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Dienstag, 8. Januar 2013

Buch – „Wie ich auszog Zigaretten zu holen und als Retter der Welt zurück kam“ von Romana Grimm







Titel: Wie ich auszog Zigaretten zu holen und als Retter der Welt zurück kam
Autorin: Romana Grimm
Genre: Humor / Action / Gangster-Roman
Verlag: Create Space
Seiten: 178
Preis: 6,95€ (Taschenbuch) / 3,99€ (eBook)





Klappentext:

So hat sich der Krimiautor Thomas Pohl den „Morgen danach“ ganz bestimmt nicht vorgestellt. Auf der Flucht vor seiner Eroberung und auf der Suche nach dem Nikotinkick gerät er wegen einer Schachtel Zigaretten unversehens in ein halsbrecherisches Abenteuer. Weil er statt Tabak beinahe die hochbrisanten - und vor allem kriminellen - Informationen einer Liechtensteiner Bankerfamilie raucht, hat er prompt einen Auftragskiller am Hals, der das brisante Material unbedingt wiederhaben will und dabei weder vor Gewalt noch Entführung zurückschreckt. Thomas erlebt den miesesten Tag seines Lebens und der eklatante Mangel an Gelegenheiten für eine Zigarettenpause ist dabei noch sein geringstes Problem ...

Nach einer langen Nacht wacht Thomas in dem Bett einer flüchtigen Bekanntschaft auf und will eigentlich nur noch schnell weg von der Frau, deren Namen er sich noch nicht mal gemerkt hat. Wäre er mal besser da geblieben…
Stattdessen geht er los, um sich am Automaten um die Ecke eine Schachtel Kippen zu ziehen und der Ärger beginnt, denn statt Tabak erhält er gerollte Microfilme mit einem Auftrag für einen Killer.

Das erste, was man bei der Lektüre dieses Buches lernt, ist: Rauchen kann tödlich sein! Und das obwohl der arme Thomas während der ganzen Geschichte nicht einmal richtig dazu kommt, eine Kippe zu rauchen. Stattdessen stolpert der Leser mit dem sarkastischen Ich-Erzähler von einer gefährlichen Situation in die nächste. Weder Thomas noch uns wird dabei eine Atempause gegönnt – aber das will man auch gar nicht.
„Zigaretten“ kommt daher wie ein erstklassiger Actionfilm und würde auf der Leinwand wohl einem James Bond Konkurrenz machen. Man schafft es nur schwer das Buch aus der Hand zu legen, weil man immer wissen will, wie es weiter geht.
Hinzu kommt der bissige Humor des Protagonisten, der es selbst noch in katastrophalen Situationen schafft, seinen Galgenhumor zu beweisen. Mehrmals haben mich die blöden Sprüche oder schrulligen Figuren zum Lachen gebracht. So trägt der Killer einen Trenchcoat, der Bösewicht verrät seinen Masterplan und der Held kriegt am Ende das Mädchen – irgendwie.
Nichts neues, sagt ihr?
Im Grimm-Style unschlagbar, sag ich!

So muss man am Ende traurig feststellen, dass 170 Seiten viel zu wenig sind und man Thomas nur ungerne ziehen lässt. Allerdings bleibt das Ende so schön offen, dass man noch auf einen zweiten Teil hoffen kann. Ich möchte zumindest mehr von Thomas, Andy und Pussy lesen. Und nein, mich hat dieser Name nicht gestört. Ich hätte vielleicht am Ende nur gerne gewusst, wie sie wirklich heißt. Estefania? Michaela? Rosalita? ^^

Einen kleinen Minuspunkt habe ich. Hier und da haben mir einfach ein paar Beschreibungen gefehlt, aber das war bei dem Tempo des Romans zu entschuldigen. Das hätte wahrscheinlich zu viel Geschwindigkeit rausgenommen zum Nachteil der Story. Aber ich liebe nun mal Beschreibungen.
Zudem muss ich zugeben, dass ich es einfach so sehr gewöhnt bin, Geschichten im Präteritum zu lesen, dass mein Kopf die Verben teilweise automatisch umgewandelt hat. Das ließ mich leider manchmal stolpern.

Fazit: Wenn man einen Sonntag nichts zu tun hat, sollte man sich mit diesem Buch einschließen, denn man will es nicht mehr aus der Hand legen und Verpflichtungen, wie aus dem Zug auszusteigen oder arbeiten, nerven einen tierisch.
Es ist ein actiongeladener, humorvoller Spielfilm zwischen zwei Buchdeckel gepresst. Wer lachen und gleichzeitig mitfiebern will, sollte sich das nicht entgehen lassen. Volle Punkte!

Mendea

P.S.: Erneut muss ich feststellen, dass die Create Space Bücher eine wahnsinnig gute Qualität haben!

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