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Montag, 6. Januar 2014

Buch – „Flügel aus Asche“ von Kaja Evert

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Titel: Flügel aus Asche
Autorin: Kaja Evert
Genre: Fantasy
Verlag: Knaur
Seiten: 448






Kurzbeschreibung:

Seit langer Zeit herrscht der Kaiser der fliegenden Stadt Rashija mit harter Hand über sein Reich. Der junge Adeen arbeitet als niederer Schreiber in der Stadt und muss die Schikanen der höhergestellten Magier ertragen. Als er eines Tages mit einer Gruppe von Rebellen in Kontakt kommt, ist Adeen sofort Feuer und Flamme. Er ahnt nicht, dass er in eine Auseinandersetzung geraten wird, in der er eine entscheidende Rolle spielen soll. Denn nur Adeen kann den Aschevogel beschwören, ein Wesen von unheimlicher Schönheit und einzigartiger Stärke. Der Kampf um Rashija und um die Freiheit hat begonnen.



Quelle: Verlagsseite

Kritik:
Ich hatte von diesem Buch noch gar nichts gehört, bis ich es zufällig bei einem Gewinnspiel bekam. Schön und gut, einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul! Und der Klappentext klang ja auch wirklich vielversprechend.
Das Versprechen wurde leider nicht eingelöst.


Adeen ist eine Krähe – ein dunkelhäutiger Bastard aus der Liebelei eines Erdgeborenen und einer Draquerin. Schon alleine deswegen hat er einen schlechten Stand in der Gesellschaft. Dass er dann auch noch gerne malt, obwohl Kunst in der fliegenden Stadt Rashija verboten ist, macht es nicht besser. Als sich seine Kunst dann auch noch verselbstständigt, wird es für ihn gefährlich. Gemeinsam mit einigen Rebellen versucht er zu fliehen und stürzt direkt in den nächsten Ärger, denn am Boden bereitet man sich auf einen Krieg gegen die tyrannische Stadt vor.

An sich ist die Geschichte sehr gut durchdacht. Rashija, die Welt in der die Stadt fliegt und ihre Bewohner sind wirklich gelungen und werden durch einen guten Erzählstil zum Leben erweckt. Die Kampfmagier und ihre Reitechsen sind einfach mal was anderes und die Magier ist auch nicht wie in jedem dritten Fantasy Buch 0/8/15.
Dazu kommt der schöne, farbige Schreibstil, der einem die Welt näher bringt. Farben sind immer mal wieder sehr wichtig, da Adeen sie aus den Augen eines Künstlers sieht und sie bestimmte Bedeutungen haben. Besonders Grün ist hier sehr auffällig.

Den ganz großen Haken den dieses Buch hat, sind die Charaktere! Gerade die beiden Protagonisten Adeen und Talanna gingen mir irgendwann gehörig auf die Nerven. Und so sollte es doch bei einem Buch nicht sein. Eigentlich sollte man sie mögen und mit ihnen leiden und fiebern. Ich fieberte hingegen nur einem schnellen Ende entgegen.
Adeen war ein Weichei und spielte immer die „Ich bin ein guter Mensch, ich kann das nicht tun“-Karte aus. Er war quasi zu gut für diese Welt! Bloß niemanden verletzen, auch wenn derjenige hinterher wieder als Gegner vor mir steht. Den einzigen mutigen Teil in ihm bewohnte der Aschevogel und der wurde als böse, wild und zerstörerisch dargestellt.
Und Talanna ist die ätzende Rolle, die zwischen den Stühlen sitzt und sich gefühlte tausendmal entscheiden muss, auf welcher Seite sie nun steht – und das wechselt natürlich situationsabhängig. Beides Charaktere bei denen man sich wiederholt mit der flachen Hand vor die Stirn hauen wollte.

Die Sidekicks hingegen waren super. Starke, ausgefallene Charaktere, die viel zu kurz kommen, obwohl sie so schön ausgearbeitet sind. Es gibt den alten, liebenswerten, quasselnden Greis. Den etwas simpler gestrickten, großen, starken besten Freund. Die Furie aus dem fremden Volk, die Adeen nicht traut und viele, viele mehr. Obwohl sie alle so toll sind, schaffen sie es nicht, von dem schlecht konstruierten „Helden“ abzulenken.

Fazit:
Wenn ich es nicht geschenkt bekommen hätte, hätte ich mich wohl tierisch drüber aufgeregt, dafür Geld ausgegeben zu haben. So kann ich es als Erfahrung abstempeln.
Schöne Welt, interessante Grundgeschichte, aber mangelhafte Protagonisten, die den Lesegenuss echt erschweren.

2 von 5 Skulls

Mendea

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