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Montag, 15. Oktober 2012

Buch - "Virtuosity – Liebe um jeden Preis" von Jessica Martinez










Titel: Virtuosity – Liebe um jeden Preis
Autorin: Jessica Martinez
Verlag: Bastei Lübbe - Boje
Seiten: 253
ISBN: 9783414823229











Inhalt:
Carmen – benannt nach einer berühmten Oper – ist ein Wunderkind und mit siebzehn Jahren eine Starviolinistin. Sie füllt ganze Konzertsäle, besitzt eine teure Stradivari und gewinnt sogar einen Grammy.
Die Schattenseiten kennt kaum einer. Carmen braucht Medikamente, um auf der Bühne ihre Nerven zu behalten und sie wächst so behütet auf, dass sie nie ein richtiger Teenie war. Der Druck wächst als sie in das Finale des Guarneri-Wettbewerbs kommt. Nur einer der anderen Teilnehmer kann ihr gefährlich werden und ausgerechnet in den verliebt sie sich.

Es ist eine Geschichte über den Wunderkindmythos, über Druck, Rebellion gegen Eltern und natürlich die Liebe.

Fazit:
Angelockt hat mich das Buch, weil es um Geigen ging. Als Kind wollte ich selbst immer Geige lernen, aber meine Eltern haben es mir nicht erlaubt, weil es zum einen zu teuer war und zum anderen sie nicht daran glaubte, dass ich das lange durchziehen würde. Welch ein Trauma! Außerdem hatte ich mal wieder das Verlangen nach etwas seichtem und ich wurde nicht enttäuscht.

Die Geschichte ist ein schöner Jugend… ich würde fast sagen Mädchen-Roman. Wer die Bis(s)-Reihe liebte, wird auch dieses Buch mögen. Die Liebesgeschichte ist ähnlich tragisch und kitschig (im positiven Sinne).
Das Buch lässt sich sehr leicht und schnell lesen. Ich habe gerade mal vier Tage gebraucht und nie wirklich viel gelesen. Die Seiten plätschern einfach dahin und man merkt gar nicht, wie schnell man durch die Kapitel fliegt. Das macht vor allem die Sprache aus. Es wird aus der Ich –Perspektive (Carmen) erzählt. Dadurch ist die Sprache jung und recht flott. Hier und da werden immer wieder Anekdoten und Erinnerungen in passenden Szenen eingestreut, die der Geschichte tiefe geben sollen.
Die Charaktere werden natürlich nur sehr einseitig beleuchtet. Man bekommt ja nur Carmens Meinung über sie mit und kann sich so nur ein spezielles Bild machen. Aber an sich wirken sie sehr durchdacht mit Ecken und Kanten.

Leider konnte mich die Geschichte an sich nicht wirklich überraschen. Das mag zum einen an der Daily-Soap-Erfahrung liegen und zum anderen an meinem Konsum von Büchern mit spektakulären Wendungen, die einen irgendwann abstumpfen lassen. Trotzdem ist es sehr nett zu lesen, allerdings wartet man vergebens auf den großen Knall.
Außerdem scheinen mir die Konflikte teilweise zu oberflächlich behandelt. Natürlich werden die Probleme eines Wunderkindes genannt und deutlich, aber mir fehlte etwas kritisches oder tiefer gehendes. Gut, als Jugendliteratur wahrscheinlich passend. Die fänden das bestimmt nicht sehr passend ;)
Alles in allem ein schönes Buch, wenn man sich ein wenig mit Liebe und Violinenmusik umgeben will, aber man sollte nichts großes erwarten.
4 Skulls von 5
Mein Dank geht an dieser Stelle an den Verlag Bastei Lübbe, sowie das Team von Blogg dein Buch, durch die mir das Buch kostenlos zur Verfügung gestellt wurde.





Viel Spaß beim Lesen!
Eure Sy

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