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Freitag, 5. Juli 2013

Buch - "Der geheime Name" von Daniela Winterfeld



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Titel: Der geheime Name
Autorin: Daniela Winterfeld
Genre: Urban Fantasy
Verlag: Knaur TB
Seiten: 528





Kurzbeschreibung
Rumpelstilzchen wollte das Kind der Königin. Er bekam es nicht. Jahrhunderte später schließt ein anderes Wesen seiner Art einen neuen Pakt – und wird ebenfalls betrogen. Seitdem sucht es unablässig nach dem Kind … Seit sie denken kann, ist Fina mit ihrer Mutter auf der Flucht. Doch jetzt, mit 19, will sie endlich ein richtiges Zuhause finden und zieht zu ihrer Großmutter, die am Rand eines düsteren Moores lebt. Das Moor fasziniert Fina vom ersten Moment an – genau wie der geheimnisvolle Junge, der dort lebt. Weder Fina noch der Junge ahnen, dass sie beide nur Figuren in einem Spiel sind, das dem betrogenen Wesen endlich seinen Lohn bringen soll …

Quelle: Verlagsseite


Kritik:
Aufmerksam auf das Buch wurde ich durch die Wunschliste unserer lieben Püppie. Ihr müsst zugeben, der Infotext liest sich wirklich sehr gut und so landete das Buch bei der Bestellung mit im Warenkorb. Märchen haben mich schon immer begleitet und die Idee einer modernen Version empfand ich wirklich als sehr ansprechend.
Leider ist es nur bei der Idee geblieben.


Fina ist mit ihrer Mutter auf der Flucht und hetzt dabei über die ganze Welt. Gerademal ein halbes Jahr bleiben sie an einem Ort, bevor sie wieder alles aufgeben müssen und weiter ziehen. Als Fina aber ihr Abi in der Tasche hat und ein Studium beginnen will, beschließt sie sesshaft zu werden. Der einzige passende Ort, der ihr dafür einfällt, ist in der Lüneburgerheide bei ihrer Großmutter. Dass dort ein kleines, fieses Wesen auf ihrer Rückkehr wartet, hat sie nicht gewusst.

Ja, ich bleib dabei. Im Grunde wirklich eine tolle Idee, aus der man auch wahnsinnig viel hätte machen können. Aber das ist leider nicht passiert. Die Idee verpufft, wird eingeklemmt zwischen langatmigen Szenen und bringt überhaupt keine Spannung mit sich. Eigentlich – wenn man es ganz genau nimmt – sitzt Fina immer nur irgendwo fest und muss überlegen, wie sie da rauskommt. Von Gefangenschaft zu Gefangenschaft. Erst ist sie bei ihrer Mutter in Frankreich, dann irgendwann bei Mora in seiner Höhle, in Bayern wieder bei ihrer Mutter und schließlich in der Höhle von „Rumpelstilzchen“. Jedes mal muss das arme Mädel sich was einfallen lassen, wie sie da wieder abhauen kann. Und dabei passiert dann überhaupt nicht viel. Mir fiel beim Lesen die Decke auf den Kopf und es hätte mich nicht gewundert, wenn das Fina auch irgendwann passiert wäre.

Hinzu kommt die ganze Zeit eine unterschwellige sexuelle Komponente. Mora kämpft mit seinen Trieben, da man ihm einredete, das sei verboten. Fina hingegen scheint direkt nach dem ersten Treffen schon der Sinn nach Sport zwischen den Laken zu sein und der kleine Kobold… ja, das überlass ich mal eurer Fantasie. Mich hat diese sexuelle Anspannung irgendwann genervt, weil sie einfach immer da war.

Positiv ist mir an sich der Schreibstil aufgefallen. Er ist sehr voll mit Bildern und Beschreibungen. Ich mag das sehr. Auch Sarkasmus und spitzer Humor kommen in den Dialogen nicht zu kurz. Schreiben kann die Autorin, nur vielleicht sollte sie sich dann einer anderen Thematik zuwenden. Bei mir kam so überhaupt keine Spannung auf.
Die Charaktere fand ich – bis auf Mora – irgendwie recht anstrengend. Finas Vater und Großmutter bleiben sehr farblos, was eigentlich schade ist. Fina selbst ist für mich keine schöne Protagonistin. Ihre Mutter nervt und aus „Rumpelstilzchen“ hätte man wesentlich mehr heraus holen können.
Alles in allem wirkt es auf mich, wie gewollt und nicht gekonnt. Das ganze hätte fast schon Züge eines Thrillers haben können, das ging aber meilenweit daneben. Im Prinzip ist es dann doch nur eine Liebesgeschichte mit ein paar Problemen.Gerade das Ende ließ mich mit dem Kopf schütteln. Da bekam ich wirklich das Gefühl, dass die Autorin nur noch nach einem schnellen Ende gesucht hat. Schade, Action blieb zu 95% auf der Spur!

Fazit:
Die Autorin schafft es nicht, die Erwartungen zu erfüllen. Es ist keine gefährlicher Horrortripp durchs Moor und an vielen Stellen etwas zäh. Trotzdem zeigt der Stil – nüchtern betrachtet – dass die Autorin schreiben kann. Und aus unbekannten Gründen habe ich es zu Ende gelesen.
Hier gilt ganz klar, dass ich mit zu großen Erwartungen an ein Buch heran gegangen bin. Die Enttäuschung beeinträchtigt diese Rezi wahrscheinlich dramatisch. Aber zum Glück ist das ja nur meine Meinung.
Von mir 2 Skulls!


Eure Mendea

P.S.: Ich würde mich von dem Buch trennen. Wenn diese Rezi euch nicht abgeschreckt hat, würde ich es gerne zum Tausch anbieten ;-)

1 Kommentar:

  1. Guten Morgen!

    Ich hab das Buch jetzt auch endlich gelesen und die Atmosphäre fand ich sehr faszinierend! Allerdings fand ich auch, dass es zwischendurch einige Längen gab, aber insgesamt fand ich die Entwicklung zwischen den Figuren schon sehr einnehmend. Mir hats gefallen :)

    Ich hab dich in meiner Rezension verlinkt ;)

    Liebste Grüße, Aleshanee

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