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Freitag, 4. Januar 2013

Buch: "Die Tribute von Panem - Flammender Zorn" von Suzanne Collins

dietributevonpanem.de






Titel: Die Tribute von Panem - Flammender Zorn
Autor: Suzanne Collins 
Genre: Fantasy, Dystopie
Preis: 18,95 (gebundene Ausgabe)
Seiten: 430
Verlag: Oetinger Verlag








Klappentext:
Schwer verletzt wurde Katniss von den Rebellen befreit und in Distrikt 13 gebracht. Doch ihre einzige Sorge gilt Peeta, der dem Kapitol in die Hände gefallen ist. Die Regierung setzt alles daran, seinen Willen zu brechen. Gale hingegen kämpft weiterhin an Katniss' Seite - ohne Rücksicht auf Verluste, wie Katniss erschreckt feststellt. Als sie merkt, dass die Rebellen versuchen, sie für ihre Ziele zu missbrauchen, wird ihr klar, dass sie alle nur Figuren in einem perfiden Spiel sind. Wie soll sie die schützen, die sie liebt?

Meine Meinung:
Ich bin eigentlich recht negativ gestimmt an dieses Buch heran gegangen, da ich bisher viel Schlechtes über den Abschlussband der Reihe gehört habe. Aber ich wurde dementsprechend umso positiver überrascht.

Die Handlung beginnt sehr abrupt, nichts da mit Einleitung oder so. Katniss befindet sich nun in dem größtenteils unterirdischen Distrikt 13 und kämpft noch immer mit den Folgen ihres letzten Aufenthalts in der Arena. Von Peeta ist zunächst nur bekannt, dass er sich wohl in Gefangenschaft befindet. Eine Tatsache die Katniss schwer zusetzt.
Es wird von ihr erwartet, dass sie als Spotttölpel das Gesicht der Rebellion wird. Nach langem Unwillen stimmt sie dem auch zu, unter der Bedingung der absoluten Straffreiheit aller Tribute.
Nun beginnt die skurrile Marketing-Kampagne um den Spotttölpel, bei dem auch Haymitch wieder eine wichtige Rolle als Mentor einnimmt. 

Ich fand es wirklich gut, dass die ganzen Schmink-Prozeduren und Videoaufnahmen, aus den beiden vorherigen Teilen beibehalten wurden, dass war für mich wie ein roter Faden. Natürlich hat sich das Umfeld der Handlung stark verändert, statt im Kapitol für Präsident Snow gute Miene zum bösen Spiel zumachen, muss Katniss jetzt im Endeffekt, dasselbe für die Anführer der Rebellion tun. Nur eben mitten auf dem Schlachtfeld, was zeigt wie makaber Kriegspropaganda doch sein kann.

Im Laufe der Geschichte gelingt die Befreiung Peetas, jedoch wurde dieser vom Kapitol so sehr gefoltert, dass er nun ein völlig anderer Mensch ist. Er hält Katniss für eine bösartige Mutation und versucht mehrmals sie zu töten. Diese Wandlung gibt der Geschichte eine ganz neue Richtung. Ich habe bisher immer sehr mit Peeta sympathisiert, doch nun begann ich ihn für seine teilweise echt grausamen Äußerungen wirklich zu verabscheuen. Was natürlich total irrsinnig ist, da er ja eigentlich gar nix dafür kann. Wenn dann Katniss auf diesen Aspekt hingewiesen wird, bekam ich genau wie sie Gewissensbisse. Das zeigt wie sehr mich das Buch mitgerissen hat und auch beeinflussen konnte.

Ein weiterer Charakter, dessen Entwicklung immer mehr ins Negative ging, war Gale. Seine immer größer werdende Rachsucht war mir echt unheimlich. Klar, er war mit seinen radikalen Ideen nicht immer im Unrecht, da das Kapitol nicht minder grausame Taten vollzog. Aber diese Mentalität des „Gleiches mit Gleichen vergelten“ war mir einfach sehr unsympathisch. Dadurch erfolgt auch eine immer größere Distanzierung von Katniss, da diese probiert den Schaden so gering wie möglich zu halten. Ich empfand den Weg, welchen die Beziehung der beiden nun einschlug, als eine gute Wendung und auch notwendig. Katniss und Gale sind zwei sehr aggressive Charaktere, sowas muss zwangsläufig in einem Desaster enden und diese ewigen Dreiecksbeziehungen sind sowieso nicht mein Ding.

Im Weiteren kann ich nur sagen, dass keinesfalls idealisiert wurde. Der dritte Teil der Panem-Trilogie zeigt alle Facetten eines Krieges. Da ist nichts wirklich schlecht und nichts wirklich gut, alles verschwindet in einer großen Grauzone. Es wurde nie versucht etwas zu beschönigen, eine große Sympathie für die Rebellen oder die einzelnen Charaktere herzustellen und grade dies hat mich an diesem Buch so begeistert.

Auch sprachlich fand ich das Buch sehr gelungen, die Autorin hat bei ihren Beschreibungen eine gute Ausgewogenheit erzielt. Ich konnte mir die Kriegsszenen gut vor Auge führen, hatte aber auch nie das Gefühl, dass sich mir gleich der Magen umdreht von zu detaillierten Beschreibungen der Verletzungen. Denn es handelt sich bei den Tributen von Panem immer noch um ein Jugendbuch und dies wurde zum Glück bei der Wortwahl immer noch bedacht. Der Sprachfluss war zudem fließend und somit konnte ich das Buch gut und schnell lesen, ohne dabei durch unnötig komplexe Sätze ins Stocken zu geraten.

Am Ende entlässt einen die Geschichte mit einer melancholischen, geschockten Stimmung und macht „Die Tribute von Panem“ damit zu etwas neuem, einer Bereicherung für das Bücherregal.

Fazit:
Ganz klar – Höchstpunktzahl! =)

von Püppie

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