Seiten

Freitag, 15. März 2013

Buch - "Blutpakt" von Kim Harrison




Titel: Blutpakt - Rachel Morgan 4
Autor: Kim Harrison
Genre: Fantasy
Verlag: Heyne Verlag
Preis: 13,00 €










Klappentext:
Nach einer weltumspannenden Seuche hat sich das Leben auf der Erde grundlegend verändert. Die magischen Wesen sind aus dem Schatten getreten: Vampire, Kobolde und andere Untote machen die Straßen unsicher. Dies sind die Abenteuer der Hexe und Kopfgeldjägerin Rachel Morgan, deren Job es ist, diese finsteren Kreaturen zur Strecke zu bringen.
Rachel Morgan kommt nicht zur Ruhe. Gerade von ihrem menschlichem Liebhaber verlassen, könnte sie jetzt in ihrer Beziehung mit dem lebenden Vampir Kisten glücklich sein. Doch jemand will ihren Platz in dem Werwolfrudel, in dem sie die Leitwölfin ist. Und auch ihr Exfreund Nick bleibt nicht verschwunden, sondern verführt den Sohn ihres Pixie-Partners Jenks zu einem Diebeszug. So muss Rachel nach Michigan, um ihn zu retten, begleitet von Jenks, der Dank Dämonenmagie menschliche Größe annimmt. Doch dann stellt sich heraus, dass Nick ein unschätzbares Werwolf-Artefakt gestohlen hat und Rachel um ihr Leben und das all ihrer Freunde bangen muss …


Rezension:

Die Geschichte beginnt wie alle Rachel-Morgen-Bücher, wahnsinnig rasant. Schon nach den ersten zwanzig Seiten steckt Rachel wieder bis zum Hals in der Tinte und wurde natürlich erst mal richtig grün und blau geschlagen. Das ganze Schlamassel nur wegen einer Formalität innerhalb der Werwolf-Gemeinschaft. Dass sich Rachel, als Leitwölfin eines Rudels, nicht in einen Wolf verwandeln kann, ist verständlicherweise ein triftiger Grund dieser gleich an den Kragen zu gehen.
Und als wäre das nicht schon schlimm genug, verschwindet ihr Exfreund Nick mit dem ältesten Sohn ihres Pixie-Freundes Jenks.

Dies ist ja nun mein vierter Rachel-Morgen-Band und ich bin diese actionreiche Erzählweise gewohnt, bzw. ich habe sie mir von vorneherein erhofft. Jedoch wollte ich irgendwie nicht so richtig warm werden mit diesem Buch. Denn in allen bisherigen Teilen war mir Rachel immer sehr sympathisch. Aber dieses Mal ging sie mir größtenteils ziemlich auf die Nerven. Dass die gesamte Geschichte von ihr als Erzähler dargestellt wird, ist da auch nicht grade hilfreich gewesen. Es fing schon mit dem ersten Trankbrauen an. Um das Problem des „sich nicht in einen Wolf verwandel zu können“ zu lösen, braut Rachel mit Ceri (einer Elfen-Freundin) einen Dämonenfluch. Die ganz Zeit über heult Rachel rum, wie viel Schwarz dieser Fluch auf ihre Seele bringen wird. Das fand ich zum einen ziemlich ermüdend, weil sie sich ja selbst für diesen Fluch entschieden hatte und zum anderen auch Ceri gegenüber total dämlich. Da diese während ihres Slavendienstes bei einem Dämon Tausende solcher Flüche auf ihre Seele nahm.

Eine weitere Sache, die mir schon nach kurzer Zeit ziemlich auf die Nerven ging, war die ewige Sorge um ihre Vampir Mitbewohnerin Ivy. Ich meine, das ist eine erwachsene Frau und alle behandeln sie wie ein Kleinkind nur, weil sie in der Vergangenheit schwere Zeiten durchgemacht hat.
Die Handlungen der Vampire wurden mir im Allgemeinen etwas zu extrem dargestellt. Denn jedes Mal wenn Rachel auf diese trifft, endet das damit, dass der betreffende Vampir sie gleich aussaugen will und Ivy ihre ewigen Besitzansprüche an sie klarstellen muss.

Immerhin wird die Beziehung zwischen Ivy und Rachel endlich mal etwas vorangetrieben. Jedoch fand ich es wirklich total übertrieben, dass Rachel einfach nicht damit klarzukommen scheint, als Ivy ihr „offenbart“, dass sie ganz offensichtlich ein Adrenalin-Junkie ist. Ich meine, mir war einfach nicht ersichtlich, was genau ihr Problem ist. Was ist denn bitte so schlimm daran einen gewissen Kick im Leben zu brauchen, dass man die Hälfte des Buches deswegen so deprimiert sein muss?

Ein Lichtblick in der Handlung war für mich definitiv Jenks. Ich mochte seine Art schon in den vorherigen Roman sehr. Aber da er jetzt ein Großteil des Buches in menschlicher Größe agierte, ermöglichten sich viele neue komische Situationen. So sieht er zunächst einmal wie ein sehr schnuckliger Achtzehnjähriger aus. Was Rachel zu ihrem neuen Mantra bringt: „verheirateter Pixie mit 54 Kindern“. Des Weiteren benimmt er sich trotz seiner neuen Größe immer noch wie ein 15 cm großer Pixie, und einen 1,90 m großer Kerl, der ständig eine Peter-Pan-Pose einnimmt, stelle ich mir schon sehr komisch vor.
Auch sein ältester Sohn Jax hat mir sehr gut gefallen, seine Beweggründe, warum er mit Nick auf Beutezug ging, sind durchaus nachvollziehbar gewesen. Sein neues Haustier, die Katze Rex, hat mich auch des öfteren zum Schmunzeln gebracht. Denn ein Pixie der probiert mit einer Katze zu spielen, ohne zu kapieren, dass diese ihn nur als eine Art Spielmaus sieht, hat seine ganz eigene Komik.

Kirsten, Rachels Freund, wurde mir ein bisschen zu sehr ins Lächerliche gezogen. Ich verstehe ja, dass die Vampire von der Vermischung ihres Geruches mit einem anderen angezogen werden. Aber als Rachel in seinem Jogginganzug Hampelmänner vor ihm macht und er daraufhin fast über sie herfällt, fand ich das schon sehr merkwürdig. Denn welcher normale Mann findet es bitte erotische, wenn die Freundin Hampelmänner in einem Jogginganzug macht?

Im Großen und Ganzen bin ich also etwas enttäuscht von diesem Roman. Ich hatte mir einfach mehr erhofft, da ich ein großer Fan der Rachel-Morgan-Reihe bin. Aber dieser Teil hatte definitiv seine Schwächen. Die Gesamthandlung war zwar wieder äußerst spannend und der Schreibstil der Autorin sehr angenehm und fließend. Jedoch hat mich die Entwicklung der einzelnen Charaktere etwas frustriert.
Schön fand ich, dass es am Ende noch ein Bonusmaterial gab, zum Thema Pixies und Faires. Das ist zumindest eine nette Idee gewesen und ließ sich auch gut lesen.
Genauso hat mir Kim Harrison mit ihrer Widmung mal wieder ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Da diese bei ihr immer einen privaten Insider vermuten lassen und irgendwie auch sehr romantisch sind.

Fazit:

Es war nicht der beste Rachel-Morgan-Roman, aber dennoch unterhaltend. Ich möchte immer noch wissen, wie es weiter geht und wurde von diesem etwas Schwächeren vierten Teil nicht davon abgeschreckt. Jeder, der sich für chaotische Hexen mit jeder Menge Action begeistern kann, sollte mal ein Blick auf diese Reihe riskieren.
Von mir gibt es 3 Skulls.
Eure Püppie

Kommentare:

  1. Ganz klar der Schlechteste Band bisher, da kann ich nur zustimmen ^^ Mir ging Rachel auch ziemlich auf die Nerven, sie kommt wie ein kleines verweichlichtes Mädchen daher, die nur rumjammern kann ;)

    Der nächste Band wird aber wieder besser, zum Glück =)

    Lg Lexa

    AntwortenLöschen
  2. ich hab auch scho von leuten gehört, die den nächsten band schon gelesen haben, dass es wieder aufwärts geht...das lässt mich hoffen...ausserdem kam mir in diesem band trent auch einfach mal zu kurz =)

    AntwortenLöschen