Seiten

Samstag, 4. Januar 2014

Buch – „Girl of Nightmares“ von Kendare Blake

Ein Klick führt zur Leseprobe!





Titel: Girl of Nightmares
Reihe: Anna dressed in blood
Autorin: Kendare Blake
Genre: Horror / Urban Fantasy
Sprache: Englisch
Verlag: Tor Books
Seiten: 332








Kurzbeschreibung:

It's been months since the ghost of Anna Korlov opened a door to Hell in her basement and disappeared into it, but ghost-hunter Cas Lowood can't move on.

His friends remind him that Anna sacrificed herself so that Cas could live—not walk around half dead. He knows they're right, but in Cas's eyes, no living girl he meets can compare to the dead girl he fell in love with.


Now he's seeing Anna everywhere: sometimes when he's asleep and sometimes in waking nightmares. But something is very wrong...these aren't just daydreams. Anna seems tortured, torn apart in new and ever more gruesome ways every time she appears.


Cas doesn't know what happened to Anna when she disappeared into Hell, but he knows she doesn't deserve whatever is happening to her now. Anna saved Cas more than once, and it's time for him to return the favor.

Quelle: Verlagsseite

Kritik:
Anna ist wieder da!
Leider auf Englisch... Gna!
Da eine Übersetzung vom deutschen Verlag bisher nicht geplant war, bin ich also über meinen Schatten gesprungen und habe es mir einfach in der Originalsprache gekauft. Resultat: Ich sollte ab sofort mehr englische Bücher lesen!


Anna hat sich selbst geopfert um Cassio vor einem bösen Geist zu retten und obwohl schon etwas Zeit vergangen ist, kann Cas einfach nicht damit abschließen. Als dann noch die Albträume beginnen, ist er sich sicher: Anna ist in Gefahr – wo auch immer sie ist – und er muss sie retten. Sein Weg führt ihn direkt in die Hölle.

Ich mochte schon den ersten Teil „Anna im blutroten Kleid“ sehr gerne und war deswegen auf die Fortsetzung gespannt. Die Mischung aus guten Geister-Horror, Teenagerproblemen und einer seichten Liebesgeschichte war genau richtig.
Allein schon das Cover ist so unglaublich schön, dass man es in seinem Regal stehen haben möchte. Schon im ersten Teil fand ich es toll, dass man einfach das Originalcover übernommen hatte. Ganz oft sehen deutsche Covergestaltungen nämlich schrecklich aus.

Cas (Ich liebe diesen Namen!) ist der tragende Pfeiler der Geschichte. Als Ich-Erzähler bleibt man natürlich bei ihm. Seine spitzen Kommentare, die freche Draufgängerart und der kleine, sensible Kern machen ihn schnell sympathisch. Zusammen mit seinen Freunden bildet er ein spitzen Team. Die Beziehungen untereinander werden vertieft, bekommen Risse und Probleme und bilden so einen weiteren, wichtigen Konflikt.
Natürlich ist Cas während des Romans anders als im ersten Teil. Seine erste Liebe ist verschwunden, vielleicht für immer verloren und in Gefahr. Das kann schon etwas depressiv machen. Aber gemischt mit einer Portion Sarkasmus wird er nicht nervig oder langweilig.

Der Schreibstil ist – obwohl es Englisch ist – sehr flüssig und schnell zu lesen. Das empfohlene Lesealter liegt bei 14 – 17 und damit ist der Stil recht jugendlich und flott. Gerade solche Bücher eignen sich für den Einstieg in die fremdsprachliche Literatur, da sie nicht voller unverständlicher Beschreibungen sind. Die ein oder andere englische Redewendung mag einem vielleicht mal komisch erscheinen und zwischendurch fehlt einem vielleicht ein Wort, aber das ist für den Verlauf der Geschichte ja nun nicht dramatisch.

Leider drängt sich der spannenste Teil des Romans im letzten Drittel. Davor dümpelt er – wenn auch recht locker – nur vor sich hin. Ich habe die ganze Zeit darauf gewartet, dass die Story endlich mal richtig ins Rollen kommt, auch wenn es bis dahin nicht langweilig war. Wahrscheinlich liegt es daran, dass Anna so lange nicht auftaucht und da sie so eine starke Rolle ist, fehlt sie mir irgendwie und kommt im ganzen Buch zu kurz.
Die Horror- und Geisterhauselemente sind ja trotzdem vorhanden und sorgen für genügend Spannung. Wie beim ersten Teil gilt hier, je größer die eigene Vorstellungskraft ist, desto schauriger sind einige Stellen. Als Erwachsener stellt man sich einige Szenen wohl noch etwas krasser vor, was dann auch für die ein oder andere Gänsehaut sorgt.

Achtung, kleiner Spoiler! Das Ende lässt einen schon ein kleines Tränchen wegdrücken und darauf schließen, dass es keinen weiteren Teil geben wird – was ich persönlich sehr schade finde.

Fazit:
Würdiger Nachfolger, wenn auch mit leichten Anlaufschwierigkeiten. Für Leser, die sich gerne mit englischen Texten beschäftigen, sollte es kein Problem sein und die Mischung aus Liebe, Spannung und Horror ist perfekt abgewogen.
Von mir 4 von 5 Sterne!


Eure Mendea

Kommentare:

  1. Sehr schön zusammengefasst! Ich fand die beiden Bände auch sehr gut. Hab beide in Englisch gelesen. Die Cover machen wirklich was her. Wirklich schade, dass es wohl kaum einen weiteren Band geben wird. Aber ich werde sicher mal schauen, was es von der Autorin noch geben wird.
    Insgesamt fand ich die Bücher einfach mal etwas anderes. Diese "Supernatural" Richtung gibt es sonst so nicht in meinem Bücherschrank, was schade ist.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Uh, danke für das Lob!
      Kennst du vielleicht schon "Antigoddes" von ihr? Ist noch relativ frisch und steht auch auf meiner Wunschliste.

      Löschen