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Mittwoch, 27. November 2013

Buch - "Sonea - Die Hüterin" von Trudi Canavan

entnommen bei weltbild.de





Titel: Sonea – Die Hüterin
Autor: Trudi Canavan
Genre: High Fantasy
Verlag: Penhaligon
Seiten: 574
Preis: 19,95€









Der Klappentext:
Die Rückkehr der schwarzen Magierin
Trudi Canavan kehrt dorthin zurück, wo ihr Aufsehen erregender Erfolg begann – zu Sonea und der Gilde der Schwarzen Magier!
 
Zwanzig Jahre sind seit den Ereignissen in der Trilogie „Die Gilde der Schwarzen Magier” vergangen. Auf Wunsch der Gilde hat Sonea nur einem einzigen Magier das Geheimnis der Schwarzen Magie offenbart. Doch sie ist nicht glücklich mit der Wahl, die die Gilde dafür getroffen hat. Kallen ist zwar ein ehrenhafter, aber auch ein harter und zu schnell urteilender Mann. Vielmehr sorgt Sonea sich allerdings um ihren Sohn. Lorkin hat gerade die Abschlussprüfung hinter sich gebracht und brennt jetzt darauf, sich zu beweisen. Daher begleitet er den Botschafter der Gilde nach Sachaka, wo den Magiern Kyralias immer noch unzählige Gefahren drohen. Und tatsächlich verschwindet Lorkin eines Tages ohne ein Wort der Erklärung. Sonea ist beunruhigt, doch sie kann sich nicht einmal an der Suche nach Lorkin beteiligen. Denn in Kyralias Unterwelt tobt ein Krieg, in den auch Magier verwickelt zu sein scheinen – und der alles, was in den Jahren des Friedens aufgebaut wurde, gefährdet ... 


Die Rezension:
Am Anfang war ich skeptisch. Was ich von der Reihe halten sollte. »Die Gilde der Schwarzen Magier« habe ich regelrecht verschlungen und zu »Sonea« hatte ich eher negative Meinungen gehört. Mein Freund hatte mir das Buch geschenkt und nach einer Weile habe ich mich endlich dazu durchgerungen es auch zu lesen.


Zuerst wurden die verschiedenen Handlungsebenen vorgestellt. Es gibt ein Wiedersehen mit Sonea, Cery und den anderen. In der Gilde passiert erst noch nicht allzu viel, dafür geht in der Stadt ein Jäger um, der es auf die Diebe abgesehen hat und bereits Erfolge verbuchen konnte. Cery muss nun noch mehr auf sich aufpassen, als normalerweise. Als er sich dann mit einem anderen Dieb trifft, wird seine Familie getötet. Zeit sich mit Sonea zu treffen und Entscheidungen zu fällen.
De Stimmung unter den Magier ist angespannt, nicht nur wegen den Schwarzmagiern und den Sachakanern, sondern auch wegen den Stammesunterschieden in der Gilde. Inzwischen sind auch Nichtadlige zugelassen, was zu vielen Konflikten führt, vor allem was das Thema Gesetzesgleichheit anbelangt.

Sonea wie sie leibt und lebt. Ich war froh, dass sie wieder dabei war und nicht nur die Rolle einer unbedeutenden Randfigur einnimmt. Sie taucht recht oft auf, allerdings erfährt der Leser nicht allzu viel neues. Sie ist unzufrieden mit ihrer Situation, da sie die Gilde nicht ohne Erlaubnis verlassen darf. Zudem arbeitet sie in der Stadt als Heilerin und sieht beinahe täglich, was Feuel (eine Droge) mit den Menschen macht – nur schreitet die Gilde nicht ein. Dazu noch die Sorge um Cery – der eine wilde Magierin jagt – und ihren Sohn, der sich in den Kopf gesetzt hat, nach Sachaka reisen zu müssen.
Sonea ist erwachsen geworden, aber es hat sich nicht allzu viel verändert. Der Leser wird dennoch Spaß haben, alte und neue Facetten zu entdecken.
Kommen wir zu Lorkin. Vor ihm hatte ich am meisten Angst, immerhin ist er die Hauptperson. Aber er ist ganz Soneas Sohn und wesentlich besser gestaltet, als erwartet. Er hat sich freiwillig gemeldet, um Dannyl nach Sachaka zu begleiten. Sein Hauptanliegen ist Magie. Er will alte, verlorene Magie finden und sie, wenn möglich, nutzbar machen. Er ist sehr stur, vertritt aber damit auch oft die »richtige« Position. Er wirkt auf mich erst wie ein Fremdkörper, aber irgendwann gewöhnte ich mich an ihn und mochte ihn ganz gern.
Mir gefiel gut, dass auch andere aus der ersten Reihe auftraten, wie Dannyl, Rothen und Cery. Allerdings hätte ich auf Regin verzichten können. Ich mochte ihn damals nicht und mag ihn auch jetzt nicht. Aber immerhin hat er sich gebessert und ist nicht mehr ganz so unausstehlich wie vorher.

Ansonsten waren die Charaktere gewohnt gut, dass es auch wieder Spaß gemacht hat, mit ihnen alles zu erleben. Es wurde nie langweilig, was wohl auch am Schreibstil der Autorin liegt. Sie schreibt sehr klar, aber auch detailreich. Nur wirkt es nie überladen oder unpassend. Es liest sich schnell, wozu auch die ausgezeichnete Verflechtung der Handlungsebenen beiträgt. Die Autorin schafft es, die Handlungsebenen parallel laufen zu lassen, mit Wechseln, die zur Spannung beitragen. Die Sprünge zwischen den Strängen sind sehr gut gewählt und so fühlt es sich sehr fließend an, statt zerstückelt. Die Wechsel bringen einen nicht groß raus und wirken auch nicht störend. Das Interesse des Lesers wurde immer weiter geschürt, ohne dass es langweilig wurde.

Das Ende bildete einen gelungenen Höhepunkt, wenn es auch sehr offen war. Auf beiden Seiten kam es zum Finale. Die Wendung war unerwartet, wenn auch der Rest dadurch wieder etwas offensichtlicher wurde. Aber die Verwicklung war ganz cool und es war schön festzustellen, wie blind man beim Lesen ist.
Lorkins Finale war nicht ganz so spektakulär, aber ebenfalls ganz cool gemacht. Ich mochte seine Entscheidungen und es war auch gut aufgezogen. Ich bin gespannt, was noch passiert.

Für das Verständnis wäre es an manchen Stellen ganz gut, die Reihe »Die Gilde der Schwarzen Magier« gelesen zu haben, aber es ist kein Muss. Wer allerdings vorhat die andere Reihe noch zu lesen, der sollte chronologisch vorgehen, da einiges gespoilert wird. Dennoch ist das Vorwissen nicht notwendig und »Sonea« lässt sich unabhängig davon lesen.

Fazit:
Das Buch war besser, als erwartet und hält was der Name »Trudi Canavan« verspricht. Es war schön, wieder etwas von Sonea zu lesen und die Veränderungen Kyralias zu sehen.
Ich kann das Buch jedem empfehlen, der »Die Gilde der Schwarzen Magier« kennt, oder Lust auf einen High Fantasy-Roman mit Magiern und Dieben hat.
Der nächste Band steht schon auf der Wunschliste!

Von mir 4 von 5 Skulls.

euer engelchen

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