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Dienstag, 5. Februar 2013

Buch - "Die Spiderwick Geheimnisse - Eine unglaubliche Entdeckung" von Tony DiTerlizzi und Holly Black







Titel: Die Spiderwick Geheimnisse 1 – Eine unglaubliche Entdeckung
Autor: Tony DiTerlizzi und Holly Black
Genre: Fantasy/Kinderbuch
Verlag: cbj
Seiten: 120
Preis: 8,50 € (gebunden)







Klappentext:
(Auf dem Buchrücken ist eine Maschinenseite zu sehen. Nur die erste Zeile ist zu lesen:)
Als die Zwillinge Jared und Simon...
(denn das große Blatt eines Baumes verdeckt den Rest. Darauf steht:)
Schließ das Buch, schau nicht hinein!
Der Inhalt kann gefährlich sein!



Inhaltsangabe (von mir selbst):
Das Buch beginnt, ähnlich witzig wie auch der Buchrücken, mit einer gespielt ernsten Einleitung der beiden Autoren, wo sie berichten, wie ihnen ein Brief der Grace-Kinder in die Hände gespielt wurde, in dem die Kinder von einem mysteriösen Buch über Fabelwesen berichten, nebst einem Abdruck dieses Briefs.
Jared und Simon – besagte Zwillinge vom Buchrücken – sowie ihre Schwester Mallory sind die Grace-Kinder. Sie ziehen am Anfang des Buches in eine alte Villa, da die Muter der Kinder sich von deren Vater getrennt hat und eine günstigere Unterkunft braucht. Das ist für alle schwierig, doch vor allem Jared leidet unter der Trennung der Eltern, ist wütend und verletzt. Daher ist es kein Wunder, dass sofort er in Verdacht gerät, als die Haare seiner Schwester eines Nachts an die Bettpfosten gebunden werden.
Jared weiß natürlich, dass er es nicht getan hat. Nachdem er in einem geheimen Zimmer eine Notiz findet, die ihn zu einem geheimnisvollen Buch führt, in dem allerlei Fantasiewesen beschrieben werden, kommt ihm der Verdacht, dass womöglich ein Irrwicht für das Chaos verantwortlich sein könnte. Er versucht das fremde Wesen zu entlarven, und bringt sich damit nur noch mehr Ärger ein...

Meine Meinung (nahezu ohne Spoiler):
Ab und zu lese ich auch gerne mal ein Kinderbuch; das gebe ich unumwunden zu.
Nachdem ich bereits die „Rätselhaften Ereignisse“ von Lemony Snicket grandios fand, habe ich nun „Die Spiderwick Geheimnisse“ mit dem ersten Band angefangen. Ich kannte bereits den Film und hatte daher eine ungefähre Ahnung, was passieren würde. Es stellte sich jedoch heraus, dass der erste Band gerade einmal die ersten 15-25 Minuten des Films umfasst, daher war ich über das plötzliche Ende doch recht überrascht.

Das Buch ist, ohne darüber hinwegtäuschen zu wollen, ein Kinderbuch. Bei den „Rätselhaften Ereignissen“ gibt es einen feinen, hintergründigen Humor, der die Reihe auch für Erwachsene lustig gestaltet, das haben „Die Spiderwick Geheimnisse“ nicht. Somit ist der Plot auch recht gleichförmig und nicht allzu schwer zu durchschauen, aber das geht ja in Ordnung. Dafür ist er recht phantasievoll und im Fantasy-Bereich auch einfach mal etwas anderes.

Die Charaktere, die im Buch vorkommen, sind sehr schön gezeichnet. Man sieht direkt, was Jared als Hauptfigur qualifiziert und auch seine Geschwister sind sympathisch und verständlich gezeichnet, selbst für Kinder, ohne dabei aber allzu langweilig daher zu kommen. Die Geschwister halten deutlich mehr zusammen, als es zum Beispiel im Film der Fall ist, was ich sehr gut finde, denn es macht die Personen deutlich sympathischer!

Der Stil ist gewollt kindlich gehalten und umfasst keine sehr starken Worte, obwohl das Geschehen ab und an schon etwas über Kinderniveau liegt. In einer Szene friert der Irrwicht beispielsweise die Kaulquappen von Simon im Gefrierfach ein, woraufhin sie natürlich sterben. Im Hinblick auf den Gesamtplot, den ich aus dem Film ja schon kenne, würde ich die Reihe zumindest nicht an ganz kleine Kinder empfehlen. Die Schrift ist jedoch schön groß, sodass sich Leseanfänger mit 7, 8 Jahren da nicht schwertun werden.

Letztlich möchte ich noch auf die gelungene Aufmachung hinweisen, die ich ja auch mit Bildern bzw. in der Videorezension hervorheben wollte. Alle paar Seiten sind sehr schöne Zeichnungen eingeflochten, die das Lesen leicht und bildhafter machen, ohne den eigentlichen Text durch lange Beschreibungen zu beschweren.

Zur Kritik ist zu sagen, dass ein Bild auf der ganz falschen Seite im Buch auftaucht, was mich ziemlich verwirrt hatte und einen ziemlich schlampigen Fehler darstellt, denn bei einem kurzen Kontrollblick fällt einem das schnell auf.
Außerdem ist es schwierig die Zielgruppe des Buches zu bestimmen. Die Sprache ist betont simpel gehalten, sodass es Leseanfängern keinerlei Probleme bereitet. Andererseits richten sich die Probleme und die Handlung eher an etwas ältere Kinder und als Vorlesebuch ist es, in meinen Augen, nicht unbedingt geeignet.

Fazit:
Insgesamt dürfte der erste Band der „Spiderwick Geheimnisse“ für Kinder ganz unterhaltsam sein, man sollte jedoch auf deren Alter achten. Für die älteren dürfte die Sprache zu einfach, die Handlung zu kurz, für die jüngeren das Geschehen und die eigentlichen Probleme nur schwer nachzuvollziehen sein. Damit ergeben sich insgesamt 3,5 von 5 Punkten.


Hier die Videorezension:



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