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Montag, 1. Juli 2013

Buch - "Plötzlich Shakespeare" von David Safier


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Titel: Plötzlich Shakespeare
Autor: David Safier
Genre: Humor / Liebe
Verlag: Rowohlt
Seiten: 320




Kurzbeschreibung:

Zwei sind einer zu viel!
Wenn Mann und Frau sich das Leben teilen, ist das ja schon schwierig. Aber wenn Mann und Frau sich auch noch ein und denselben Körper teilen müssen, dann ist das Chaos perfekt! Die liebeskranke Rosa wird per Hypnose in ein früheres Leben versetzt, in den Körper eines Mannes, der sich gerade duelliert. Wir schreiben das Jahr 1594, und der Mann heißt William Shakespeare. Rosa darf erst wieder zurück in die Gegenwart, wenn sie herausgefunden hat, was die wahre Liebe ist. Keine einfache Aufgabe: Sie muss sich als Mann im London des 16. Jahrhunderts nicht nur mit liebestollen Verehrerinnen rumschlagen, sondern auch mit Shakespeare selber, der nicht begeistert ist, dass eine Frau seinen Körper kontrolliert. Und während sich die beiden in ihrem gemeinsamen Körper kabbeln, entwickelt sich zwischen ihnen die merkwürdigste Lovestory der Weltgeschichte.  
 Quelle: Verlagsseite

 
Kritik:

Das Engelchen lag mir immer in den Ohren, der Safier sei sooooooo toll, den müsste ich unbedingt lesen. Also landete Safier bei einer rebuy-Bestellung mit im Einkaufkorb und irgendwann schließlich auf dem Nachttisch. Die Geschichte klang ja schon mal spannend.

Eine junge, eher weniger erfolgreiche Frau steht vor den Scherben ihres Lebens und muss sich plötzlich den Körper mit Shakespeare teilen, um zu lernen, was die wahre Liebe ist. Dabei gerät frau im 16. Jahrhundert ganz schön in Bedrängnis, denn auch der Dichter hatte es nicht gerade leicht.

Das klingt ja schon mal vielversprechend und lustig. Zumindest letzteres war es dann auch. Der Schreibstil des Autors ist locker flockig. Die Charaktere schäkern rum, flirten und haben immer mal wieder einen frechen Spruch drauf. Gerade das trägt dazu bei, dass man ein spritziges Leseerlebnis vor sich hat.
Man kann die Story im positiven Sinne als ganz nett bezeichnen. In meinen Augen handelt es sich dabei um seichte Ferienliteratur. So gegrillt am Strand, wenn man entspannen will und eh nichts tiefsinniges gebrauchen kann, eignet sich „Plötzlich Shakespeare“ ausgezeichnet.

Allein die Protagonistin Rosa hat schon etwas von „Sat 1 Frauenfilm“, wobei sehr schön mit der Thematik, sei sie nun Klischee oder nicht, gespielt wird. Für mich war sie es irgendwie doch. Etwas moppelig, unglücklich verliebt und ein Tollpatsch. Schublade auf, Stereotyp raus, Schublade zu! Trotzdem mag man sie gut leiden. Shakespeare selbst ist ähnlich geschnitten. Im „Sat1 Frauenfilm“ wäre er der gut aussehende Macho, der sich am Anfang nicht für das Mädel interessiert. Aber auch ihn lernt man schnell mögen.
Schade fand ich, dass Rosa es nicht richtig ausgereizt hat, dass sie in einem Männerkörper steckt. Blöd, denn da wäre viel Potenzial gewesen in der Frage, was macht eine Frau eigentlich, wenn sie plötzlich zum Mann wird? In erster Linie ist es Rosa peinlich. Sogar beim Pinkeln wagt sie es nicht, an sich herab zu sehen, geschweige denn sich anzufassen. Irgendwie fand ich das doch sehr kindisch.

Als Fan von historischen Romanen war ich auch ganz neugierig auf das London des 16. Jahrhunderts. Natürlich wird es hier und da mal etwas beschrieben, aber historisch bekommt man nicht so viel an die Hand – oder es wird in einigen Szenen eher lächerlich. Allerdings teilt der Roman direkt am Anfang mit, dass er sich nicht einbildet, historisch korrekt zu sein. Von daher sollte man es mit einem Schmunzeln nehmen. Aber der wahre Shakespearfan ist wahrscheinlich auch kein Freund von „Shakespeare in Love“.

Fazit:
Mich selbst hat es jetzt nicht umgehauen und es war für mich nicht die Neuentdeckung eines literarischen Grals, aber es hat mir doch Spaß gemacht. Genrefreunde oder Liebhaber von lockerer, knackiger Literatur werden bestimmt Gefallen an Safier finden. Auf meiner Wunschliste landet er nicht mehr, aber ich kann nachvollziehen, warum viele Spaß haben, ihn zu lesen. Von mir gibt es 3,5 Skulls und die Empfehlung zur entspannenden Strandlektüre!



Eure Mendea

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