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Donnerstag, 5. Dezember 2013

Geistertürchen Nr. 5 - Buchvorstellung "Sei mein Stern" von Amanda Frost


Hallo, mein Name ist Amanda Frost, und ich möchte euch heute mein neues Buch vorstellen: "Sei mein Stern".
Es handelt sich um einen humorvollen Frauenroman, mit einem Hauch Erotik und einem Spritzer Sci-Fi.
"Sein mein Stern" ist der zweite Teil einer dreiteiligen Serie. Anbei findet ihr eine ausführliche Leseprobe. Ich wünsche, viel Spaß damit.

Liebe Grüße Amanda




Klappentext:
Inzwischen hat es auch Rafaels jüngeren Bruder auf die Erde verschlagen: Simon, ein Computergenie mit begnadeter Intelligenz und einem Hang zur Alltagsuntauglichkeit. Nicht die ideale Kombination, um eine geeignete Frau aufzureißen, auch wenn man so höllisch attraktiv ist wie der spleenige Informatiker. So widmet er sich nach einigen missglückten Affären doch lieber dem Hacken von Computern. Bis er den fatalen Fehler begeht, sich mit der mächtigen deutschen Geheimdienstorganisation BSC anzulegen. Denn diese hetzt ihm postwendend ihre beste Undercoveragentin auf den Hals: Jana, eine 32-jährige skrupellose Power-Frau, die Simon in ein erbarmungsloses Katz-und-Maus-Spiel verwickelt. Bis beiden letztendlich die Kontrolle über die Geschehnisse entgleitet …

1. Teil: Gib mir meinen Stern zurück
2. Teil: Sei mein Stern 




Prolog
Planet Siria
Mit gerümpfter Nase beäugte Zacharias das rostrote Mondbärchen, das sich voller Inbrunst an sein Hosenbein kuschelte.
Diese aufsässigen kleinen Biester!
Ständig rückten sie ihm auf den Leib.
Hastig ging er einen Schritt zur Seite, doch das Tier folgte ihm auf dem Fuß.
„Gregor“, maulte er schließlich, „musst du eigentlich tagtäglich dieses anhängliche Monster mit zur Arbeit bringen? Seit du es aus dem Tierheim gerettet hast, schleppst du es pausenlos mit dir herum. Dieses Fellknäuel raubt mir noch den letzten Nerv.“
„Ist ja gut“, brummelte Gregor und rappelte sich von seinem Stuhl auf, um das Bärchen einzusammeln. Prompt quiekte es beleidigt los, und sofort wurde die Farbe seines Fells ein paar Nuancen dunkler. „Sei nicht traurig, mein Kleiner“, flüsterte Gregor dem Tier zu, während er wieder auf den Stuhl sank. Sanft platzierte er das zappelnde, flauschige Wesen auf seinem Schoß. „Zacharias ist heute mit dem falschen Fuß aufgestanden. Du solltest ihm besser aus dem Weg gehen.“
„Gar nicht“, knurrte der alte Mann, der nun ebenfalls auf einen der grauen Stühle des Regierungszimmers rutschte. „Aber es wird ja wohl erlaubt sein, sich ein paar Gedanken über die Zukunft zu machen. Du weißt, wie sehr es mir gegen den Strich geht, dass wir ausgerechnet diesen Simon zur Erde schicken mussten.“
Gregor nickte. „Du hast deinem Unmut ja oft genug Luft gemacht.“
„Erst die Pleite mit Rafael, und nun auch noch das. Meinst du allen Ernstes, dieser verkorkste Informatiker wird jemals eine Frau finden?“
Gregor zuckte mit den Schultern. „Du darfst eins nicht vergessen: Simon hat das Aussehen seines alten Herrn geerbt. Das sollte ihm in die Karten spielen.“
Zacharias kratzte sich nachdenklich am Kopf. „Und wenn er ebenfalls die Entscheidung trifft, sich auf der Erde niederzulassen? Sich von Siria abwendet, so wie sein durchgeknallter Bruder Rafael?“
„Das halte ich für eher unwahrscheinlich. Simon ist ein sehr bodenständiger Mensch. Vertrau mir, er wird seine Heimat nicht im Stich lassen. Er kommt zurück.“
Zacharias schielte entnervt zu dem Mondbärchen hinüber, das sich gerade geräuschlos wie ein Dieb in der Nacht von Gregors Schoß stahl, um ihn erneut anzupeilen. Er seufzte abgrundtief.
Hatte sich denn das ganze Universum gegen ihn verschworen?
Seit diesem verteufelten Meteoriteneinschlag lief einfach alles aus dem Ruder. Ein verheerendes Virus war freigesetzt worden und hatte die meisten jungen Frauen des kleinen, friedfertigen Planeten qualvoll sterben lassen. Und fatalerweise waren die einzigen Wesen in den Weiten des Universums, deren Gene mit denen der Sirianer kompatibel waren, die Bewohner des rückständigen Planeten Erde.
So hatten sie im letzten Jahr den jüngsten ihrer Regierungsräte zur Erde gebeamt, da sich partout kein anderer Freiwilliger hatte finden lassen.
Und oh Wunder! Nach längerem Hin und Her hatte dieser Nichtsnutz von Rafael tatsächlich eine Frau aufgestöbert, wenn auch nicht diejenige, die Zacharias und Gregor für ihn ausgewählt hatten. Zum Glück war anschließend zumindest die Sache mit dem Nachwuchs problemlos vonstattengegangen.
Dann aber hatte Rafael den Sirianern einen heftigen Schlag ins Gesicht versetzt: Vehement hatte er eine Rückkehr nach Siria abgelehnt, da die Erde es ihm einfach angetan hatte. Obendrein hatte dieser treulose Verräter darauf bestanden, als nächsten Kandidaten seinen jüngeren Bruder Simon auf die holde Weiblichkeit der Erde loszulassen.
Ausgerechnet dieses Weichei! Ein spleeniger Computerfreak, der ihnen vor seiner Abreise um ein Haar das Weltraumlabor vollgekotzt hätte, vor lauter Panik vor dem Beamen.
Diese Mission war eindeutig zum Scheitern verurteilt!
Zacharias schreckte aus seiner Trance, als etwas gegen sein Schienbein stupste. Na herrlich! Dieses aufmüpfige Bärchen machte erneut Anstalten, sein Quartier auf Zacharias’ Füßen zu beziehen.
Kopfschüttelnd blickte er zu Gregor hinüber. „Wie auch immer. Ich sehe unser Aussterben schon vor Augen. Gnade uns Gott, wenn die Mondbären erst auf Siria das Regiment übernehmen. Denn das sind ja wohl die Einzigen, die sich heutzutage noch wie die Karnickel vermehren." Theatralisch hob er eine Hand in die Luft. „Und glaube mir, dieser Simon wird nie und nimmer eine Frau finden!“

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