehlen. Der Vorteil ist natürlich, dass jetzt die ganze Reihe draußen ist und man nicht lange auf den nächsten Band warten muss :)

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  2. Hat eigentlich überhaupt irgendwer die anderen Teile gelesen? :-D
    Meine eigene beginnt ja auch mit dem "Fehlgriff" bei Blog dein Buch und nun klick ich mich munter durch andere, um zu sehen, wie jemand das Buch bewertet, der alle Teile kennt, und jedes Mal kommt der gleiche Satz. Aber ich bin beruhigt, dass nicht nur ich so dusselig bin *g*

    Ich hatte auf jeden Fall Spaß dabei, zu knobeln, welcher Gott hinter welchem Namen steckt. Und so aufbrausend, wie Dylan ist, kann er eigentlich nur Ares sein ;-)
    Und ja, Calliope hat mich auch verwirrt. Ich glaube ich hab erst ganz weit hinten geschnallt, dass das Hera sein soll. Ist doch bekloppt, die so zu nennen.

    LG fireez

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    1. Ja, ich vermute auch, dass es Ares ist, aber ich war mir halt nie sicher.
      Irgendwo wurde recht früh gesagt, dass Calliope die Frau von Walter sei und da wusste ich es schon. Außerdem gehört sie ja zu den ursprünglichen Sechs.
      Aber beruhigend, dass ich nicht alleine drauf reingefallen bin :D Wie hat es dir denn gefallen?

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  3. Ach, bei der Stelle, dass Calliope die Frau von Walter sei, habe ich einfach angenommen, dass es eine neue Frau wäre oder so. Der Groschen ist dann erst später gefallen. Aber das ist halt der Spaß, den man hat, wenn man eine Geschichte von hinten aufrollt *g*

    Mein Urteil ist eher mittelmäßig ausgefallen, da sich die Geschichte für meinen Geschmack zu sehr im Kreis gedreht hat, ohne dass endlich mal jemand zum Punkt kam. Und Kate hat meiner Meinung nach immer wieder die gleichen Fehler gemacht - also null Entwicklung bei ihr. Atmosphärisch fand ich es aber nicht schlecht und wahrscheinlich hat mir einfach die Vorgeschichte gefehlt, um wirklich mitfühlen zu können. Das Ede war mir auf jeden Fall zu schnell und zu einfach.

    LG fireez

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