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Dienstag, 6. August 2013

Die Gegen - Gegen - Challenge!



Ja, ein komischer Titel, ich weiß, aber ich erkläre euch gerne, was sich dahinter verbirgt.

In einer Facebook-Gruppe, dem "Käsekuchenland", treffen die verschiedensten Buchblogger zusammen, tauschen sich aus und diskutieren. Dass Geschmäcker natürlich verschieden sind, schlägt sich auch dort in den Gesprächen wieder. Und sein wir doch mal ehrlich: Das ist gut so!

Irgendwann kam mal zwischen ein paar Herren und den restlichen Bloggern eine kleine Debatte auf, dass man doch auch mal "richtige" Literatur lesen solle und nicht nur so leichten Alltagsbrei. Klassiker wurden da angeführt und die Idee zu einer Challenge aufzurufen, in der man auch mal über seinen Tellerrand hinausschaut und sich mit diesen Werken der Literaturgeschichte befasst. Das Ding nannte sich Gegen-Challenge!

Nun kam heute die Challenge-Liste mit Büchern online und naja.... wir waren baff!

1. Thomas Mann – Die Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull
2. Art Spiegelman – MAUS
3. Hermann Hesse – Narziss und Goldmund
4. Stefan Zweig – Sternstunden der Menschheit
5. Heinrich Böll – Ansichten eines Clowns


Quelle: http://www.buchguerilla.de/challenge/

Als Germanistikstudentin ließ mich diese Auswahl erstmal die Nase kraus ziehen. Mit diesen Büchern weckt man kaum ein Interesse an der klassischen Literatur. Damit wird man in der Oberstufe gequält!
Zum Glück stand ich mit dem Grundgedanken nicht alleine da und so entwickelte ich gemeinsam mit der Autorin Jennifer Jäger eine eigene Liste, in der wir Klassiker gesammelt haben, die man zum einen mal gelesen haben sollte und zum anderen vielleicht auch das Interesse allgemein an diesen Werken wecken können. Dabei kam eine sehr bunte Mischung raus, die wir euch natürlich nicht vorenthalten möchten.

Hier unsere "gegnerische" Liste:

  • Goethe "Faust I"
  • George Orwell "1984" 
  • Jules Verne "Die Reise zum Mittelpunkt der Erde" 
  • Georg Büchner "Woyzeck" 
  • Patrick Süskind "Das Parfum" 
  • Aldous Huxley "Brave New World" (auf Deutsch auch "Schöne neue Welt")
  • Homer "Ilias" 
  • Tieck "Der blonde Eckbert" 
  • Stoker "Dracula" 
  • Wilde "Das Gespenst von Canterville" 

Und wenn man sogar Theaterstücke beachten möchte:
  • Brecht "Der gute Mensch von Sezuan" 
  • Wedekind "Frühlingserwachen"
 Wie ihr seht, haben wir uns dabei nicht nur auf deutschsprachige Literatur beschränkt. Zusätzlich würden uns noch eine Menge anderer Bücher einfallen, aber wir haben mal versucht eine kleine, feine Auswahl zu treffen. Sie ist schön bunt und hat vom Drama bis zur Dystopie alles vereint. 

Kennt ihr ein paar der Bücher? Habt ihr sie vielleicht auch schon gelesen? Was sind für euch typische Klassiker, die man mal gelesen haben sollte?
Natürlich würden wir uns freuen, wenn euch diese Vorschläge einen Anreiz geben würden, sie mal genauer zu betrachten. Falls ihr sie lest und auch rezensiert, können wir sie gerne bei den Geistern verlinken :)

Liebe Grüße!

Jenni und Jenny (alias Mendea)

Kommentare:

  1. Das sind auf jeden Fall man interessantere Klassiker. Über die Qualität des Inhalts soll das natürlich nichts sagen, aber Böll, Mann und Hesse sind halt drei Herren, die jedem in der Schule schon über den Weg laufen und immer mit als erste fallen, wenn es um Klassiker geht (der Fairness halber: Goethes Faust auch). Wird halt doch langweilig und ist auch nicht so einfallsreich.

    Orwell, Huxley, Homer...das hat vermutlich auch schon jeder mal gehört, aber eben nicht ganz so oft. Eure Liste sagt mir da auf jeden Fall mehr zu, ich kenne auch ein paar davon. "Der gute Mensch von Sezuan" war zwar auch Schulliteratur, aber ich mochte ihn trotzdem, obwohl ich für Dramen ansonsten wenig übrig habe.

    Spricht ja auch nichts dagegen, dass man Klassiker ebenso mag, wie moderne Bücher, im Prinzip waren sie einmal nichts anderes.

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    1. Danke schön!
      Ja, es ist wohl normal, dass man die Namen der alten Klassiker alle schon mal gehört haben sollte. Manchmal beziehen sich ja auch Filme oder andere Bücher darauf. Die Literatur beeinflusst sich immer wieder gegenseitig.
      Der aktuelle Dystopie-Wahn zum Beispiel. Das Genre gibt es schon lange und man sollte die Originale kennen, wenn man sich die neusten anschaut.
      Ähnlich seh ich es bei den Vampiren. Wer über Vampirbücher diskutieren will, sollte mindestens Dracula gelesen haben.

      "Der gute Mensch von Sezuan" habe ich in der Schule gelesen und da gefiel er mir gar nicht, weil der Deutschkurs langweilig war.
      An der Uni haben wir das als Puppentheater aufgeführt und ich habe die Shin gesprochen :D Da sind wir analytisch noch mal ganz anders dran gegangen und seit dem mag ich Brecht sehr. Man muss nur wissen wie. ^^

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  2. Da sind ja wirklich schöne Bücher dabei :) Um ehrlich zu sein interessieren mich auch die Oberen ;) Bin ebenfalls Germanistik (und Anglistik) Studentin und habe im letzten Semester so viel darüber gehört, das hat mich neugierig gemacht :D

    Gelesen habe ich von euerer Liste schon einige, undzwar: Faust, 1984, Reise zum Mittelpunkt der Erde, Woyzeck, Das Parfum und Dracula :)
    Die haben mir alle super gefallen, obwohl Woyzeck jetzt nicht zu meinen Lieblingen gehört ;) Der Rest hingegen schon!

    Die anderen von euer Liste interessieren mich aber auch sehr! :) Besonders Oscar Wilde :) Und "Brave new world" :) Und der Ilias bin ich auch nicht abgeneigt aber zuerst lese ich mal Ovids "Metamorphosen", wäre vielleicht auch eine gute idee, sind viele kleine Geschichten und deshalb einfacher zu lesen als die Ilias :)

    Ich wünsch euch dabei noch viel Spaß :) wird bestimmt interessant was alle dazu zu sagen haben ;)
    LG, Katharina

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    1. Oha!
      Metamorphosen ist kein leichtes Buch. Da geht man wirklich irgendwann auf dem Zahnfleisch.
      Bei Woyzeck hast du Recht, das ist definitiv nicht für jeden was.

      Ich habe die Ilias in eine Uniseminar zur Mythologie in der Literatur gelesen und den Krieg um Troja fand ich immer schon spannend. Besonders toll finde ich, dass man dort sieht, wie sich auch die Götte einmischen. Das erwähnen die meisten Verfilmungen oder so ja gar nicht!
      Aber der Schreibstil ist seeeeehr gewöhnungsbedürftig. Als ich einmal drin war, fand ich es aber toll.

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  3. Ich kenn mich zwar nicht so sehr mit Klassikern aus und würde mich eher vor dieser Challenge flüchten als sie zu machen, aber das ist nun mal leider so, obwohl ich schon den ein oder anderen aus der Liste gelesen habe *g*
    Aber mal so am Rande, hätte man nicht auch noch Sherlock dazu zählen können, der ist zu mindest in meinen "ungebildeten" Augen passend *g* Außerdem wäre doch sicher auch der Sandmann eine nette Idee gewesen für diese Aufgabe, oder hab ich nun ein Klassisches Rad ab? ^^

    Liebe Grüße von der Spielkarte
    Nine Spades

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  4. Das Parfüm und Dracula hab ich sogar gelesen und kann daher sagen - tolle Bücher, die sich lohnen ;) Auch wenn die Art zu sprechen/schreiben erstmal gewöhnungsbedürftig ist... Ebenfalls auf dem SUB liegen noch von Jules Verne oben genanntes und 20000 Meilen unter dem Meer :3

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