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Sonntag, 6. Januar 2013

Buch - "Bridget Jones - Schokolade zum Frühstück" von Helen Fielding







Titel: Bridget Jones - Schokolade zum Frühstück
Autor: Helen Fielding
Genre: Liebeskomödie
Verlag: Goldmann Verlag
Seiten: 352
Preis: 7,50€









Klappentext:
Bridget Jones ist knapp über 30, arbeitet als Lektorin in einem Verlag, hat einen aktiven großen Freundeskreis -- eine selbstbewusste junge Frau also. Aber ihr Lebenslauf weist ein großes Manko auf: Sie ist Single. Ein unhaltbarer Zustand, wie auch ihre Eltern, deren Freunde sowie ihre verheirateten Freundinnen finden. Die sie prompt immer wieder einladen, um ihr alleinstehende Männer vorzustellen. Dieses Weihnachten war Mark Darcy der auserwählte Kandidat ihrer Eltern -- ein unmöglicher Mensch, grauenhaft gekleidet, mit dem man keine zwei vernünftigen Worte wechseln kann. Außerdem flirtet sie wie wild mit Daniel, ihrem Chef. Und ihre Freundinnen sind stolz auf sie -- hat sie es doch geschafft, sich wieder anzuziehen und zu gehen, nachdem Daniel ihr erklärt hatte, nur weil er scharf auf sie sei, wolle er noch lange keine Beziehung mit ihr. Nebenbei kämpft sie noch mit ihren Gewichtsproblemen, einem langweiligen Job, dem Single-Dasein als solchem und mit der Tatsache, dass ihre Mutter nun nach all den Jahren plötzlich anfängt auf Männerpirsch zu gehen und ein rasantes Eigenleben entwickelt.

Meine Meinung:
Ich liebe ja die Bridget Jones – Filme und das war auch der Grund warum ich mir das Buch, welches ja der Ursprung dieser tollen, witzigen Filme ist, lesen wollte. Aber um es kurz zu fassen, das Buch ist grottenschlecht.

Es handelt, wie der Titel schon vermuten lässt, von Bridget einer Mittdreißigerin, welche für einen Verlag arbeitet und auf ihren Chef Daniel Cleaver steht. Sie beschwert sich entweder über ihre Mutter, besagten Daniel oder ihr Gewicht. Dieses ganze Szenario zieht sich dann fast durchs ganze Buch, nur unterbrochen durch irgendwelche Trinkexzesse bzw. sinnlose Analysen mit Freunden wie schrecklich doch Männer sind.

Gegen Ende schießt sie Daniel in den Wind und wechselt vom Verlagswesen zum Fernsehen. Zudem bändelt sie mit Mark Darcy an, welchen sie bei den ersten Verkupplungsversuchen durch ihre Mutter noch total abstoßend fand. Dann verfällt die Handlung wieder in gewohnte Bahnen, denn es dreht sich alles wieder um erhoffte Rückrufe, Trinkexzesse und wie furchtbar Männer doch sind.

Die Charaktere wirken dabei allesamt platt, übertrieben und ohne eine Weiterentwicklung im Verlauf der Geschichte. Zudem fand ich es schon ein bisschen merkwürdig, dass es keinerlei Beschreibungen der Personen gab. Außer, dass Bridget „ein bisschen wabbelig“ ist und Mark wohl Haare auf dem Kopf haben muss, durch die er sich ständig fahren kann, wird rein gar nichts über die Erscheinungen der Charaktere preisgegeben. Fantasie hin oder her, ich möchte wenigstens ein paar Anhaltspunkte haben, wo mich meine Vorstellungskraft hin treiben soll.

Eine weitere Irritation wurde dadurch hervorgerufen, dass sich die Autorin nicht entscheiden konnte ob sie Bridgets Freundin nun Sharon oder Shazzer nennt. Um dem aus dem Weg zu gehen wechselt sie einfach wahllos zwischen den Namen und ich habe die Hälfte des Buches gebraucht um zu kapieren, dass es sich hierbei um ein und dieselbe Person handelt.

Zu allem Überfluss weißt das Buch sprachlich auch einige Schwächen auf. Zum Einen verwendet die Autorin ständig Abkürzungen, welche anscheinend auch wechselnde Bedeutungen haben können, denn bis zum Schluss war ich mir des Öfteren unsicher was sie denn nun zu bedeuten haben. Zum Anderen gingen mir die ständigen Aufzählungen des täglichen Konsumverhaltens Bridgets ziemlich auf die Nerven. Ja, es handelt sich hierbei um ein Tagebuch, aber dann doch bitte wenigstens realistisch. Eine weitere Sache die mich fast wahnsinnig gemacht hat war „Flachwichserei“. Dies muss das Lieblingswort der guten Helen Fielding sein, da sie es für nötig hielt es in jeden zweiten Satz einfließen zu lassen.

Fazit:
Dieses Buch ist der Beweis dafür, dass es nicht nur schlechte Literaturverfilmungen auf der Grundlage von guten Büchern gibt, sondern es auch möglich ist aus einem wirklich schlechten Buch einen wirklich guten Film zu machen.
Ich gebe diesem Roman einen Trostpunkt, für den tollen Film, der aus ihm hervorgegangen ist.




eure Püppie

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