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Montag, 17. Dezember 2012

Buch - "Vampire" von Florian Kührer


amazon.de

Titel: Vampire
Autor: Florian Kührer
Genre: Sachbuch
Verlag: Butzon Bercker
Seiten: 304
Preis: 17.95 € (broschiert)











Klappentext
Die Vampire sind zurück! Ob als blutgierige Monster, aristokratische Einzelgänger, sensible Feingeister oder als Ziel erotischer Schwärmereien - die Grenzgänger zwischen Leben und Tod haben nichts von ihrer Jahrhunderte langen Faszination verloren. Als Geschöpfe menschlicher Phantasie sind sie Spiegel unserer Ängste und Wünsche und zugleich Fenster zu einer anderen Welt. Was ist ihr Geheimnis? Und wo liegt die Grenze zwischen Mythos und Realität? Florian Kührer entwirrt mit kritischem Blick die Motivstränge des Vampir-Mythos und erzählt dabei die Geschichte vom Aufstieg eines Dorfmonsters zu einem größten Popstars der Moderne.

Meine Meinung
Vampire, überall wo man hinblickt Vampire! Ob nun auf bedrucktem Papier, im Fernsehen oder auf der Leinwand - der klassische Vampir und seine jugendlichen Enkel haben seit ihrer "Entdeckung" einen medialen Siegeszug hingelegt, der seinesgleichen sucht. Florian Kührer befasst sich in seinem Buch mit eben diesem Phänomen.

Dabei deckt er eine ganze Bandbreite ab, sodass man nach dem Zuklappen des Buches schon fast als Vampir-Experte durchgehen könnte! Das beginnt damit, dass die historischen und mythologischen Hintergründe des Fabelwesens Vampir abgeklärt werden und erstreckt sich dann über die anfänglichen Verfilmungsversuche bishin zum Twilight-Hype. Dabei werden aber auch noch ganz interessante Ecken des Vampirs und seines Mythos´ erleuchtet, über die man sich auf den ersten Blick vielleicht gar nicht so großartig Gedanken machen würde. Insgesamt ist der Gehalt an Wissen wirklich sehr hoch und ich habe einiges erfahren, was ich bisher noch nicht wusste und das, obwohl ich eingefleischter Vampir-Fan bin!

Der Autor geht mit einer sehr sachlichen Ansichtsweise an dieses mystische Thema heran, übrigens auch im Hinblick auf den Hype um Jung-Vampire ala Edward und Co. Dieser sehr nüchterne Schreibstil ist bestimmt nichts für jeden, aber mich hat er ganz und gar nicht gestört, schließlich handelt es sich um ein, fast schon wissenschaftliches, Sachbuch. Und das merkt man auch, denn die weiterführenden Angaben, Quellen und insgesamt die gründliche Prüfung der Fakten, sind dafür typische Merkmale. Auch wenn ich kein Fan von glitzernden Vampiren bin, fand ich es sehr gut, dass die Entwicklung hin zur neuen, jungen und vor allem weiblichen Zielgruppe, nicht mit Vorurteilen belastet wird, wenn auch - aber das gilt für´s ganze Buch - an einigen Stellen harsche Kritik geübt wird.

Fazit
Insgesamt hat mir das Buch rund um die blutsaugenden Zeitgenossen sehr gut gefallen. Es räumt mit einigen Vorurteilen und Falschannahmen auf, vermittelt einen ganzen Haufen frisches Wissen und widmet sich wirklich sehr kompetent einem hochinteressanten Thema.
Eine Empfehlung kann ich an alle aussprechen, die nichts gegen "trockene" Sachbuch-Texte haben und ihre blutsaugenden Lieblinge mal von der wissenschaftlichen Seite her unter die Lupe nehmen wollen. Ich fand es klasse!

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