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Donnerstag, 4. Oktober 2012

Buch - "Strange Days I" von Fred Ink

Etwas Sex, Drugs & Rock 'n Roll für das Bücherregal gefällig?



Autor: Fred Ink
Titel: Strange Days
Serie: Strange Days 01.
Verlag: BoD – Book on Demand
Umfang: 220 S.
ISBN: 978-3-8423-5155-4
Preis: 13,90 €









Alex ist zu bemitleiden. Mit seinen Eltern ist er nicht grün, seine große Liebe hat ihn verlassen, allein und in bescheidenen Verhältnissen lebt der junge Student in einer Stadt weit ab von seiner Heimat. Er hat nur wenige Freunde, igelt sich ein und ertrinkt seinen Kummer in Alkohol.
Wen wundert es da noch, dass er plötzlich ein kleines blaues Äffchen sieht? Als Mojo (das Äffchen) dann auch noch redet und ihm schreckliche Dinge prophezeit, zweifelt Alex an seinem Verstand. Merkwürdige Agenten aus einer anderen Welt trachten nach seinem Leben und keiner weiß, warum.
Das er dabei nur auf die Hilfe seines Kifferfreundes David hoffen kann, ist irgendwie noch sein geringstes Problem.

"Strange Days 01" ist der Auftakt zu einer Trilogie des Jungautoren Fred Ink. Band 2 ist bereits ebensfalls über BoD erschienen, Band 3 folgt in Kürze.
Direkt an Anfang wird man von der Vita des Autors begrüßt, die man unbedingt lesen sollte. Der Vergleich zu Terry Pratchett liegt dann sehr nahe und schon auf dieser einen Seite muss man desöfteren Schmunzeln. So wird man hervorragend auf das Kommende eingestimmt. Dann auch da darf der Humor nicht zu kurz kommen.
Hier beginnen die Abenteuer von Alex, David und Mojo und ziehen den Leser in eine bunte, abgedrehte Welt.

Die Geschichte beginnt recht entspannt und trotzdem schon mitten drin. Dem Leser wird der Protagonist Alex vorgestellt, der wirklich der Student von nebenan sein könnte. Vielleicht hat sogar der ein oder andere einen "Alex" in seinem Freundeskreis. Nach und nach baut sich Spannung auf und... baut sich kaum noch ab. Alex wird von einem Höhepunkt in den nächsten gejagt und der Leser rennt ohne Luft zu schnappen hinterher. Der Nachteil: Man will das Buch kaum noch aus der Hand legen, weil man ganz genau weiß, gleich passiert wieder etwas. Und ja, man hat recht! Zum Glück ist Band 2 schon draußen und zum Glück wohnt Fred Ink weit genug weg, so dass es nicht so leicht ist, ihn zu erwürgen.

Alex ist ein liebenswerter Typ, der entweder ne fürsorgliche Mutter oder ne gutherzige Freundin braucht - oder ein paar Kollegen, die ihn mal ordentlich durchschütteln. Er ist intelligent, cool, hat nen guten Musikgeschmack und wirklich eine symphatische Socke. Als Leser mag man ihn sehr schnell. Ich würde sogar soweit gehen, zu behaupten, dass er gut in meinen Freundeskreis passen würde.
David sowieso. Er ist Kiffer, leicht verpeilt und hat teilweise genau die Ausdrucksweise, die ich meinen Schülern versuche abzugewöhnen, Alter! :D Er sieht die Dinge etwas anders ^^ Naja, stoned halt und aus unerklärlichen Gründen wirkt er doch sehr realistisch auf mich.
Mojo, tja, über den verrate ich besser nicht zu viel. Es sei nur gesagt, er ist der eloquenteste von allen. ^^

Die Sprache des Romans ließe sich am besten als "hart, aber herzlich" zusammen fassen. Fred Ink ist direkt, schönt nicht und sorgt gerne mal dafür, dass man lachen muss oder das Gesicht angewiedert verzieht. Der Stil ist eine Mischung aus harter Realität, Sex und Witz, was es unheimlich schön zu lesen macht. Vor allem für Leute, die nicht so auf die rosa Welt stehen ;)

Randnotiz:
Nach dem meine Ausgabe von "Strange Days" unfreiwillig geduscht wurde und es ohne Schaden überlebt hat, kam mit dem Autor eine Diskussion über die Qualität von BoD Büchern auf. Also, liebe Leute, ich weiß ja nicht, wie ihr mit euren Büchern umgeht, aber ich habe einen Härtetest gemacht und "Strange Days" haben eindeutig überlebt und bestanden :D
Bis auf abgerundete Kanten des Einbands vom Herumschlörren in der Handtasche, ist dem Buch nichts zugestoßen.
An dieser Stelle auch noch mal ein Lob für das gelungene Cover.

Alles in allem ein wirklich schön gelungener Debütroman, von dem man gerne mehr sehen möchte. Leider muss "ST2" noch etwas auf sich warten lassen, da ich hier (mal wieder) genügend Bücher zum lesen habe.
Aber es war mir eine willkommene Abwechslung und ich bin neugierig auf mehr.

5 von 5 Schädeln :)








Eure Sy

1 Kommentar:

  1. Das ist so lange her xD Aber Strange Days war das erste, richtig lange Buch, das ich gelesen habe. Seitdem weiß ich: Ich überlebe auch Bücher mit über 1000 Seiten xD

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