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Freitag, 28. Februar 2014

Buch: "Strange Days - Band 2" von Fred Ink






Titel: Strange Days 2
Autor: Fred Ink
Verlag: BoD
Genre: Fantasy - Roadmovie
Seiten: 230 
Preis: 13,90€ (tb) / 6,99€ (eB)

 









Heute habe ich ein besonderes Buch für euch!
"Strange Days" ist der zweite Band seiner Fantasy Trilogie, erschienen bei BoD. Mit seinen  232 Seiten ist es das passende Buch für Fantasy-Fans und den "kleinen Hunger für Zwischendurch". Und der Klappentext verspricht schon Einiges! 

Der Klappentext:
Alex ist nicht zu beneiden: Er wird wegen Mordes gesucht, sitzt in einer obskuren Parallelwelt fest, die Exfreundin geht ihm nicht aus dem Kopf und weit und breit ist kein kühles Bier in Sicht.
Während er auf ein verborgen lebendes Volk trifft und Zeuge einer schrecklichen Offenbarung wird, bricht sein Kumpel David in den Firmensitz des zwielichtigen Unternehmers Leuen ein. Er macht einige Entdeckungen, die ihm ganz und gar nicht behagen und muss sich zu allem Überfluss mit der chronisch schlecht gelaunten Jess und ihrem Frettchen herumschlagen.
Ein Projekt wird enthüllt, dessen Folgen so fürchterlich wären, dass es unter keinen Umständen zu Ende gebracht werden darf. Obwohl Alex keine große Lust dazu verspürt, muss er die Sache in die Hand nehmen …
Eine sonnenlose Stadt voll blinder Bewohner, ein riesiges Marihuana-Feld, Monster, Agenten, Zombie-Polizisten und nicht zuletzt H. P. Lovecraft - das sind die Zutaten für einen zweiten Band, der sich gewaschen hat!

 Die Rezension:
Auch der zweite Band begeistert von der ersten bis zur letzten Seite und stellt zudem noch eine Steigerung zum Ersten dar. Ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen und es war ein Genuss zu lesen.


Turbulent geht es weiter. Alex, David und Mojo haben einige, scheinbar unüberwindbare, Hindernisse vor sich. Sie werden von einem übermächtigen Gegner verfolgt, geraten von einer Katastrophe in die Nächste und kein Ende, sondern nur noch mehr Probleme, in Sicht. Dennoch schafft es der Autor mit seinen Figuren, alles nicht so ausweglos darzustellen, wie es zu sein scheint. 

Das Buch beginnt mit Davids Ankunft in der "richtigen" Welt. Dieser muss sich zuerst zu Leuen durchschlagen um einen Hinweis auf dessen Pläne zu finden. Zu ihm gesellt sich noch die übellaunige, aber auf ihre Art sympathische, Jess, die vor allem mit David und Kerlen im Allgemeinen ein Problem zu haben scheint. Durch, aus ihrer Sicht vermutlich unglücklichen, Zufall begegnen sich die Beiden bei dem Einbruch in Leuens Büro. Wer am Ende wen rettet, ist schwer zu sagen und die Flucht das reinste Wunder. Doch wie lange halten sie durch? Der Leser steht dauernd unter Spannung und fiebert mit den Beiden mit.
Im Gegensatz zum ersten Teil gibt es kein Spannungsauf und -ab, sondern aufbauende Dramatik, die sich durch das ganze Buch zieht und in der Erwartung auf den nächsten Teil endet. 

Mit viel Liebe zum Detail beschreibt der Autor die Parallelwelt. Wunderschöne Beschreibungen reihen sich aneinander und es fällt leicht in die neue Welt einzutauchen. Es ist alles sehr echt und der Leser bekommt das Gefühl an dem Flug und den Abenteuern teilzuhaben. Der Spaß, den der Autor beim Erschaffen der Welt hatte, ist leicht herauszulesen. Wie im ersten Band ist alles sehr greifbar.

Was an der Reihe fasziniert, sind die Personen. Auch in Band 2 hat David eindeutig die Nase vorn. Er hat von nichts eine Ahnung, versucht nur irgendwie seinem Freund zu helfen und schlägt sich, manchmal mehr schlecht als recht, durch das Buch. Ohne Jess wäre er, vor allem am Anfang, aufgeschmissen. Aber man muss ihn einfach mögen. Er strahlt mit seiner, teils zugedröhnten, Art eine gewisse Ruhe aus, die den Leser auch mal Aufatmen lässt. 

Jess hingegen ist wild, ruppig und zeichnet sich größtenteils durch ihre Beschimpfungen aus. Sie ist intelligent, eine Umweltaktivistin und hat es im Computerbereich voll drauf. Damit ist sie für die Gruppe von Unschätzbarem Wert. Nur mit ihrer Hilfe, gelang der Einbruch in den Firmensitz. Die Ereignisse machen ihr jedoch zu schaffen und der Leser merkt deutlich, dass sie selbst nicht weiß, was sie von alledem, Alex und David halten soll. Schnell wurde sie mir sympathisch und die Wortgefechte mit David unverzichtbar.

Alex, nun der hat es nicht einfach. Immer noch auf der Flucht mit Mojo landet er bei den Innererden-Menschen. Eine Begegnung, die für ihn nicht ohne Folgen bleibt. Er wird in die Urgeschichte eingeweiht und erfährt Dinge, mit denen er nichts zu tun haben wollte. Wohl oder übel muss er sich dem Willen der Seherin fügen und die Sache in die Hand nehmen. Er schafft den Übergang in seine Welt, wo er endlich auf David trifft und ihn eine gnädige Ohnmacht umfängt. Die Anstrengungen, die er durchlebt, kommen auch beim Leser an. 
Mojo hat sich ebenfalls verändert. Vorher noch der große Redner und Revolutionsführer spürt den Druck, der auf ihm lastet, immer deutlicher und fühlt sich schuldig. Nur mit Mühe und Ablenkung ist er wieder aufzupäppeln.

Aber auch (wichtige) Nebenpersonen wie Leuen, Hiller, der Großimperator und die Seherin sind gut umgesetzt und wirken lebendig, statt bloß hingestellt. Fred Ink ermöglicht tiefe Einblicke, die sofort zu einem passenden Personenbild führen. 

Der Stil ist knackig und flüssig. Der Autor nimmt sich Zeit, auf viele Details einzugehen, ohne Tempo aus der Geschichte zu nehmen oder sich zu lange bei unnötigen Dingen aufzuhalten. 
Die Übergänge zwischen den Erzählenden sind gut gesetzt und laufen kurz vor Schluss zusammen.

Es hat Spaß gemacht, die Geschichte zu lesen, mit den Charakteren durch dunkle Höhlen oder Hanffelder zu wandeln und die Abenteuer mitzuerleben. Nun heißt es gespannt warten auf den letzten Teil. Wie sollte es auch sonst sein, hat der Autor viele Fragen offen gelassen: Was passiert mit Leuen, dem Großimperator und den Markern? Können Alex, David, Jess und Mojo den Plan durchkreuzen? Wie wird alles enden und das Chaos in Ordnung kommen? Fragen über Fragen, die hoffentlich noch dieses Jahr geklärt werden. 

Fünf von fünf Sternen für ausgezeichnete Schreibarbeit und definitiv empfehlenswert! Ich wünsche euch viel Spaß beim Stöbern! 




Wer mehr über den Autor und die Bücher wissen möchte ->
http://fred-ink.jimdo.com/

1 Kommentar:

  1. Das Buch habe ich noch rumliegen - irgendwann sollte es mal gelesen sein :-) Aber... mir ist das Format etwas zu groß.

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