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Mittwoch, 6. November 2013

Buch - „Die Tribute von Panem – Tödliche Spiele“ von Suzanne Collins



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Titel: Die Tribute von Panem – Tödliche Spiele
Autorin: Suzanne Collins
Genre: Dystopie
Verlag: Oetinger
Seiten: 416







Kurzbeschreibung:

Nordamerika existiert nicht mehr. Kriege und Naturkatastrophen haben das Land zerstört. Aus den Trümmern ist Panem entstanden, geführt von einer unerbittlichen Regierung. Alljährlich finden grausame Spiele statt, bei denen nur ein Einziger überleben darf. Als die sechzehnjährige Katniss erfährt, dass ihre kleine Schwester ausgelost wurde, meldet sie sich an ihrer Stelle und nimmt Seite an Seite mit dem gleichaltrigen Peeta den Kampf auf. Wider alle Regeln rettet er ihr das Leben. Katniss beginnt zu zweifeln - was empfindet sie für Peeta? Und kann wirklich nur einer von ihnen überleben?

Eine faszinierende Gesellschaftsutopie über eine unsterbliche Liebe und tödliche Gefahren.

Quelle: Verlagsseite


Kritik:
Dystopien schwämmen den Markt. Nach Elfen, Zauberschülern und glitzernden Vampiren sind sie ganz klar der nächste Trend. Und wie die meisten Trends ging auch dieser bisher weitestgehend an mir vorbei, obwohl ich das Konzept der Dystopie vor allem im Filmbereich schon immer spannend fand.
Was eignet sich also am besten, um sich diesem Genre zu widmen, als das Buch, das alles irgendwie ins Rollen gebracht hat? Die Tribute von Panem.


Wie weit würde man gehen, um die, die man liebt, zu retten? Was ist man bereit zu tun, wenn das eigene Leben auf dem Spiel steht? Wie verhält man sich in extremen Situationen? Und wem kann man eigentlich noch vertrauen?

Die wichtigste Frage allerdings, die ich mir stelle: Wie konnte ich bisher ohne dieses Buch leben? Ich renne wirklich ungerne Hypes hinterher, aber dieses mal ärger ich mich, es nicht früher gelesen zu haben.
Die Geschichte von Katniss hat mich sofort gefangen. Ich wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Ohne große Schnörkel steigt man direkt in die grausame Welt von Panem ein. Heute können wir es uns gar nicht vorstellen, was es heißt, Hunger zu leiden oder sein Essen selbst jagen zu müssen, um nicht zu verhungern. Genau mit dieser Angst spielt der Roman.

Katniss, die Protagonistin, schließt man dabei sofort ins Herz. Sie ist ein „realistischer“ Charakter mit Stärken und Schwächen. Die Welt hat sie hart werden lassen, aber auch ihren Überlebenswillen geprägt. Von ihrer Mutter ist sie enttäuscht und ihr Vater ist bei einem Grubenunglück gestorben. Ich mochte ihre temperamentvolle Art sofort, aber ich liebe ja so wie so starke weibliche Protas.
Peeta ist genau der Charakter, den ein Buch braucht – zu Beginn undurchsichtig und schwer einzuschätzen. Ich musste oft überlegen, ob er ehrlich ist oder nur eine Show abzieht. So etwas liebe ich ja, wenn man als Leser hin und her gerissen ist.
Ihr Team wirkt mir allerdings zu blass. Hier und da hätten auch die mal stärkere Szenen vertragen können, aber vielleicht dürfen Cinna und Haymitch ja noch in den nächsten Teilen glänzen.

Der Stil ist flüssig und bietet sich an, verschlungen zu werden. Er ist ohne viele Schnörkel, genau wie Katniss – logische Folge, da der ganze Roman aus ihrer Sicht geschrieben wird.
Ab der Hälfte wird es richtig spannend, denn dann beginnen die Kämpfe in der Arena. Aber auch schon zuvor, wenn man die Welt und das Kapitol kennenlernt, bleibt man gerne am Ball. Alle wichtigen Hintergrundinfos werden in kleine Häppchen aufgeteilt und eingestreut. So hat man nie das Gefühl, geballtes Wissen präsentiert zu bekommen.
Trotzdem hat mir hier und da noch etwas Background gefehlt. Das liegt aber eher daran, dass ich mich dafür interessiere, und nicht, dass man es so nicht verstanden hätte. Mich machen bei so was nur die Hintergründe so neugierig!
Besonders schön finde ich die Freiheiten für den Leser. Die Hungerspiele sind brutal, aber es wird nicht bis ins letzte Detail beschrieben. Von daher kann man sich selber Gedanken machen, wie blutig es gerade zu geht. Trotzdem ist es als Jugendbuch schon recht hart.
Ich sage selten was zu Cover, aber hier muss ich mal anmerken, dass ich es nicht sehr gelungen finde. An sich spiegelt es ein passendes Bild wieder, aber es ist nicht besonders umwerfen. Da gefallen mir die neuen Cover zum Filmstart besser.

Fazit:
Ein definitives Lesemuss! Es ist ein spannender, mitreißender Roman, der sich einen Platz im Bücherregal verdient hat. Lange hat mich kein Buch mehr so begeistert. Katniss’ Abenteuer sind schockierend, emotional und sogar witzig. Eine perfekte Mischung. Jeder sollte in Panem eintauchen und froh sein, dass man selbst nicht dort bleiben muss.
Von mir volle Punkte!



Eure Mendea

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