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Montag, 8. April 2013

Buch - "Ocean Rose - Erfüllung" von Tricia Rayburn







Titel: Ocean Rose – Erfüllung
Autor: Tricia Rayburn
Genre: Romantasy
Verlag: Ullstein
Seiten: 394
Preis: 8,99€









Der Klappentext:
Das Geheimnis um Vanessas wahre Identität ist gelüftet: Simon weiß inzwischen von ihren Fähigkeiten. Der Preis, den sie dafür zahlt, ist allerdings hoch: Simon glaubt, nicht zu ihr stehen zu können, und die Sirenen wollen sie auf ihre Seite ziehen. Doch Vanessa hat inzwischen gelernt, zu kämpfen, und unternimmt alles, um ihre Liebe zu retten.

Die Rezension:
Ein Abschluss, der kein Abschluss ist.
(Klingt schlimmer, als es war, aber ganz glücklich bin ich mit dem Ende nicht.)

Es knüpft einige Zeit nach den vorherigen Band an. Vanessa ist wieder in Winter Harbor. Neues Haus, neues Glück. Doch die Stadt ist gezeichnet, es gibt kaum Touristen und die vergangenen Ereignisse spuken weiterhin in den Köpfen der Bewohner. Doch alles scheint unauffällig, bis eine Kamera mit seltsamen Bildern auftaucht. Als es wieder eine Leiche gibt und auch sonst einige merkwürdige Dinge geschehen, versuchen Simon, Caleb, Paige und Vanessa der Ursache auf den Grund zu gehen.

Wieder geht es um Vanessa und Simon, die versuchen sich wieder anzunähern und mit den Umständen zurecht zu kommen. Vanessa hat sich enorm weiter entwickelt. Sie ist nicht länger der Angsthase aus dem ersten Buch, sondern kann für sich selbst einstehen, sich verteidigen und traut sich inzwischen mehr zu, sogar auf Simon zuzugehen. Ihre Fähigkeiten hat sie noch nicht ganz akzeptiert, denn sie will keine Sirene sein, aber größtenteils hat sie sich mit ihrer Versorgung arrangiert. Ihre Eltern, die inzwischen von ihrer Verwandlung wissen, unterstützen und akzeptieren sie.
Simon ist und bleibt Simon. Bereits im ersten Band mochte ich ihn und auch in diesem möchte ich ihn nicht missen. Er ist auch weiterhin der Ruhepol, der Analytiker, das Mädchen für alles. Er ist für Vanessa da, auch wenn es erst schwer ist, hilft ihr wo er kann und ist eigentlich immer da.
Paige und Caleb sind die guten Freunde, die man sich wünscht. Paige wirkt zwischenzeitlich unverständlich, weil ihre Verwandlung ihr kaum etwas ausmacht, ebenso wenig die Nutzung ihrer Fähigkeiten. Teils wirkte es seltsam, vor allem, da sich Vanessa gegen den Einsatz ihrer Fähigkeiten sträubt. Caleb stand dagegen oft im Hintergrund, auch wenn er meistens dabei war. Er scheint über den Tod von Vanessas Schwester hinweg zu sein und legt sich ins Zeug, damit die Morde aufhören.

Mir gefiel, dass wieder mehr auf Vanessas Lebensumstände eingegangen wurde. Ihr Durst, ihre Not. Es scheint immer schlimmer zu werden und Vanessa weiß nicht, was sie noch machen könnte oder was ihr fehlt. Der Alltag einer Sirene mal anders. Diese Entwicklung ist auch wichtig für das Buch. Der Clan, zudem Vanessa gehört, ist sehr mächtig, weshalb auch sie selbst Kräfte in sich birgt, die sie noch nicht kennt und auch nicht kontrollieren kann. Auch Charlotte, ihre Mutter, bekommt in diesem Buch wieder einen Auftritt und versucht ihrer Tochter so gut es geht zu helfen.

Aber auch die Hintergrundgeschichte mit den Morden und Übergriffen auf Vanessa kamen nicht zu kurz. Es gibt wieder einen Fall zu lösen und keiner der Hinweise scheint eindeutig. Die Auflösung war ganz anders als erwartet! Ich hatte teils die wildesten Theorien inwieweit es zusammen hängt, worauf es abzielt und ob es überhaupt einen Zusammenhang gibt. Das hat die Autorin schon sehr gut beschreiben.

Auch die Schreibe selbst war gewohnt gut. Wie in den vorhergehenden Bildern wurde das Geschehen aus Vanessas Sicht erzählt. Es kam mir etwas strikter vor, da sich Vanessa auch mehr zutraut und sich nicht hinter jemandem verstecken muss. So wurde die Handlung zusätzlich voran getrieben. Einige Sprünge kamen mir zu plötzlich, wo mehrere Wochen oder Tage verschwinden in denen eigentlich etwas hätte passieren sollen. So wurde die Story zwar nicht unnötig gestreckt, aber überraschend war es dennoch.
Die Beschreibungen sind sehr gut, eben auch was den körperlichen Verfall und ähnliches angeht. Alles sehr detailliert, ohne zu umfangreich oder weitschweifig zu wirken. Es war spannend erzählt, sodass ich wieder an den Worten klebte und das Buch nach kurzer Zeit durch hatte.

Das Ende (Spoiler!) selbst ist recht plötzlich. Auf den letzten Seiten passiert noch sehr viel. Alles wird aufgedeckt und steigert sich immer weiter, bis plötzlich ein Bruch kommt und die Geschichte quasi stoppt. Was passiert ist, wird später erzählt. Das Ende erweckt sehr den Eindruck, dass die Autorin fertig werden wollte. Plötzlich passiert sehr viel und der »Endkampf« steht an, aber statt es fertig zu (be)schreiben, bricht sie ab und lässt es später erzählen. Das machte das Ende ein wenig unspektakulär. Und das war doch recht schade, da die Ereignisse selbst, recht cool waren und anders, als erwartet. Die Reihe selbst mag jetzt abgeschlossen sein und die allerletzten Seiten waren auch ganz okay, aber schade finde ich es jetzt trotzdem. Es bleiben viele Fragen offen, die der Leser jetzt selber füllen darf.

Fazit:
Das Ende hat mit tatsächlich enttäuscht. Den Großteil des Buches wird gut erzählt und am Ende geht alles viel zu schnell, ein paar mehr Seiten hätten mich jetzt nicht gestört.
Trotz allem, werde ich mir die Autorin merken und nach neuen Werken Ausschau halten ;), denn die Geschichte hat mir sehr gefallen, ebenso die etwas andere Art der Sirenen.

Trotz des Endes wieder 4 von 5 Sternen von mir, da es durchweg echt gute Leistung war.
Die Reihe kann ich jedem Fan von Mystery und Sirenen empfehlen!
Rezi zu Band 1
Rezi zu Band 2

eure engelsmomente

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