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Sonntag, 17. November 2013

Buch - "Die Tribute von Panem 3 - Flammender Zorn" von Suzanne Collins

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Titel: Die Tribute von Panem 3 – Flammender Zorn
Autorin: Suzanne Collins
Genre: Dystopie
Verlag: Oetinger
Seiten: 430


Kurzbeschreibung:

Möge das Gute siegen! Möge die Liebe siegen! Das grandiose Finale! Katniss gegen das Kapitol! Schwer verletzt wurde Katniss von den Rebellen befreit und in Distrikt 13 gebracht. Doch ihre einzige Sorge gilt Peeta, der dem Kapitol in die Hände gefallen ist. Die Regierung setzt alle daran, seinen Willen zu brechen, um ihn als Waffe gegen die Rebellen einsetzen zu können. Gale hingegen kämpft weiterhin an der Seite der Aufständischen, und das, zu Katniss' Schrecken, ohne Rücksicht auf Verluste. Als sie merkt, dass auch die Rebellen versuchen, sie für ihre Ziele zu missbrauchen, wird ihr klar, dass sie alle nur Figuren in einem perfiden Spiel sind. Es scheint ihr fast unmöglich, die zu schützen, die sie liebt.

Quelle: Verlagsseite

Kritik:

Die ersten zwei Bände waren für mich die Entdeckung des Jahres! Ich war in einem richtigen Panem-Rausch und wollte unbedingt wissen, wie es mit Katniss weiter geht.
Dann kam der Schlag ins Gesicht – Band 3!


Die Rebellen rüsten zum Kampf und wollen Katniss als Spotttölpel und Wappen ihres Aufstandes nutzen. Doch das junge Mädchen hat in erster Linie ganz andere Sorgen. Ihr alter Distrikt wurde vom Capitol in Schutt und Asche gebombt, Familie und Freunde sind Flüchtlinge, die Rebellenführer haben ihre eigenen undurchsichtigen Pläne und Petaa wurde vom Capitol gefangen genommen!
Besser könnte ein Showdown wohl kaum beginnen. Denkste!

Ich habe mich auf das Buch gestürzt, wie eine Besessene und merkte schon nach ein paar Seiten, dass irgendwas anders ist.
Der ganze Tonfall des Romans kippt ins Depressive. Katniss ist dauerhaft von Medikamenten betäubt oder wird der Mund verboten. Sie ist schwach und verzweifelt, wird rumgeschuppst und wie eine Marionette behandelt. Die Stimmung ist so negativ und zieht einen so runter, dass ich immer nach einigen Seiten eine Pause brauchte und nicht mehr weiter lesen wollte. Hoffnung wird in diesem Buch sehr klein geschrieben.

Natürlich kann man argumentieren, dass der Krieg nun mal so ist. Grausam, brutal, menschenverachtend. Realistisch ist diese Darstellung alle male. Im Krieg gibt es keine Gewinner. Das Buch bringt diese Emotionen sehr stark rüber, was eigentlich ein Lob an die Schreibkunst der Autorin ist. Doch andersherum macht es das Buch auch zu einer schweren Kost, da es einen so sehr bedrückt, dass man nicht lange am an einem Stück durchlesen kann.

Die Charaktere entwickeln sich in dem Krieg zu einem wahren Graus. Katniss ist einfach nur eine Marionette, mit der jeder macht, was er will. Sie ist so passiv und kraftlos, dass man sie am liebsten einmal ganz kräftig schütteln will. Peeta ist ein armes Opfer und Gale entwickelt sich zu dem Mistkerl, den ich schon die ganze Zeit in ihm vermutet habe.
Diese Entwicklung ist echt lästig, hat man Katniss doch schon als starkes Mädchen erlebt, die selbst nicht auf den Kopf gefallen ist. Wenn wenigstens mehr Gegenwehr von ihr gekommen wäre, hätte ich mich damit vielleicht anfreunden können, aber auf mich wirkte es so schwach.

Ich habe mich am Ende des Buches ziemlich lange darüber aufgeregt. Es war nicht ein Funke Hoffnung da. Nicht ein Moment, in dem man noch an das große Happy End geglaubt hat und tatsächlich hatte auch das Ende einen bitteren Beigeschmack. Ich meine, ich brauche nicht immer Happy Ends, aber das war wirklich ein Härtefall.
Wenigstens hat sie sich am Ende für den richtigen Typen entschieden. ;-)

Fazit:
Tatsächlich fällt mir die Bewertung dieses Buches doch sehr schwer. Einerseits hat die Autorin die Emotionen richtig rübergebracht. Ich habe wirklich mitgelitten. Wenn ein Schriftsteller das schafft, ist das schon eine große Leistung.
Andererseits hat mich das Buch wirklich aufgeregt! Im Vergleich zu den anderen beiden ist Katniss nur eine passive Rolle, der alles entgleitet und kaum noch sie selbst ist. Die Hoffnung krepiert am Ende elendig und ich finde, dass dieser Band seinen Vorgängern nicht würdig ist.
Aus Neutralität gibt es mal 3 von 5 Skulls von mir.


Eure Mendea

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