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Dienstag, 26. November 2013

Buch - "Ozeas Geschwister - Feuertanz (Band 1)" von Mendea de Scalett

Link zum Buch!





Titel: Ozeas Geschwister – Feuertanz (Teil 1)
Autor: Mendea de Scalett
Preis: 2,40€
Verlag: Amazon Kindle ePublishing








Inhalt:
Kapitän Falrem und seine Navigatorin, die Elfe Visivel, entdecken auf einem angeschwemmten Schiff vom Grund des Ozeans eine noch verschlossene Schatzkiste. Statt der zu erwartenden Golddublonen und Juwelen finden sie - ein Mädchen. Wirklich verwirrend wird das Ganze, als dieses sich über die erfolgreiche Rettung aus der Kiste nicht bedankt, sondern unsinnig vor sich hin brabbelt - und kurz darauf in Flammen aufgeht. Falrem und Visivel bringen das unheimliche Mädchen daraufhin vorsichtshalber zu einem Arzt, wo es für mehrere Tage in Schweigen verfällt. Bald darauf findet das Mädchen, genannt Tinuviel, ihre Stimme wieder - und zwar eine ganz schön bissige - und spannt Falrem und seine Mannschaft kurzerhand für ihre Interessen ein. Denn angeblich stammt sie aus einer lange zurückliegenden Vergangenheit und muss nun ihre Geschwister finden...
Und um das alles in einen logischen Kontext zu bringen, sollte man diesen ersten Teil dieses Episodenprojekts lesen!

Kritik:
Endlich komme ich dazu, meine Amazon-Rezension zu Ozeas Geschwister noch einmal auszuformuliere. (Vielleicht in der stillen Hoffnung, dass Band 2 auf diesem Weg früher erscheinen wird ;) )
Wie ich auch dort schon sagte, hat mir das Buch wirklich gut gefallen!

Der Aufbau der Geschichte ist sehr geschickt gewählt. Zuerst lernt man die Mannschaft und die Welt kennen, und das auf sehr humorvolle Art und Weise, und anschließend Tinuviél und in den Folgeteilen offenbar auch noch weitere Geschwister Ozeas. An keiner Stelle erfolgt ein großer Info-Dump. Das nötige Wissen über Welt und Charaktere wird immer mal wieder eingeflochten. Es hält sich gut die Waage zwischen „selbst mitdenken können“ bzw. „Lust auf mehr machen“ und „nicht verwirrt rum raten müssen“. Das ist eines der Dinge, die in meinen Augen viele Autoren nicht gänzlich beherrschen – entweder kommt zu viel Info und es wird langweilig und es bleiben keine Geheimnisse, oder zu wenige und man versteht nur Bahnhof. Das wurde hier zum Glück gekonnt vermieden.

Auch die Charaktere sind gut getroffen. Sie formen die Geschichte und treiben sie konsequent voran. Keiner von ihnen stellt Ballast dar oder wirkt überflüssig. Sicherlich erfährt man noch nicht alles über sie, denn für die kommenden Teile sollte schon noch Überraschung drin sein; für den ersten Teil ist es also genau die richtige Menge. Ebenso wie die Charaktere die richtige Mischung zwischen Fantasy und modernem Alltag darstellen: statt geschwollen Daherzuschwadronieren, wie es im Fantasy-Genre manchmal üblich ist, sind Falrem, Visivel und Co nicht auf den Mund gefallen, flappsig und frech. Das überzeugt sofort.
Auch die Welt wirkt sehr kreativ: die typischen Städte und Berge und Wiesen und Wälder der High Fantasy werden gegen das Meer und Inseln getauscht. Ein solcher Wechsel von klassischem Terrain und Charakterset ist es, was für mich das Fantasy-Genre noch immer zu einem Lesegenuss werden lässt.

Der Stil ist soweit in Ordnung. An einigen Stellen gibt es ein paar hakelige Ausdrücke, die mich persönlich etwas rausgebracht haben – aber Stil ist ja immer Geschmackssache. Es ist jedenfalls nie so, dass ich damit große Probleme hätte. Vor allem an den spannenden Stellen (von denen es nicht wenige gibt!) schafft Mendea de Scalett es, den Leser zu fesseln und den Stil dem Geschehen anzupassen.

Das Ende der Geschichte gehört mit zu den spannendsten Teilen, die mir, wie man vielleicht schon herauslesen konnte, besonders gefallen hat. Diese Geschichte lebt, neben den Charakteren und der schönen Welt, vor allem auch von ihrer Geschwindigkeit. Viele spannende Geschehnisse werden hautnah beschrieben und gehen unter die Haut – so auch das Finale, das in meinen Augen einen wirklichen Höhepunkt darstellt und fesselt.
Es werden zugegebenermaßen nicht alle losen Fäden verknüpft, aber es handelt sich eben auch um einen ersten Teil. Einiges muss da einfach für die folgenden Bände offen gelassen werden. Dies ist somit auch kein wirkliches Manko, und im Finale geht es ohnehin mehr um Action, als um das Lösen der Rätsel!

Insgesamt gebe ich der Geschichte 4,5 von 5 Punkten, da sie mich in nahezu allen Punkten vollkommen überzeugen konnte. Ich bin gespannt auf Band 2 und freue mich abermals nach Ozea abzutauchen und Falrems und Tinuviéls hitzigen Wortgefechten beizuwohnen.

~Buchbändiger




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