Seiten

Samstag, 8. Dezember 2012

Buch – „Vampire – Monster, Mythos, Medienstar“ von Florian Kührer







Titel: Vampire – Monster, Mythos, Medienstar
Autor: Florian Kührer
Genre: Sachbuch









Kurzbeschreibung:
Die Vampire sind zurück! Ob als blutgierige Monster, aristokratische Einzelgänger, sensible Feingeister oder als Ziel erotischer Schwärmereien - die Grenzgänger zwischen Leben und Tod haben nichts von ihrer Jahrhunderte langen Faszination verloren. Als Geschöpfe menschlicher Phantasie sind sie Spiegel unserer Ängste und Wünsche und zugleich Fenster zu einer anderen Welt. Was ist ihr Geheimnis? Und wo liegt die Grenze zwischen Mythos und Realität? Florian Kührer entwirrt mit kritischem Blick die Motivstränge des Vampir-Mythos und erzählt dabei die Geschichte vom Aufstieg eines Dorfmonsters zu einem größten Popstars der Moderne.

(Quelle: Verlagsseite)


Er wird dir nichts Neues erzählen, war mein erster Gedanke als ich das Buch bei Blogg dein Buch sah und trotzdem habe ich mich dafür beworben. Als es dann ankam, habe ich es auch direkt lesen wollen und fast schon verschlungen.

Zuerst bekommt man einen Überblick über den „realen“ Vampir präsentiert. Wo stammen die Legenden her? Wie kamen sie zu uns und wie veränderten sie sich mit der Zeit? Kaum einer wird wissen, dass der eigentliche Nachzehrer ziemlich wenig mit unserem aktuellen Vampirbild gemeinsam hat. Wobei man sich über den Gehalt des aktuellen Vampirbildes streiten kann.
Weiter führt der Autor die literarische Entwicklung der Figur aus, vergleicht Dracula sogar mit seiner historischen Vorlage Vlad Tepesch und lässt den Leser Teil dieser Entwicklung sein.
Die Bedeutung für die rumänische Kultur und auch die Filmwissenschaften, sowie die Metapher des Vampirs in Politik und Gesellschaft kommen nicht zu kurz.

Im Nachhinein hat mir das Buch wirklich nicht viel Neues erzählt, schließlich war es schon das dritte oder vierte in der Art, das ich gelesen hatte. Aber es hat mich dazu verführt, mit Bleistift und Textmarker zu lesen. Ich habe tatsächlich – wie in der Uni – wichtige / spannende Sachen markiert und Gedankengänge an den Rand geschrieben.
Wenn man von einem Sachbuch dazu verführt wird, ist das doch ein gutes Zeichen. Kleinigkeiten waren auch mir neu, z.B., dass man Vampiren einen Zähltick nachsagte. Da bekommt Graf Zahl aus der Sesamstraße doch gleich eine ganz andere Bedeutung. Aber besonders der Bezug auf die neusten literarischen Ereignisse hat mich interessiert, da mit Twilight (erneut) der Vampirhype ausbrach.

Der Schreibstil ist einem Sachbuch angemessen. Es ist nicht schwer zu verstehen oder mit Fachwörtern voll gestopft. So schafft es der Autor auch wirklich, jeden Interessierten abzuholen.
Kleinere Spitzen oder scheinbar nebensächliche Kommentare entlocken einem dabei immer wieder ein Lächeln.
Besonders gelungen fand ich das Kapitel über Vampirinnin bzw. Frauen im Vampirroman: Dort hätte ich mir vielleicht etwas mehr gewünscht.

Fazit:
Der Vampir ist seit seiner Entstehung im Wandel. Untoter, Monster, exotischer Fremder, Dandy, Teenagerheld und auch hier wird es – hoffentlich – nicht aufhören. Genau diese Entwicklung wird einem interessant in kleinen Kapiteln serviert und eignet sich hervorragend für Leser, die wissen wollen, was eigentlich hinter diesem Mythos steckt.
Von mir gut informierte 5 Skulls.




Mein Dank geht an den Verlag und das Team von Blogg dein Buch für die Bereitstellung des Buches. 

Mendea

Kommentare:

  1. Ave,
    das klingt ja wie das "typische" Vampir-Sachbuch. Was genau wurde denn zu den aktuellen Vampiren gesagt? Und liegt es an mir, dass das Cover nicht sichtbar ist?

    Mit freundlichen Grüßen,
    Seitenfetzer

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das Cover müsste jetzt wieder da sein. Naja, die Frage ist, was sind für die "aktuelle" Vampire. Edward muss schon den ein oder anderen Seitenhieb einstecken ;-)

      Löschen