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Donnerstag, 4. Oktober 2012

Buch - "Thales of Partholon – Ausersehen" von P.C. Cast








Die folgende Rezension wurde mir freundlicher Weise von engelsmomente zur Verfügung gestellt.






Titel: Thales of Partholon – Ausersehen
Autor: P.C. Cast
Genre: Fantasy
Verlag: Verlagsgruppe Weltbild GmbH (mein Exemplar) oder Mira Taschenbuch im Cora Verlag
Seitenzahl: 526










Die Rezension:
In dem ersten Band der »Thales of Partholon« von P.C. Cast geht es um die Lehrerin Shannon Parker, die durch ihre Ersteigerung, eine Urne, in eine andere Welt gelangt. In dieser Welt »Partholon« ist alles anders, bis auf die Personen. Sie sind Spiegelbilder der »echten Welt« was Shannon zuerst verwirrt. Nicht nur, dass sie der Hohepriesterin Rhiannon bis aufs Haar gleicht, so sieht sie in ihrer Dienerin Alanna auch ihre beste Freundin Suzanna. Alanna hilft ihr über die erste Verwirrung und Orientierungslosigkeit hinweg. Von Alanna erfährt Shannon auch, welche Pflichten auf sie warten, wie zum Beispiel die Handfeste (Hochzeit) mit dem Zentauren ClanFintan.
Schnell wird klar, das Shannon und Rhiannon nur ihr Äußeres gemeinsam haben. Während die ehemalige Hohepriesterin eine Zicke und hassenswürdige Person war, erobert Shannon alle Herzen im Sturm, nicht zuletzt das ihres Ehemannes.
Als Hohepriesterin und Geliebte der Epona empfängt sie deren Botschaften im Schlaf. So erfährt sie, dass ihr Reich von seltsamen menschenähnlichen Wesen, den Fomorianern, bedroht wird. Sie muss beweisen, dass sie in Rhiannons Fußstapfen treten und ihr Land schützen kann. Mit Hilfe ihres Mannes, dessen Armee und ihren neuen Freunden stellt sie sich der Herausforderung.

Ein gut erzähltes Buch, dass ich am liebsten verschlungen hätte. Der Plot ist spannend verstrickt und es gibt keine Stellen, die fehlplatziert oder langweilig waren. Das Tempo ist gut durchgehalten und die Autorin lässt sich Zeit alles einzuführen und überstürzt nicht oder verstrickt sich in zu vielen Baustellen. Durch Wortspiele oder Situationskomik lockert sie die Stimmung auf und bringt den Leser zum Lachen.

Was mich dennoch gestört hat, war die manchmal nervige Shannon. P.C. Cast lässt sie zum Beispiel zu oft »mein Mann/ Pferd oder was auch immer« denken. Das wirkt, wenn es über fünfmal auf einer Seite erscheint und fortwährend auftaucht zu übertreiben. Da hätten sich bessere Alternativen finden lassen. Auch sind die Gedanken von Shannon, aus deren Sicht die Geschichte auch erzählt wird, zu oft mit Klammern versehen. Ich bin kein Freund davon, wenn zu viele Klammern im Text sind und schon gar nicht, wenn sie ganze Sätze oder Abschnitte enthalten.

Die Sprache an sich ist ab und zu wechselhaft. Shannon ist klar zu erkennen, da sie aus einer anderen Welt und auch anderen Zeit stammt. In Partholon geht es geordneter zu. Am Anfang hat die Autorin den Unterschied sehr klar gemacht, allerdings geht teils die Hochsprache verloren. Das mag jeder sehen, wie er will. Für mich wirkten die Figuren aus Partholon, vor allem ClanFintan und später Alanna zu normal und modern. Für mich hat es nicht recht in mein Bild gepasst, da es meist der einzige Unterschied zwischen den Welten war.

Die Charaktere waren gut ausgearbeitet, wirkten nur an wenigen Stellen zu ähnlich. Bei den Dialogen, wenn die schon angesprochenen Sprachähnlichkeiten auftauchten waren sie sehr ähnlich. Aber es war leicht für mich zu folgen, wer nun gerade sprach, da die Autorin mit einigen Hilfssätzen nachgeholfen hat. Gefallen hat mir ihre Darstellung der Beziehungen zwischen den einzelnen Personen, sowie deren Veränderung. Sie wirkten sehr lebendig und greifbar, wie aus dem Leben gezeichnet. Das machte das Buch auch spannender, da man ich mich einfühlen konnte und mit den jeweiligen Protagonisten mitgelebt habe.

Es gab viele schöne Beschreibungen, auch wenn sie teils noch intensiver hätten sein können, so reichten sie aus um sich die Welt, in die Shannon hinein gezogen wurde, vorstellen zu können. So wurde es auch nicht unnötig in die Länge gezogen und ich blieb in der Geschichte drin.

Das Ende fand ich sehr schön, aber etwas zu kurz. Es ging auf einmal rasend schnell und dann waren es nur noch zehn Seiten. Ein kleines Manko, dass allerdings durch die folgenden Bände ausgeglichen wird.
Alles in alles war es schön zu lesen und ich habe mich noch einige Tage damit befasst und einige Szenen gedanklich revue passieren lassen. Das Buch für jedes Alter geeignet und bietet Spannung, Komik, Liebe und mit den Zentauren auch eine abwechslungsreiche Seite der Fantasy.
Trotz der kleinen Dinge, die mir beim Lesen aufgefallen sind, sage ich sehr gut und vergebe ich vier Schädel. Das bietet Luft nach oben und macht Neugierig auf mehr!


Die folgenden Bände werde ich mir wohl nicht kaufen. Ich habe die Beschreibung von Band 2 gelesen und fand es nicht schön, dass Shannon zurück kehren soll. Deshalb betrachte ich Band 1 vorerst als abgeschlossen und bin gespannt, was es noch von der Autorin zu lesen gibt!



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