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Sonntag, 2. Dezember 2012

Hörbuch - „Die Dämonenfängerin - Aller Anfang ist Hölle“ von Jana Oliver

entnommen bei fischerverlage.de





steht zum Download bei audible.de

Titel: Die Dämonenfängerin - Aller Anfang ist Hölle
Autor: Jana Oliver
Genre: Fantasy
Preis: 24,95 €
Spieldauer: 12 Std. 23 Min (ungekürzte Lesung)
Verlag: Random House Audio, Deutschland







Der Klappentext:

Würdest du freiwillig wochenlang auf einem Friedhof kampieren, um deinen Vater vor der Unterwelt zu schützen? Oder dein Leben riskieren, um die Welt von Höllenbrut ersten Grades zu befreien? Riley Blackthorne hat keine andere Wahl, denn sie ist die Dämonenfängerin! Und als ein mächtiger Dämon ihr Leben und ihre Art zu leben bedroht, erkennt sie, dass sie mitten in einen Kampf zwischen Himmel und Hölle geraten ist.

Meine Meinung:

Die Tatsache, dass der zweite Teil gleich nachdem ich den letzten Satz gehört hatte auf meinem Wunschzettel gelandet ist, sagt schon sehr viel über die Geschichte aus :)

Aber zurück zum Anfang. Die Geschichte um die 17-jährige Riley hat mich von Beginn an gefesselt. Schon allein deswegen, weil es sich hierbei nicht um so eine ausgelutschte Fantasystory handelt.
Das Konzept ist neu und gut durchdacht.

Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt, da wäre Riley, welche mit ihrem Vater in Atlanta lebt. Die Stadt ist durch diverse Wirtschaftskrisen ziemlich am Ende und wird zu allem Überfluss von Dämonen heimgesucht. Zum Bekämpfen dieser Plage gibt es eine Zunft von Dämonenfängern, welche Dämonen fangen und je nach Stärkegrad Geld dafür bekommen.
Nach dem Rileys Vater gleich zu Anfang von einem „Vierer“ getötet wird, steht sie auf einmal als Vollwaise da. Nekromanten versuchen ihren Vater wiederzubeleben, um ihn als Untoten Sklaven verkaufen zu können. Somit muss Riley zwei Wochen lang Nacht für Nacht sein Grab hüten um dies zu verhindern. Aber ein Problem kommt ja bekanntlich selten allein. Ihr Vater war auch ihr Meister innerhalb der Zunft und so bekommt sie nun als neuen Meister ausgerechnet Harper zugeteilt, der dafür bekannt ist alle Blackthornes abgrundtief zu hassen. Was macht also ein 17-jähriges Mädchen ohne Geld, ohne Familie und ohne große Karriereaussichten? In Rileys Fall das Dämonenfangen selbst in die Hand nehmen, mit der stetigen Hoffnung auf Rache für den Vater.

Aber Riley ist zum Glück nicht ganz ohne Unterstützung. Da wäre zunächst einmal Denver Beck oder kurz Beck aus dessen Perspektive die Geschehnisse zum Anderen dargestellt werden. Dieser war der ehemalige Lehrling ihres Vaters und musste seinen Tod aus nächster Nähe miterleben. Nun fühlt er sich, zu Rileys Leidwesen, für die Tochter seines Mentors verantwortlich und probiert sie auf meist unkonventionelle Weise zu beschützen. Dabei entstehen oft Wortgefechte zwischen den beiden, wo ich einfach nur ins Kissen beißen wollte, um nicht laut los zu lachen.
Ansonsten ist er ein echter Mistkerl, sprich er wechselt die Frauen schneller als die Unterwäsche und hat definitiv ein Alkoholproblem. Aber im Laufe der Geschichte wird seine ziemlich verquere seelische Verfassung dargelegt, was ihn zu einem wirklich interessanten Charakter macht und einen ganz anderen Aspekt in die Geschehnisse bringt.
Weiteren Beistand erhält Riley durch Harpers zweiten Lehrling Simon. Allerdings sagt mir sein Charakter nicht so zu. Er kommt durch seine sehr religiöse Einstellung etwas steif und intolerant rüber.

Zu den Charakteren lässt sich noch sagen, dass mir Riley sehr sympathisch war, grade weil sie keine typische Heldin ist die immer mutig und zum Wohle aller handelt. Sie baut auch mal richtig Mist aus reinem Egoismus und Unerfahrenheit. Somit ist sie einfach viel authentischer.
Es gibt mehr oder weniger vier (!) Jungen, die um sie buhlen. Und nein, das endet nicht in einem tragischen Liebesgesülze. Ganz im Gegenteil es ist ziemlich witzig, da die einzige Person, die davon in ihrer jugendlichen Naivität nichts groß merkt Riley ist. Zudem steht dieses Anbändeln nie im Zentrum der Handlung, sondern ist mehr so ein schöner Zusatz.

Die Geschichte fängt also schon recht rasant an. Allerdings muss ich einen kleinen Minuspunkt anmerken. Zwar ist die Handlung zu Beginn actiongeladen, sodass ich gar nicht aufhören wollte zuzuhören. Jedoch passiert dann lange Zeit mehr oder weniger nichts, beziehungsweise viel Belangloses. Zum Ende hin wird es aber wieder richtig spannend und die Geschichte lässt viele Fragen offen, sodass ich nun natürlich unbedingt wissen muss wie es denn weiter geht.

Stilistisch kann ich noch anbringen, dass ich den Schreibstil, vom hören her, als recht angenehm empfunden habe. Besonders gut fand ich hier die Beschreibungen der Dämonen oder bestimmter Handlungsorte, wodurch ich die Atmosphäre gut mitempfinden konnte.

Zum Sprecher (Luise Helm):

Sowas ist ja immer eine sehr subjektive Wahrnehmung. Aber ich persönlich empfand ihre Stimme als sehr angenehm und auch facettenreich, da die Perspektive der Erzähler ja immer wieder wechselt und sie dies sehr schön verdeutlichen konnte.

Fazit:

Guter Start … Gutes Ende … Gute Charaktere … zwischen durch vielleicht mal ein bisschen schleppend.
Ich denke mit vier von fünf Skulls kann man dieses Buch durchaus als empfehlenswert beschreiben.


von Püppie

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