Seiten

Donnerstag, 14. Februar 2013

Buch - "Saphirblau" von Kerstin Gier







Titel: Liebe geht durch alle Zeiten – Saphirblau
Autor: Kerstin Gier
Genre: Fantasy, Jugendroman
Verlag: Arena
Seiten: 400
Preis: 16,99 €








Klappentext:
Gideon und Gwendoyn sind bis über beide Ohren verliebt. Doch Liebe unter Zeitreisende birgt ungeahnte Tücken. Gut, dass Gwendolyn jede Menge Ratgeber an ihrer Seite weiß, sei es nun ihre beste Freundin Leslie oder Geisterfreund James. Nur Xemerius, ein leicht anhänglicher Wasserspeier, sorgt eher für Turbulenzen, als dass er hilft. Und als Gideon und Gwendolyn ein weiteres Mal in die Fänge des Grafen von St. Germain geraten, wird ihre Liebe auf eine harte Probe gestellt ...

Rezension:
Nachdem ich den ersten Teil der Reihe so gut fand, habe ich mir den zweiten und dritten gleich bestellt. In der Hoffnung, dass diese genauso toll sind. Leider muss ich sagen, dass dem nicht unbedingt so ist.

Die Handlung knüpft genau an den ersten Band an.
Sprich Gwen und Gideon kommen von ihrem ungewollten Treffen mit Lucy und Paul zurück in die Gegenwart. Wobei Gideon immer noch die Meinung der Wächter vertritt, dass diese ihnen nur Böses wollen. Hingegen merkt man bei Gwen allmähliche Zweifel.
Die beiden können sich auch kaum erholen, denn der Graf möchte sie in den nächsten Tagen mehrmals in der Vergangenheit treffen. Somit muss sich Gwen nun im Schnellverfahren auf eine bevorstehende Soiree vorbereiten und wird dabei ausgerechnet von ihrer verhassten Cousine Charlotte unterstützt.

Nun gut, eigentlich passiert recht viel in diesem Band. Jedoch gab es zwischendurch immer wieder Strecken, wo die Geschichte unnötig in die Länge gezogen wurde. Immer wiederkehrende Passagen von Unterrichtseinheiten mit Charlotte und einem Lehrer. Natürlich waren diese zunächst recht witzig, vor allem, da Gwens Kommentare zum Schießen sind. Aber irgendwann hat es dann gereicht und war ein bisschen langatmig.

Die Beziehung zwischen Gideon und Gwen vertieft sich und es gibt ein paar echt heiße Szenen, wo das gewisse Kribbeln in der Luft liegt. Natürlich ist nicht alles „Friede, Freude, Eierkuchen“, sondern es entstehen die ersten Herz-Schmerz-Momente. Aber ohne diese wäre es ja auch langweilig. Dadurch sind die Dialoge zwischen den beiden auch pfeffrig, wie eh und je.

Gwen wirkt in diesem Band auch schon viel reifer, was mir sehr gut gefallen hat. Denn es ist nur logisch, dass sie sich nach den bisherigen Geschehnissen weiterentwickelt und mehr Selbstvertrauen erlangt. Zum Glück geht dabei nichts von ihrem Wortwitz verloren. Somit bleibt, der mir Humor, der mir im ersten Teil so gut gefallen hat, erhalten.

Die neu dazukommenden Charaktere fand ich auch nicht schlecht. Da wäre zunächst Xemerius, ein Dämonengeist, mit welchem sich Gwen anfreundet. Dadurch, dass dieser von anderen nicht gesehen wird, waren seine Kommentare zu Gesprächen immer irre witzig. Vor allem stellt es einen, glaub ich, auf eine ziemlich harte Nervenprobe, wenn man sich grade unterhält und eine, für andere unsichtbare, Person ständig ihren Senf dazugibt. Definitiv eine gute Konstellation von Frau Gier, die der Geschichte manch eine Wendung gab.

Was ich allerdings ein bisschen dämlich fand, war, dass nun auch Gideons jüngerer Bruder in Erscheinung tritt, denn es war mir einfach zu abgedroschen. Natürlich sieht er genauso umwerfend aus wie Gideon. Aber dass er dann beginnt sich ausgerechnet für Gwens beste Freundin Leslie zu interessieren, war einfach pures Klischee. Außerdem erzeugt das eine wie ich finde unnötige „Pärchen - Harmonie“.

Gut fand ich dafür, dass gegen Ende ein Teil der Handlung aus Pauls Perspektive erzählt wird. Dadurch war mir dieser nicht mehr so schwer greifbar und die Taten von ihm und Lucy werden immer verständlicher.

Im Gesamtpaket betrachtet muss ich sagen, dass die Autorin zwar ihren humoristischen Schreibstil beibehalten hat. Jedoch die durchgehende Spannung des ersten Bandes nicht weiterführen konnte. Auch bleiben mir einfach zu viele Fragen noch immer ungeklärt. Ja, natürlich wird dadurch wiederum Spannung erzeugt, aber mir ist etwas unklar, wie sie diese ganzen Rätsel nun, in einem Abschlussband, alle auflösen will. Ein paar Aufklärungen der bisherigen Mysterien wären echt ganz schön gewesen, denn so wirkt es teilweise, wie ich finde, etwas schwammig.

Fazit:
Ich bin ein bisschen enttäuscht worden von diesem Band, was vielleicht auch an meinen hohen Erwartungen nach dem grandiosen ersten Teil liegen mag. Aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass mir der zweite Teil von Trilogien niemals so gut gefällt wie der erste oder dritte. Ich hoffe nun also, dass Smaragdgrün wieder überragend sein wird.

Ich gebe diesem Buch gute 3,5 Skulls. Es ist ja nicht schlecht, nur ein bisschen langatmig.
eure püppie

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen