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Montag, 17. Juni 2013

Film - "Rubinrot"

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Titel: Rubinrot
Regie: Felix Fuchssteiner
Genre: Fantasy, Liebeskomödie
Schauspieler: u.a. Maria Ehrich, Jannis Niewöhner, Veronica Ferres
Erscheinungsjahr: 2013
Länge: 122 Minuten
FSK: 12








 Quelle: kinofans.com



  
Rezension

Nachdem ich von Kerstin Giers erster Fantasy Buchreihe so begeistert war, bin ich natürlich auch gleich ins Kino gerannt, als die Verfilmung des ersten Teils anlief.

Mich hat es ja schon mal sehr gefreut, dass der Film eine deutsche Produktion ist. Denn so groß und gut die amerikanische Filmindustrie auch ist. Leider werden Buchverfilmungen doch sehr häufig nach einem Schema F abgefertigt.

Die Handlung des Films beginnt wie im Buch. So gibt es in der Familie von Gwendolyn Shepherd seit jeher eine Frau, welche ein sogenanntes Zeitreisegen besitz. In der jetzigen Generation soll dies Charlotte, ihre etwas eingebildete Cousine, sein. Doch urplötzlich springt Gwendolyn und nicht Charlotte in der Zeit zurück. Somit ist sie der Rubin, welcher in einer alten Prophezeiung als der Letzte im Blutkreis der Zeitreisenden vorher gesagt wurde. Ihr zur Seite steht von nun an Gideon de Villiers, ebenfalls ein Zeitreisender.

Bis ungefähr zur Mitte des Films ist die Handlung also exakt die gleich wie im Buch, was mich ja sehr gefreut hat. Aber dann wird es arg merkwürdig. Denn nun weicht die Geschichte sehr stark von ihrer Grundlage ab und wird etwas unlogisch und verwirrend. Nachdem Gwendolyn und Gideon den Grafen Saint Germain trafen, stellt auch Gideon fest, dass mit diesem etwas nicht stimmt. Entgegen dem Buch, wo er die bösen Absichten des Grafen noch lange leugnet, hilft er nun Gwen dabei hinter das Geheimnis der Prophezeiungen zu kommen. Er bricht zu diesem Zweck nachts mit ihr in die geheimen Archive der Loge ein. Um Näheres in Erfahrung bringen zu können reisen sie in die Vergangenheit. Hierbei wird Gwen von den Wachen von einem Turm gestoßen und läuft Gefahr zu erfrieren.

Ich hatte ab der Mitte des Films irgendwie das Gefühl als wollten die Produzenten die Geschichte der Trilogie auf einen Film komprimieren, für den Fall das der erste Teil ein Flop wird.
Leider wurde die Handlung durch diese starke Abweichung vom Buch doch recht unglaubwürdig und für jene, welche die Bücher nicht gelesen haben wohl auch unverständlich.

Der Hauptcast wiederum hat mich sehr begeistert. Zwischen Maria Ehrich (Gwendolyn) und Jannis Niewöhner (Gideon) stimmte einfach die Chemie. Genau wie im Buch konnte man die Blitze zwischen den beiden nur so fliegen sehen. Schade war es, dass Gideon ab der Mitte des Films gänzlich hinter Gwens Entscheidungen stand. Dadurch konnte Jannis Niewöhner nicht weiter den miesen Mistkerl mit Stimmmungschwankungen spielen, wie seine Buchvorlage. Dennoch hat er Gideon gekonnt in Szene setzen können ohne diesen wie einen liebestollen Mädchenschwarm à la Edward wirken zu lassen.
Auch Marie Ehrich konnte Gwendolyns Tollpatschigkeit in Kombination mit ihrem losen Mundwerk authentisch rüber bringen, ohne dabei aufgesetzt zu wirken.

Leider kann ich diesen Lobgesang, auf die schauspielerischen Leistungen, nicht bei den Nebenrollen anstimmen, zumindest nicht bei allen.
Veronica Ferres als Gwendolyns Mutter hat mir überhaupt nicht gefallenen. Ihr ganze Art wirkte unecht und ihre mütterliche Fürsorge konnte ich ihr zu keiner Zeit abnehmen. Auch Uwe Kockisch als Falk de Villiers war einfach nur lachhaft. Er hatte eine sehr steife Gestik und Mimik. Kein Mensch hat glauben können, dass diese beiden Charaktere jemals eine Beziehung miteinander hatten. Wohin gegen Katharina Thalbach eine absolut geniale Tante Maddie abgeliefert hat, deren etwas schräge Art sehr gut vermittelt wurde.

Allgemein muss ich sagen, dass ich es schön fand, altbekannt Gesichter aus dem deutschen Schauspielerkreis, wie Josephine Preuß, Gottfried John oder Kostja Ullmann mal wieder auf der großen Leinwand zusehen.

Fazit

Natürlich sind die Special Effekts des Films überschaubar und alles wurde nicht so aufgebauscht, wie ich es teilweise aus amerikanischen Produktionen gewohnt bin. Aber dafür hat der Film seinen ganz eigenen Charm entwickeln können.

Ach ja für die, die sich den Film noch anschauen wollen, haltet in der Parkszene mal nach einer blonden Spaziergängerin Ausschau, denn Kerstin Gier gibt sich in einem Cameo-Auftritt selbst die Ehre.

Von mir gibt es 4 Skulls


Eure Püppie

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