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Freitag, 22. Februar 2013

Buch – „Wispernde Schatten“ von Daniel Blythe


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Titel: Wispernde Schatten
Autor: Daniel Blythe
Genre: Jugendroman (Grusel / Mystery)
Seiten: 304 (Hardcover)
Verlag: Chicken House
empfohlenes Lesealter: ab 12
Preis: 13,95€


  

Kurzinformation:
Jede Nacht derselbe Albtraum. Seit Miranda mit ihrer Mutter und ihrem kleinen Bruder nach Firecroft Bay gezogen ist, hat sie keine ruhige Nacht mehr. Und den ganzen Tag fühlt sie sich von Schatten verfolgt. Als es im Bus dann auch noch schneit und an der Schule die PCs explodieren, ist sich Miranda sicher: Irgendetwas geht hier vor - etwas Düsteres, Geheimnisvolles. Doch Josh und seine Freunde glauben, sie könnten es aufhalten. Und sie behaupten, Miranda habe besondere Fähigkeiten, die ihnen dabei helfen.
Quelle: Verlagsseite


Der erste Tag an einer neuen Schule nach einem Umzug kann schon mies sein. Ein zufrierender Bus ist dann allerdings ein Supergau. Da verstreuen sich Mirandas Sorgen keine Freunde zu finden ganz schnell, denn plötzlich sind mehr Leute an ihr interessiert als ihr lieb ist. Aber die wichtigste Frage: Kann ihr jemand wegen ihren Albträumen helfen?

Mein erster Jugendroman seit vielen Jahren – wenn man von den ganzen All-Ager mal absieht. Da musste ich mich doch erstmal fragen, was ich so mit 12 gelesen habe und das ist schließlich schon eine ganze Weile her. Zu der Zeit habe ich die Gänsehaut-Reihe oder Fear Street geliebt. Das waren kleine Gruselromane für Kinder und ich hatte da unendlich viele Bücher von.
Umso begeisterter war ich, als ich feststellte, dass „Wispernde Schatten“ da genau rein passte.

Der Roman ist ein jugendlicher, flotter Mysteryroman genau abgestimmt auf das Zielpublikum. Man hat freche Sprüche, lockere Dialoge und schön gemalte Bilder von dem Ort Firecroft Bay. Immer wieder sind spannende und gruselige Szenen eingestreut, die den Leser packen.
Über das Ende war ich sogar wirklich überrascht, weil ich mit so einer Wendung gar nicht gerechnet hatte. Da hat mich der Autor schön an der Nase herum geführt. Die letzten 50 Seiten hatte ich damit ganz schnell verschlungen.

Miranda ist eine ganz niedliche Heldin, die hin und her gerissen zwischen den Stühlen sitzt. Ihre Geschichte wird in der Ich – Perspektive geschrieben, sodass man immer ganz nah an ihren schaurigen Erlebnissen ist. Trotzdem springt sie immer wieder über ihren Schatten und stellt sich ganz mutig dem gruseligen Schatten.

Etwas unglücklich ist, dass ein englisches Kinderlied eine wichtige Rolle spielt und da ich (leider) nicht damit aufgewachsen bin, musste ich es erstmal googeln, um eine Ahnung von der Melodie zu haben.

Als erwachsener Leser fehlt einem natürlich hier und da etwas Tiefe, aber ich glaube, dass Jugendliche sich daran nicht stören. So hätte ich persönlich zum Beispiel gerne viel mehr über Miranda und ihre Familie (besonders ihren Vater) erfahren. Ihr kleiner Bruder Trüffel ist eigentlich ein ganz unsinniger Charakter, weil er nichts für die Geschichte an sich tut.
Eine Kleinigkeit ging mir allerdings auf die Nerven. Miranda hat zwei „Freundeskreise“. Zum einen die Schattenjäger, die eigenartige Phänomene untersuchen und alle anderen abwertend als Nullachtfünfzehner bezeichnen. Und auf der anderen Seite die schrille, leicht gothic-angehauchte Jade, die die anderen als Spackos bezeichnet. Dieser abwertende Umgang mit einander ist vielleicht – wenn man sich einige Kids so anschaut – realistisch, aber in der Literatur doch irgendwie nicht so schön. Vor allem weil jede Partei für sich genommen ja komplett anders ist und sie das „Anderssein“ nicht unterstützen oder verstehen, hat es meine pädagogische Seite irgendwie genervt.

Fazit:
Mein 12jähriges Ich hätte dieses Buch geliebt und verschlungen. Für die Zielgruppe ist wirklich genau das richtige. Sehr spannend, ein wenig lustig, übersinnlich und die große Sorge des Freundefindens.
Wenn man sich als Kind für Mystery interessiert, sollte dieses Buch wirklich auf der Wunschliste landen. Ich kann es nur empfehlen und hatte sogar als Erwachsener noch meine Freude damit, weil es mich sehr an meine Lieblingsjugendromane erinnert hat.
Von mir 4 sehr gute Skulls!

Mein Dank geht an den Chicken House Verlag, dass ich dieses tolle Buch vor Erscheinungstermin lesen durfte.

Eure Mendea

Kommentare:

  1. Sehr gelungene Rezension, die so ziemlich genau meine Meinung spiegelt :-)

    Ich fand es für die Zielgruppe optimal, für 'Große' sehr nette Unterhaltung :-)

    Lg
    Steffi

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    1. Danke, das freut mich!
      Besonders toll fand ich meine persönlich Kindheitserinnerung :D

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  2. Hab das Buch auch gelesen und sehe das im Prinzip genauso wie du.
    Wären wir alle noch 12, so würden wir das Buch lieben :D Trotzdem hat es mich sehr unterhalten in den wenigen Stunden :) Lg Jonas

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    1. Vielleicht sollten wir manchmal alle wieder ein wenig wie mit 12 sein :)

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    2. Dann sind wir uns ja alle einig: Auch "Kinderbücher" können spannend und unterhaltsam sein ;-)

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