Seiten

Montag, 4. März 2013

Buch - "Ocean Rose - Verwandlung" von Tricia Rayburn





Titel: Ocean Rose – Verwandlung
Autor: Tricia Rayburn
Genre: Fantasy
Seiten: 380
Verlag: Ullstein Taschenbuch
Preis: 8,99€






Der Klappentext:
In Vanessas Leben ist nichts so, wie es einmal war: Sie weiß jetzt, dass sie eine Meerjungfrau ist. Doch den strengen Regeln der Sirenen will sie sich nicht beugen. Sie will mit Simon zusammen sein und muss sich entscheiden: Soll sie ihrer Bestimmung folgen oder für ihre Liebe alles aufs Spiel setzen?

Die Rezension:
Zeit für zweite Bände. Nachdem ich festgestellt habe, dass ich eindeutig zu viele Reihen angefangen habe, wurde es Zeit, mal wieder mehr zu beenden, oder zumindest weiter zu lesen. Zum ersten Band habe ich ja bereits eine Rezi geschrieben → »Ocean Rose – Erwartung« und fand ihn ja wider Erwarten ganz cool, also wollte ich auch auf den Zweiten eingehen, da er ebenfalls recht gut war.

Das Buch knüpft eine Weile nach dem Vorgänger an und konfrontiert den Leser mit den zentralen Problemen. Erstens: Vanessa ist eine Sirene und ihr Körper bringt sie an den Rand der Erschöpfung. Um zu Überleben muss sie Unmengen Salzwasser zu sich nehmen und regelmäßig darin baden.
Zweitens: In der Schule wissen alle über den Tod ihrer Schwester Bescheid, wodurch sie im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht.
Drittens: Das Eis beginnt zu tauen.

Mir gefällt, dass das Buch nicht nur eine Überbrückung ist, oder dass es wirkt, als müsste etwas erzählt werden. Das Buch erzählt die Geschichte vom ersten Band weiter, verstrickt sie neu, steigert und macht Spaß zu lesen.

Es geht wieder um die Sirenen und deren schleichende Bedrohung. Vanessa weiß, dass ihre Feinde im Eis eingeschlossen sein müssten, dennoch sieht sie scheinbar überall Raina oder Zara. Und als der erste Tote auftaucht, läuten bei ihr die Alarmglocken.
Aber auch die ganzen Nebenprobleme kommen nicht zu kurz, eben wie sie mit der neuen Situation umgehen muss und wie es mit ihr und Simon weiter geht. Durch ihre Sirenenkraft kann sie nicht wirklich glauben, dass seine Liebe echt ist, sie hält es eher für den Zauber.

Was mich gestörte, war, dass es einen zweiten Kerl geben musste. Ziemlich oft wird im zweiten Band zu einer Dreiecksbeziehung gegriffen, um das Buch aufzupeppen. Auch hier. Das fand ich unnötig und ziemlich klassisch-langweilig, ebenso vorhersehbar. Der Typ war ja nicht mal unsympathisch, aber klar, es musste schief gehen. Auch wenn nichts ernstes gelaufen ist.

Gefallen hat mir auch, dass durch Vanessa ein Ruck gegangen ist, in »Erwartung« war sie noch sehr schüchtern und hatte vor allem Angst, das ist dann später schon besser geworden, in »Verwandlung« ist davon nichts mehr zu spüren. Sie erinnert sich zwar dran, triff aber wesentlich selbstbewusster auf und ist somit nicht mehr ganz so schwach.
Ansonsten treten, bis auf Parker King, die gleichen Personen auf, wie im ersten Band und alle scheinen sich ein wenig verändert zu haben. Paige muss wie Vanessa eine Menge durchmachen, wirkt öfters angespannt oder zurückhaltend, nicht mehr wie das frohe Mädchen aus »Erwartung«. Was ihr aber auch gut steht, denn nach dem ganzen Chaos wäre das gleiche Verhalten seltsam.
Bei Parker hat mich gestört, dass ich ihn nicht einschätzen konnte. Der Leser erfährt einiges zum Charakter, aber wenig zum Hintergrund der Person.

Gefallen hat mir, dass sie wirklich viel verändert hat und der Leser merkt, dass es um eine Sirene geht. Vanessa wird von allen Kerlen angestarrt und angebetet. Auch ihr Lebensstil hat sich, durch das viele Salzwasser, verändert. Sind die Bilder, die sie sieht, Wirklichkeit oder Zeichen ihrer Erschöpfung/ Dehydrierung? Das war echt gut gemacht, auch diese schleichende Spannung durch die Bedrohung.

Der Stil gefiel mir auch diesmal. Schnell zu lesen, aber nicht zu übereilt. Die Autorin hat sich Zeit gelassen, diverse Sachen angesprochen, es aber auch nicht zu sehr überladen. Viele schöne und coole Szenen finden ihren Platz und kommen auch bei mir gut an. Auch die bedrückende Stimmung kommt gut rüber. Der Leser weiß, dass die Sirenenthematik Vanessas großes Problem ist und vergisst es auch in entspannten Szenen nicht.

Das Ende gefiel mir überhaupt nicht. Erst das Finale und dann tröpfelte es mit Infos vor sich hin, die entweder weiter vorn gut gewesen wären oder von mir aus auch gleich in den dritten Band eingebaut werden könnten. Es war einfach lahm und hat auch ein wenig die Spannung und das Interesse genommen, das letzte Buch zu lesen...

Fazit:
Wer den ersten Band gelesen hat (und gut fand) oder mit dem Gedanken spielt ihn zu lesen, für den ist auch der zweite Band etwas. Mir gefiel er sehr gut, es war nicht langweilig oder ein Überbrücken der Handlung, bis etwas spannendes passiert, sondern eine schöne Weitererzählung der Geschichte. Immer noch eine gute Idee und lohnt zu lesen. Der finale Band steht schon auf der Liste.

4 von 5 Skulls von mir.
eure engelsmomente

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen