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Dienstag, 11. Februar 2014

Buch - „Alice im Zombieland“ von Gena Showalter

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Titel: Alice im Zombieland
Reihe: The White Rabbit Chronicles
Autorin: Gena Showalter
Genre: Dark Fantasy / Romantasy
Verlag: Darkiss
Seiten: 416

An ihrem 16. Geburtstag sieht Alice "Ali" Bell eine Wolke, die die Form eines weißen Kaninchens hat. Kurz darauf passiert, was Alice nie für möglich gehalten hätte: Ihre Eltern, ihre Schwester und sie werden von Zombies angegriffen. Nur Ali überlebt. Sie zieht zu ihren Großeltern nach Birmingham und fängt an einer neuen Schule an. Um ihre Familie zu rächen, will Ali lernen, Untote zu besiegen. Um zu überleben, muss sie dem undurchsichtigsten Typ an der Asher High vertrauen: Cole Holland weiß, wie man Zombies jagt. Aber er hat selbst Geheimnisse; und es scheint, dass die größten Gefahren dort lauern, wo Ali sie am wenigsten vermutet...
Quelle: Verlagsseite

„Nachts erheben sich diese lebenden Toten, diese … Kreaturen aus ihren Gräbern und verzehren sich nach dem, was sie verloren haben. Leben. Sie werden sich von euch ernähren.“
(Seite 9)
„ „Lass uns ins Haus gehen, bevor ich irgendwas mache, das ich später bereue“, murmelte er und schob mich zur Tür.
„Zum Beispiel?“
„Kann ich nicht sagen. So, wie ich dich kenne, würdest du Reißaus nehmen.“ “
(Seite 213)

„Alice im Zombieland“ löste eine Flut von guten Rezensionen und plötzlichen Liebesbekundungen an einen gewissen Cole aus. Ganz Facebook war voll davon! Das machte mich neugierig. Zum einen steh ich eh auf taffe Zombiejäger und zum anderen, wer ist eigentlich dieser Cole?
Tja, was soll ich sagen? Mich hat es auch erwischt!

Quelle: Internetseite der Autorin

Von vorn!
Alis Vater ist verrückt, denn er behauptet, er könne Monster sehen. Aus diesem Grund darf die Familie nie nach Sonnenuntergang das Haus verlassen. Trotz dieser eisernen Regel fleht Ali ihre Eltern an, zu der Tanzaufführung ihrer kleinen Schwester zu fahren. Als sie später am Abend nach Hause fahren wollen, passiert das Unglaubliche – sie werden von Zombies angefallen!
Ali verliert bei dem Unfall ihre ganze Familie und – so befürchtet sie – ihren Verstand. Als sie nach dem Sommer die Schule wechselt, überschlagen sich die eigenartigen Vorfälle. Nicht nur, dass sich eine untote Braut im Wald hinterm Haus herum treibt, nein, auch der knallharte Draufgänger Cole versetzt sie jeden Morgen in eine Art Trance. Was kann dieser grobe Kerl ihr über die Monster verraten?

Ich muss wirklich zugeben, dass ich mich am Anfang recht schwer getan habe mit Alice, kommt das Buch doch die ersten 150 Seiten wie ein Highschool-Drama daher. Bis auf den Unfall und die streunende Braut im Wald treten keine Zombies auf und es geht hauptsächlich darum, Charaktere einzuführen und kennenzulernen. So landet Ali an der Asher High (Go Tigers!) und muss sich mit neuen Freundinnen, nervigen Lehrern, Schlägertypen und einer richtigen Zicke auseinandersetzen.
Dann plötzlich nimmt der Plot an Fahrt auf. Das ewige Rumgeeier zwischen Cole und Ali lässt etwas nach und die Fakten kommen auf den Tisch. Beide sehen Zombies und Cole kann ihr beibringen, wie man sie tötet! Ab da hatte mich die Geschichte gefangen und es war nur noch spannend. Alis freche Art und die witzigen Wortgefechte mit Cole versüßten das alles noch.
Erst am Ende geriet ich noch mal ins Stolpern, fand ich es doch sehr plötzlich und überhastet. Sowohl Alice als auch der Leser waren damit wohl etwas überfordert.
Trotzdem ist der erste Band in sich rund – Charaktere und Konflikte werden eingeführt und bieten ein gewaltiges Potential für die nächsten Teile. Der Zombiemythos wird hier tatsächlich neu erfunden und bietet Abwechslung zu den ganzen Standard-Schlurf-Untoten. Auch die Art ihrer Bekämpfung ist mal was anderes und ich hatte da nicht mit gerechnet. Aber neuen Wind können auch die Zombies gut vertragen und ich finde es super ungesetzt.

Die Charaktere sind einfach genial dargestellt und man hat die meisten von ihnen richtig gern. Alice ist stur, vorlaut und taff. Ihre beste Freundin ist ein draufgängerischer Sonnenschein und Cole ist wohl der Traum schlafloser Nächte von ganz vielen kleinen Buchbloggerinnen – mir eingeschlossen – und der Beweis, dass Frauen eindeutig auf den Bad Guy stehen. Obwohl Ali trauert und gelegentlich weint, wirkt sie nicht zerbrechlich oder weinerlich. Recht schnell sortiert man sie in die Kategorie der emanzipierten Rollen und hat ungewollt mal die schlagkräftige Milla Jovovice aus „Resident Evil“ im Kopf.

Der Schreibstil ist flott, locker, gespickt mit viel Sarkasmus und Alis schrägen Gedankengängen. Ich glaube, langsam werde ich echt warm mit den ganzen Ich-Erzählern. Das scheint sich ja irgendwie bei den aktuellen Büchern durchzusetzen. Außerdem kann man schön gemeinsam mit ihr Cole anschmachten.

Besonders erwähnen sollte man hier noch die traumhafte Gestaltung des Buches. Auch hier habe ich das Gefühl, dass sich Verlage immer mehr Gedanken machen, so dass man echte Hingucker im Regal hat. Nicht nur die Umschlaggestaltung ist einfach schön, auch innen macht das Buch viel her. Die Mischung von Schwarz und giftigem Grün gefällt mir sehr.





Der zweite Teil „Rückkehr ins Zombieland“ soll im Juli erscheinen. Cover, sowie Kurzbeschreibung, lassen mich schon sehnsüchtig darauf warten.

Seit Alice „Ali“ Bell weiß, dass Zombies wirklich existieren, geht sie mit ihren neuen Freunden auf die Jagd. Immer seltsamere Dinge geschehen dabei um sie herum: Spiegel scheinen plötzlich ein Eigenleben zu entwickeln, die Toten sprechen zu ihr. Am schlimmsten aber: In Ali selbst entwickelt sich eine dunkle Seite, die sie dazu antreiben will, furchtbare Dinge zu tun. Nach einer nächtlichen Jagd hat Ali merkwürdige Erinnerungslücken …
Verbindet sie mit den Zombies womöglich mehr, als sie ahnt? In dieser Situation braucht sie ihren Freund Cole mehr denn je. Aber ausgerechnet jetzt zieht er sich immer mehr von ihr zurück. Ali ist allein und den dunklen Mächten, die an ihr zerren, ausgeliefert …

Quelle: Verlagsseite 


Trotz anfänglicher Schwierigkeiten hat Alice mich gepackt und einfach mitgerissen. Irgendwann war ich Cole verfallen und konnte das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen. Eine düstere und spannende Geschichte über Freundschaft, Liebe, Mut, gewürzt mit fiesen Zombies, viel Action und einem genialen Humor. Ich will mehr von Alice, Cole und ihrer gefährlichen Jagd. Nehmt euch vor dem weißen Kaninchen in acht!
Von mir 4 von 5 Skulls!






P.S.: Diese Rezension ist Teil der Fantasize-Challenge für den Punkt „Starke Protagonistin“.

Kommentare:

  1. Huhu,

    sehr coole Rezension =). Ich bin froh, dass du nach anfänglichen Schwierigkeiten doch noch Gefallen am Buch gefunden hast. Bei mir hat es jedenfalls einen Ehrenplatz bekommen und der Nachfolger ist selbstverständlich schon vorbestellt ^^. Ich bin gespannt wie es weitergeht. Go Ali! =)
    Seitdem ich das Buch gelesen habe, betrachte ich die Wolken am Himmel viel genauer =)

    LG
    Anja

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    1. Ja, ich hab heute auch erst mal skeptisch nach oben geschaut. Aber hier ist heute nur grauer Brei am Himmel (Vielleicht zum Glück?)
      Das ganze Teenager Drama am Anfang hätte man ruhig kürzen können. Da bin ich nicht so der Fan von. Aber das tritt ja nachher so ziemlich in den Hintergrund :)

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  2. Hi,
    da habt ihr aber eine richtig tolle Seite gemacht! Gefällt mir sehr gut und ich bekomme auch noch Gänsehaut bei euch!
    Alice im Zombieland steht schon lange auf meiner WULI vielleicht sollte ich mich doch mal ranmachen es zu kaufen!
    LG Cornelia

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    1. Hallo Cornelia!
      Danke für das Lob :)
      Ich kann echt nur sagen, das Buch lohnt sich und hat es verdient, von der WULI ins Regal zu hüpfen ^^

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  3. Huhu!

    Jaaa, der Anfang, genau dieses Gefühl hatte ich auch. Deshalb hab ichs auch erstmal auf die Seite gelegt, denn genau dieses Teenie Drama, da hatte ich grad überhaupt keine Lust drauf. Aber so wie du es beschreibst, kriegt es ja dann doch nochmal die Kurve; ich werds auf jeden Fall nochmal damit versuchen :)

    Liebste Grüße, Aleshanee

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    1. Es würde mich echt freuen, wenn du dem Buch noch mal eine Chance gibst :) Es ändert sich echt. Zum Glück! ^^

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